Politik

Wirtschaftsministerin Reiche: keine Spritpreisbremse - Öl und Gas nicht knapp

Der Iran-Krieg lässt Öl-, Benzin- und Gaspreise steigen - doch Energiemangel droht in Deutschland nach Angaben der Wirtschaftsministerin nicht. Zu Krisenplänen will Katherina Reiche nichts sagen.
04.03.2026 12:33
Lesezeit: 1 min

Reiche: keine Spritpreisbremse - Öl und Gas nicht knapp

Die Bundesregierung plant nach den Worten von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche keine Spritpreisbremse zur Entlastung von Autofahrern vor dem Anstieg der Benzinpreise. «Das steht nicht auf der Agenda», sagte die CDU-Politikerin in München vor Eröffnung der Handwerksmesse.

Die Versorgung Deutschlands mit Öl und Gas ist nach Angaben Reiches trotz des Angriffs der USA und Israels auf den Iran nicht gefährdet. «Wir sehen keine Knappheiten bei Öl», sagte Reiche. «Im Gasmarkt sehen wir auch keine physischen Knappheiten.»

Die derzeitigen Füllstände der Gasspeicher seien höher als vor einem Jahr. Die Preissprünge bei Öl und Gas führte Reiche auf die Reaktion der Märkte zurück, nicht auf Knappheit. «Wir sind Ausgang des Winters und werden auch gut durch diese letzten Wochen des Winters kommen.»

Krisenpläne in der Schublade

Gleichwohl bleibe die Lage volatil. «Wir müssen beobachten, wie lange die Kriegshandlungen andauern und werden dann mit Krisenmechanismen, die wir selbstverständlich in unserem Portfolio haben und ziehen können, reagieren. Dazu ist aber jetzt kein Anlass.»

Ansonsten keine Auskunft

Welche Art von Krisenmechanismen möglich sind, wollte Reiche nicht sagen. «Mechanismen, die wir gesetzlich ziehen könnten, jetzt zu diskutieren, hilft nicht», antwortete sie auf eine entsprechende Frage. «Meine Botschaft an Sie: Es gibt sie.» Die Wirtschaftsministerin führte lediglich aus, dass die Bundesregierung die im letzten Sommer während der damaligen vorübergehenden Sperrung der Straße von Hormus tätige Taskforce wieder eingesetzt und die Krisenstäbe aktiviert habe.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kupferpreise auf Rekordhoch: Warum das Kupfermetall knapp wird
01.11.2026

Das Industriemetall ist nicht nur bei Diebesbanden gefragt. Kaum eine Zukunftsbranche kommt ohne den Leiter zurecht. Nach Bewertung der IEA...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Server statt Spielzeug: Playmobil-Werk wird Rechenzentrum
01.11.2026

Die Mutter der bekannten Spielwarenmarke hat die Produktion ins Ausland verlagert. 350 Mitarbeitende verloren dabei ihren Arbeitsplatz....

DWN
Immobilien
Immobilien Preisschock am Bau: Neue KI soll explodierende Materialkosten und Baustopps verhindern
01.11.2026

Kriege, Krisen und explodierende Rohstoffpreise bringen die Baubranche zunehmend unter Druck. Bauprojekte werden teurer, Kalkulationen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Xiaomi-Elektroautos: Warum dieser Milliardär Volkswagen und Tesla gefährlich werden könnte
31.10.2026

Er verkaufte Smartphones, wurde Milliardär und stieg schließlich ins Autogeschäft ein. Mit seinem ersten Elektroauto gelang Xiaomi-Chef...

DWN
Panorama
Panorama Kommunale Schulden wachsen deutlich: Deutschlands Städte unter Druck, die KfW warnt
31.10.2026

Die integrierte Verschuldung der deutschen Kommunen ist 2025 deutlich gestiegen. Ende des Jahres entfielen rechnerisch 4.907 Euro Schulden...

DWN
Unternehmen
Unternehmen 70 Jahre Fernsehwerbung: Das beste Marketing, das Deutschland nie vergessen hat
31.10.2026

Ein Fleck auf der Tischdecke, ein Waschmittel und ein Satz, der hängen blieb: 1956 begann die Fernsehwerbung in Deutschland. Seitdem haben...

DWN
Immobilien
Immobilien Heizungstausch finanzieren: So nutzen Eigentümer Förderung, Kredit und Steuerbonus
31.10.2026

Eine neue Heizung kann langfristig Geld sparen, verlangt zunächst aber eine beträchtliche Investition. Eigentümer müssen deshalb...

DWN
Finanzen
Finanzen Vermögensbarometer 2026: ETF-Boom hält an, Anteil der Privatanleger stagniert
31.10.2026

ETFs werden in Deutschland immer beliebter, doch der Anteil der Menschen mit Wertpapieren stagniert. Das neue Vermögensbarometer des...