Finanzen

US-Börsen: Erstarkender Dollar drückt Aktien und Edelmetalle ins Minus

Die US-Börsen beendeten den Freitag mit Verlusten. Der Dollar legte zu, während die Preise für Gold und Silber drastisch einbrachen.
30.01.2026 23:00
Lesezeit: 1 min
US-Börsen: Erstarkender Dollar drückt Aktien und Edelmetalle ins Minus
Blick auf das Herz der US-Börsen in einem der bedeutendsten Finanzzentren der Welt. (Foto: Farid El Messaoudi/iStock) Foto: Farid El Messaoudi/iStock

Der S&P 500 und der Nasdaq Composite fielen um 0,4 Prozent bzw. 0,9 Prozent; für den Technologiesektor war dies bereits der zweite Verlusttag in Folge. Auch der Dow Jones Industrial Average büßte 0,4 Prozent seines Wertes ein.

Trumps Wahl des Notenbankchefs beeinflusst die Märkte

Die Märkte versuchen derzeit, die langfristigen Auswirkungen der Ernennung von Warsh abzuschätzen. Zwar hat Warsh in der Vergangenheit höhere Zinsen befürwortet, doch äußerte er sich zuletzt wohlwollend gegenüber Zinssenkungen, die auch Trump im Wahlkampf lautstark gefordert hatte.

Die Nachricht von Warshs Kandidatur trieb den Dollarkurs nach oben, was wiederum die Rallye bei Gold und Silber stoppte. Der Silberpreis stürzte im Handelsverlauf um ganze 31 Prozent ab und verzeichnete damit den zweitschlechtesten Tag in der Geschichte des Metalls. Der Goldpreis fiel hingegen um 8 bis 9 Prozent. Strategen zufolge war eine solche Korrektur früher oder später unvermeidlich.

Gegensätzliche Entwicklungen bei Aktien wichtiger Unternehmen

In dieser Woche veröffentlichten mehrere bedeutende Technologieunternehmen ihre Geschäftszahlen, was die Börsen in unterschiedliche Richtungen trieb. So wurde gestern bekannt, dass Microsofts historischer Cloud-Umsatz von 50 Milliarden Dollar die Ängste der Anleger vor den exorbitanten Ausgaben für künstliche Intelligenz nicht zerstreuen konnte; die Aktie stürzte daraufhin um 12 Prozent ab. Heute blieb ein solch drastischer Einbruch aus, dennoch schloss die Aktie erneut mit einem Minus von 0,74 Prozent.

Auch die Tesla-Aktie rutschte gestern um 3 Prozent ins Minus, da die Anleger die strategische Neuausrichtung des Unternehmens von Elektroautos hin zu Robotern verarbeiteten. Am Freitag erholte sich die Aktie jedoch aus dem Tief und legte um 3 Prozent zu.

Im Technologiesektor sorgte auch Apple für etwas Erleichterung; die Aktie konnte nach einem kurzen Rückgang wieder zulegen. Obwohl der Quartalsgewinn dank rekordverdächtiger iPhone-Verkäufe die Prognosen übertraf, waren die Botschaften von CEO Tim Cook nicht ausschließlich positiv. Cook warnte, dass ein weltweiter Mangel an Speicherchips künftig die Gewinnmargen des Unternehmens belasten könnte.

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