Wirtschaft

Teilzeitbeschäftigung in Deutschland: Höchststand erreicht

So viele Beschäftigte wie noch nie arbeiten in Teilzeit. Was steckt dahinter?
04.03.2026 07:23
Lesezeit: 1 min

Teilzeitbeschäftigung Deutschland: Branchen mit hohem Anteil wachsen weiter

Die Teilzeitbeschäftigung in Deutschland erreichte 2025 nach Berechnungen des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) einen Höchststand. Gleichzeitig arbeiteten Teilzeitkräfte pro Woche etwas mehr als im Vorjahr. Dadurch blieb die durchschnittliche Wochenarbeitszeit aller Beschäftigten auf dem Niveau von 2024 und lag über dem früherer Jahre.

Mehr Teilzeit, weniger Vollzeit

Laut der IAB-Arbeitszeitberechnung stieg die Zahl der Teilzeitbeschäftigten im Vergleich zu 2024 um ein Prozent auf 16,88 Millionen. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten sank hingegen um 0,6 Prozent auf 25,43 Millionen. Die Teilzeitquote erhöhte sich damit um 0,4 Prozentpunkte auf 39,9 Prozent – ein Rekordwert bei den Jahreszahlen, so das IAB.

Beschäftigung in typischen Teilzeit-Branchen wächst

Ein Grund für den Anstieg liegt laut IAB in der zunehmenden Beschäftigung in Branchen mit hohem Teilzeitanteil, etwa im Gesundheits- und Sozialwesen. In Branchen mit überwiegend Vollzeitstellen, wie der Industrie, sank die Beschäftigung gleichzeitig.

"Teilzeit war bisher kein Verlustgeschäft. Dennoch gibt es hier noch viel zu gewinnen, vor allem bei einer stärkeren beruflichen Entwicklung von Frauen", erklärt IAB-Experte Enzo Weber. CDU-Politikerinnen und -Politiker fordern seit Monaten, dass die Menschen in Deutschland mehr arbeiten sollten. Zuletzt hatte die Mittelstands- und Wirtschaftsunion von CDU/CSU den Rechtsanspruch auf Teilzeit teilweise infrage gestellt.

Arbeitsvolumen leicht gesunken

Die Zahl der Erwerbstätigen blieb 2025 mit 45,98 Millionen in etwa stabil (minus 5.000 Personen). Sie leisteten zusammen rund 61,26 Milliarden Stunden Arbeit, 0,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Durchschnittlich arbeiteten die Beschäftigten in Deutschland 30,4 Stunden pro Woche – genauso viel wie 2024. Zum Vergleich: 2016 betrug die durchschnittliche Wochenarbeitszeit noch 30,12 Stunden.

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