Finanzen

US-Börsen: Die letzte Woche des Jahres begann an der Wall Street im roten Bereich

Die US-Aktienmärkte starteten mit Verlusten in die letzte Handelswoche des Jahres, da eine Schwäche im Technologiesektor die wichtigsten Indizes unter Druck setzte und die Preise für Edelmetalle stark fielen.
29.12.2025 23:52
Lesezeit: 2 min
US-Börsen: Die letzte Woche des Jahres begann an der Wall Street im roten Bereich
Die US-Börsen stehen seit Jahrzehnten im Fokus internationaler Anleger. (Foto: Dmitry Vinogradov/iStock) Foto: Dmitry Vinogradov/iStock

Der Nasdaq Composite fiel um 0,5 Prozent. Angeführt wurde der Rückgang vor allem von der Nvidia-Aktie, die um 1,21 Prozent nachgab, sowie von Tesla, deren Aktie um 3,27 Prozent fiel. Auch die Oracle-Aktie gab um 1,32 Prozent nach. Der S&P 500 sank um 0,35 Prozent und der Dow Jones Industrial Average um 0,51 Prozent.

An den Rohstoffmärkten fielen sowohl die Gold- als auch die Silber-Futures, nachdem der Börsenbetreiber CME Group aufgrund der jüngsten Volatilität die Margin-Anforderungen für Gold-, Silber- sowie Platin- und Palladium-Futures angehoben hatte. Der Goldpreis brach um 4,45 Prozent ein und der Silberpreis um 7,21 Prozent.

An der Londoner Metallbörse erreichten Kupfer-Futures unterdessen kurzzeitig ein Allzeithoch von 12.960 Dollar pro Tonne, bevor die Preise etwas nachgaben, wie das Wall Street Journal berichtete.

Die US-Öl-Futures stiegen um 2,4 Prozent, nachdem Gespräche der USA mit der Ukraine und Russland zu keiner Einigung über eine Beendigung des Krieges geführt hatten. Gestützt wurde der Preisanstieg auch durch die verschärften Spannungen in den Beziehungen zwischen den USA und Venezuela. Die Futures für die Rohölsorte Brent verteuerten sich um rund 2,2 Prozent.

Unternehmensergebnisse und wichtige Wirtschaftsdaten sind in dieser Woche kaum zu erwarten. Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich auf das Protokoll der Dezembersitzung der Federal Reserve, das einen besseren Einblick in die Meinungsverschiedenheiten der Entscheidungsträger und deren mögliche Auswirkungen auf die Zinssätze im kommenden Jahr geben könnte.

Pharmaunternehmen glänzte

Die Aktie des Pharmaunternehmens Praxis Precision Medicines stieg um 13,25 Prozent, nachdem die US-Arzneimittelbehörde FDA dem vom Unternehmen entwickelten Medikament Ulixacaltamide den Status einer „Breakthrough Therapy“ zur Behandlung von essentiellem Tremor verliehen hatte.

Die Aktie des Vermögensverwalters DigitalBridge legte um 9,63 Prozent zu, nachdem die japanische Investmentgesellschaft SoftBank ihre Absicht bekannt gegeben hatte, das Unternehmen für rund 4 Milliarden Dollar zu übernehmen. DigitalBridge ist eine der weltweit größten auf digitale Infrastruktur spezialisierten Investmentfirmen und verwaltet Vermögenswerte in Höhe von rund 108 Milliarden Dollar.

Der schwedische Automobilhersteller Polestar Automotive gewann 6,39 Prozent. In der vergangenen Woche hatte der Autobauer eine Kapitalbeschaffung von 300 Millionen Dollar angekündigt, um seine Liquidität und Kapitalstruktur zu stärken.

Ebenfalls deutlich zulegen konnten die Aktien des Biowissenschaftsunternehmens Regencell Bioscience (+10,96 Prozent) sowie des biopharmazeutischen Unternehmens Belite Bio (+6,69 Prozent).

