Wirtschaft

EU-Mercosur-Abkommen: DIHK fordert klare Unterstützung

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer fordert die Bundesregierung auf, sich klar für das geplante Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten einzusetzen. Aus Sicht der Wirtschaft steht dabei viel auf dem Spiel – trotz politischer Vorbehalte einzelner EU-Länder.
15.12.2025 10:15
Aktualisiert: 15.12.2025 10:15
Lesezeit: 1 min

DIHK sieht große wirtschaftliche Chancen

Die Bundesregierung sollte sich aus Sicht der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) entschlossen für einen Abschluss des EU-Mercosur-Abkommens einsetzen. „Die EU darf die Chance nicht verpassen, sich mit den wichtigen Handels- und Rohstoffpartnern in Südamerika enger zu verbinden und bestehende Handelshürden abzubauen“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier laut Mitteilung. Die französische Regierung hatte am Sonntag erneut Nachbesserungen und eine Verschiebung des Abkommens gefordert.

Forderung nach klarer Unterstützung aus Berlin

Treier betonte, auch die Bundesregierung müsse sich klar und entschlossen für die Ratifizierung einsetzen. Das Abkommen biete durch Zollsenkungen und Marktöffnungen große wirtschaftliche Potenziale. „Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen erwarten die Unternehmen in Deutschland, dass der Europäische Rat und das Europäische Parlament das Abkommen mit den Mercosur-Partnerländern endlich abschließen“, sagte er.

Größte Freihandelszone der Welt geplant

Der Deal soll den Handel zwischen der EU und den vier Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay ankurbeln. Die geplante Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Einwohnern wäre nach Angaben der EU-Kommission die weltweit größte ihrer Art.

Mehrheit für Unterzeichnung weiter unklar

Eigentlich sollte der Beschluss zur Unterzeichnung des Abkommens bereits vor dem EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag erfolgen. Ob die notwendige Mehrheit zustande kommt, ist jedoch weiterhin offen. Geplant war, das Abkommen am Wochenende am Rande eines Mercosur-Gipfels in Brasilien zu unterzeichnen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Forschungsstandort Europa 2026: Zwischen Exzellenz und Sparzwang
25.05.2026

Europa forscht stark, doch Kürzungen bei Horizon Europe bedrohen den Anschluss an USA und China. Was das für Talente, Patente und...

DWN
Politik
Politik Weltbekannter Professor sieht gefährliche Veränderung bei Trump
25.05.2026

Francis Fukuyama sieht Trump politisch geschwächt, aber gerade deshalb gefährlich. Für Dänemark und Grönland könnte die nächste...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KI-Arbeitsmarkt: Wer durch KI ersetzt wird, zahlt jahrelang
25.05.2026

KI soll Unternehmen schneller, schlanker und profitabler machen. Doch für Beschäftigte, die durch neue Technologien ihren Job verlieren,...

DWN
Finanzen
Finanzen Aktienempfehlungen: Günstige Aktien trotz KI-Hype, Zinsrisiko und Rüstungsboom
25.05.2026

Viele Anleger jagen weiter den teuersten KI-Gewinnern hinterher, doch Morningstar sieht die spannendere Chance woanders. Zehn globale...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Hyundai Kona im Test: Futuristisch, mutig und anders
25.05.2026

Der Hyundai Kona sieht aus, als wolle er nicht jedem gefallen. Genau das macht ihn spannend, denn hinter der mutigen Form steckt ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Klimarisiken in Europa: Warum der Mittelstand besser vorsorgen muss
25.05.2026

Klimarisiken und Nachhaltigkeit werden für Europas Mittelstand zu entscheidenden Faktoren für Finanzierung, Wettbewerbsfähigkeit und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Veggie-Burger-Boom verliert an Tempo: Fleischersatz in Deutschland erstmals rückläufig
25.05.2026

Pflanzliche Fleischalternativen haben den Lebensmittelmarkt in Deutschland stark verändert. Doch nach Jahren kräftigen Wachstums sinkt...

DWN
Technologie
Technologie Meta: WhatsApp-Inkognito-Modus kommt für KI-Unterhaltungen
25.05.2026

Meta erweitert WhatsApp um neue KI-Funktionen und verspricht dabei mehr Datenschutz. Nutzer sollen künftig inkognito mit der Meta AI...