Goldpreis-Rekordhoch: Trumps Dollar-Kommentare treiben die Rallye weiter an
Der Goldpreis kennt derzeit nur eine Richtung: nach oben. Die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Dollar haben die Goldrally erneut befeuert und den Markt auf ein neues Goldpreis-Rekordhoch gehoben. Anleger beobachten die Goldpreis-Entwicklung mit wachsender Spannung, denn das Edelmetall bestätigt einmal mehr seine Rolle als sicherer Hafen in Krisenzeiten.
Zum achten Mal in Folge steuert der Goldpreis auf einen Handelstag mit Gewinnen zu. Am Mittwochmorgen kletterte die Notierung um annähernd 2 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 5.311,29 US-Dollar pro Feinunze. Dieses Goldpreis-Rekordhoch wurde laut Rohstoffexperten vor allem durch die Kommentare von US-Präsident Donald Trump ausgelöst. Er hatte signalisiert, dass ihn der aktuelle Rückgang des US-Dollars nicht beunruhige. Die Weltleitwährung gab daraufhin deutlich nach. Da Gold überwiegend in Dollar gehandelt wird, führt ein schwächerer Dollar häufig zu steigenden Kursen. Für Anleger aus der Eurozone wird das Investment dadurch attraktiver – ein weiterer Treiber für das aktuelle Goldpreis-Rekordhoch.
Auch im weiteren Handelsverlauf liegt der Goldpreis aktuell deutlich im Plus und tendiert am späten Nachmittag um 5.275 US-Dollar.
Goldpreis-Allzeithoch: 700 Dollar Plus in anderthalb Wochen
Die statistische Bilanz verdeutlicht das Ausmaß dieser Rallye: Innerhalb von eineinhalb Wochen zog der Goldpreis aktuell um fast 700 Dollar oder knapp 15 Prozent an. Seit Ende 2025 beträgt das Plus bereits rund 22 Prozent. Damit bleibt Gold eine der gefragtesten Anlageklassen weltweit.
Schon im vergangenen Jahr hatte das Edelmetall mit einem Plus von 65 Prozent eine außergewöhnliche Performance hingelegt. Das jüngste Goldpreis-Allzeithoch setzt diesen Trend nahtlos fort. Anleger sprechen inzwischen offen von einem dauerhaften Goldpreis-Rekordhoch-Modus.
Goldpreis-Entwicklung: Geopolitische Spannungen stützen und Zentralbanken setzen auf Gold
Hinter der Rallye steckt ein komplexes Geflecht aus geopolitischen und strukturellen Risiken. Konflikte weltweit, die volatile Lage im Iran und protektionistische Zolldrohungen Washingtons im Zusammenhang mit Grönland treiben die Nachfrage. Experten wie Stephen Innes vom Vermögensverwalter SPI Asset Management betonen, dass viele Notenbanken – insbesondere China und Indien – verstärkt Gold kaufen, um sich gegen politische Risiken, Sanktionsrisiken und Zollrisiken abzusichern. Diese Faktoren stützen die langfristige Goldpreis-Entwicklung und treiben das nächste Goldpreis-Rekordhoch an.
Bemerkenswert ist auch der strukturelle Trend bei den Reserven: Der Anteil der Goldreserven an den Zentralbankreserven stieg bis zum dritten Quartal 2025 auf 25,8 Prozent, während der Anteil des US-Dollars von 61,9 Prozent im Jahr 2001 auf 42,3 Prozent gesunken ist. Historisch gesehen könnte noch deutlich mehr möglich sein: Zwischen 1950 und 1987 lag der Goldanteil im Durchschnitt bei etwa 60 Prozent.
Goldpreis-Prognose: 6.000 Dollar möglich?
Angesichts des aktuellen Goldpreis-Rekordhoch sind viele Prognosen bereits überholt. Die Deutsche Bank hält nun einen Anstieg auf 6.000 Dollar noch in diesem Jahr für möglich, ebenso Nigel Green von DeVere. Auch die polnische Notenbank wird am Markt als Käufer ausgemacht.
Damit bleibt klar: Das Goldpreis-Rekordhoch ist nicht nur ein kurzfristiges Phänomen, sondern Ausdruck einer tiefgreifenden Verschiebung im globalen Finanzsystem. Anleger dürften den Goldpreis aktuell und die weitere Goldpreis-Entwicklung daher genau im Blick behalten.