Bergbauunternehmen erlitten herben Rückschlag

Ein weltweiter Ausverkauf bei Metallen setzte Bergbauunternehmen unter Druck, von US-Kupferproduzenten bis hin zu den weltweit größten Gold- und Silberproduzenten. Der größte Verlierer des Börsentages war der internationale Bergbau- und Metallverarbeitungskonzern Sibanye Stillwater, dessen Aktie um 9,55 Prozent einbrach.

Der Goldminengigant Newmont beendete den Handelstag mit einem Minus von 5,64 Prozent, während das auf Silber fokussierte Unternehmen Hecla Mining 4,95 Prozent verlor. Die in Phoenix ansässigen Unternehmen Freeport-McMoRan und Southern Copper fielen um 2,94 Prozent beziehungsweise 2,82 Prozent.

In anderen Sektoren stürzte die Aktie des Nahrungsergänzungsmittelherstellers BellRing Brands um 9,38 Prozent ab, nachdem Analysten auf die unklaren kurzfristigen Aussichten des Unternehmens hingewiesen hatten. Ebenso fiel die Aktie der mit US-Präsident Donald Trump verbundenen Medienfirma Trump Media & Technology Group um 9,11 Prozent.

Deutlich verbilligten sich auch die Aktien der Goldproduzenten DRDGOLD (–8,37 Prozent) und Harmony Gold Mining (–8,23 Prozent).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Welche Funktionen sind 2026 bei Trading-Plattformen wirklich wichtig?

Trading-Plattformen entwickeln sich rasant weiter. Im Jahr 2026 geht es längst nicht mehr nur darum, Wertpapiere oder andere...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Neue Entwürfe für die Euro-Banknoten: Stimmen Sie für Ihren Favoriten ab!
01.08.2026

Die Europäische Zentralbank hat zehn Entwürfe für neue Euro-Banknoten vorgestellt. Bürger können bis zum 21. September über ihr...

DWN
Panorama
Panorama Bahn, Solarstrom und Ganztag: Das ändert sich im August
01.08.2026

Mit dem Start in den August treten mehrere Neuerungen in Kraft, die Millionen Menschen in Deutschland betreffen. Ob auf der Schiene, im...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft In europäischen Fabriken gehen die Lichter aus: Wer schließt sie, wer entlässt Mitarbeiter?
01.08.2026

VW, Bosch, BASF, Evonik, ThyssenKrupp, Michelin: In der Automobil-, Chemie- und Stahlindustrie reihen sich Werksschließungen, Entlassungen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Der beste Freund des Recruiters: Tiere im Büro ziehen Talente stärker an als Boni
01.08.2026

Viele Unternehmen holen ihre Beschäftigten zurück ins Büro. Doch klassische Benefits verlieren an Zugkraft. Eine neue Studie zeigt: Für...

DWN
Unternehmen
Unternehmen BYD Sealion 5 im Test: Viel Auto für vergleichsweise wenig Geld
01.08.2026

Der BYD Sealion 5 verbindet viel Platz, hohen Komfort und einen erstaunlich großen Aktionsradius. Als Plug-in-Hybrid schafft er im Test 80...

DWN
Politik
Politik EU in Gefahr: Wie Großmächte Europas Vetorecht ausnutzen
01.08.2026

Orbáns Wahlniederlage eröffnet der EU eine seltene Reformchance. Doch neue Blockierer könnten schon bald nachrücken. Experten warnen:...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Aktien: China löst nächste Panikwelle aus – was Anleger jetzt beachten müssen
01.08.2026

Chipaktien brechen ein, China holt technologisch auf und Anleger fürchten die nächste große Blase. Doch hinter der neuen Börsenpanik...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Massenverrentung: Die Ruhestandswelle bedroht ganze Unternehmen
01.08.2026

Die Ruhestandswelle rollt auf die Unternehmen zu, doch viele Betriebe sind kaum vorbereitet. Mit jedem erfahrenen Mitarbeiter drohen...