Nemetschek-Aktie: Umsatz überschreitet erstmals Milliardengrenze – Optimismus für 2026
Der Softwarekonzern Nemetschek (ISIN: DE0006452907) hat im vergangenen Jahr zum ersten Mal die Umsatzschwelle von einer Milliarde Euro überschritten. Nach vorläufigen Berechnungen stiegen die Erlöse 2025 um knapp ein Fünftel auf etwa 1,2 Milliarden Euro, wie das auf die Bau- und Medienbranche fokussierte Unternehmen am Donnerstag in München erklärte. Dabei profitierte Nemetschek auch von der Übernahme von GoCanvas, was die Nemetschek-Zahlen zusätzlich stützte.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um 23,3 Prozent auf 371,1 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge verbesserte sich um einen Prozentpunkt auf 31,2 Prozent. Umsatz und Profitabilität entsprachen laut Angaben sowohl der Unternehmensprognose als auch den Analystenschätzungen. Die Nemetschek-Bilanz zeigte damit eine solide Entwicklung, nachdem die Umsatzprognose erst im Sommer angehoben worden war.
Schlussquartal stärkt Nemetschek-Aktienkurs und Marge
Im Schlussquartal setzte Nemetschek sein Wachstum fort. So erhöhten sich die Erlöse um knapp 12 Prozent auf 325,3 Millionen Euro. Dabei profitierte das Unternehmen nach eigenen Angaben von einer weiterhin starken Entwicklung im Bau-Segment. Die operative Marge erreichte 32,9 Prozent. Diese Ergebnisse wirkten sich auch auf den Nemetschek-Aktienkurs aus.
Nemetschek habe sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis neue Rekordwerte erzielt, erklärte Konzernchef Yves Padrines zu den Jahreszahlen. Die zunehmende Digitalisierung und der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Bauwirtschaft eröffneten dem Unternehmen erhebliche zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten. "Vor diesem Hintergrund blicken wir sehr zuversichtlich auf das Jahr 2026 und darüber hinaus und sehen uns bestens aufgestellt und erwarten weiteres starkes, nachhaltiges und profitables Wachstum." Damit bleibt die Nemetschek-Aktie für Anleger ein wichtiger Fokus.
Nemetschek-Aktie reagiert verhalten trotz Rekordergebnis
Die im MDAX notierte Nemetschek-Aktie zeigte sich zunächst vorbörslich stark, konnte jedoch zum offiziellen Handelsauftakt nicht von den Eckdaten profitieren. Das Papier schwankte zunächst um seinen Vortagesschluss, bevor es am späten Vormittag deutlicher ins Minus rutschte. Vor gut einer Woche hatte die Aktie mit 72,80 Euro einen Tiefpunkt seit November 2023 erreicht – nach fast halbierten Kursen seit August. Aktuell liegt die Nemetschek-Aktie bei rund 76 Euro.
In einer ersten Einschätzung schrieb JPMorgan-Analyst Joseph George, Gegenwind durch Währungseffekte habe das Schlussquartal belastet. Währungsbereinigt habe Nemetschek beim Umsatz in dem Jahresviertel zwar besser abgeschnitten als erwartet, die Marge sei jedoch einen Tick schwächer ausgefallen als angenommen. Auch dies beeinflusste den Blick auf die Nemetschek-Aktie. Ausführliche Zahlen und die Prognose für 2026 will Nemetschek am 19. März veröffentlichen.
Nemetschek-Aktie zwischen Rekordzahlen und Börsensorgen
Nemetschek hat mit einem Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro und einer starken Marge neue Bestwerte erreicht. Die Nemetschek-Bilanz zeigt deutlich, dass das Unternehmen von Digitalisierung, KI und strategischen Übernahmen profitiert. Dennoch reagierte die Nemetschek-Aktie verhalten, was vor allem an Marktunsicherheiten und Währungseffekten liegt. Für Anleger bleibt entscheidend, wie sich der Nemetschek-Aktienkurs mit der Veröffentlichung der vollständigen Prognose am 19. März entwickeln wird. Das Jahr 2026 könnte dabei neue Chancen eröffnen.

