Wirtschaft

Sachsen-Anhalt: IWH-Präsident fürchtet um Wirtschaft bei AfD-Wahlsieg

Der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, Reint Gropp, warnt vor wirtschaftlichen Konsequenzen nach einem möglichen Sieg der AfD bei der Landtagswahl. Er befürchtet, weniger Investitionen auch allgemein in Deutschland.
04.02.2026 09:43
Lesezeit: 1 min
Sachsen-Anhalt: IWH-Präsident fürchtet um Wirtschaft bei AfD-Wahlsieg
Insgesamt zeige die Forschung, dass populistisch regierte Länder sich wirtschaftlich schwächer entwickelten als andere, so IWH-Präsident Gropp. (Foto: dpa) Foto: Hendrik Schmidt

IWH-Präsident fürchtet Wirtschaftsfolgen bei AfD-Wahlsieg

Der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, Reint Gropp, warnt vor wirtschaftlichen Konsequenzen nach einem möglichen Sieg der AfD bei der Landtagswahl. "Ganz sicher hätte es eine Auswirkung auf die Wahrnehmung des Bundeslandes. Es wird dann ein weniger attraktiver Standort sein", sagte Gropp im Interview mit der "Mitteldeutschen Zeitung" mit Blick auf Sachsen-Anhalt.

Um gerade dem demografischen Wandel zu begegnen, müsse Sachsen-Anhalt ein attraktives Lehr- und Forschungsumfeld bieten. "Dafür muss die Landespolitik sorgen. Eine AfD-Regierung würde das möglicherweise aushebeln", so Gropps Einschätzung.

Weniger Investitionen auch allgemein in Deutschland?

Seiner Ansicht nach würde eine Mehrheit für die AfD in Sachsen-Anhalt auch auf Gesamtdeutschland ausstrahlen: "Für Ausländer würde der Standort Deutschland allgemein deutlich weniger attraktiv. Wenn wir keine gut ausgebildeten Fachkräfte mehr haben, verlieren wir auch die einzige Ressource, die wir haben. Was wiederum ganz sicher dazu führt, dass wir weniger Investitionen speziell in Sachsen-Anhalt, aber vielleicht sogar allgemein in Deutschland sehen werden."

Insgesamt zeige die Forschung, dass populistisch regierte Länder sich wirtschaftlich schwächer entwickelten als andere, so Gropp. Der Landesverfassungsschutz stuft die AfD in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem ein. Der Ökonom erwartet auch Folgen für das IWH selbst: "Wir rekrutieren nur international, das wird dann schwieriger. Und einige hier werden überlegen, woanders hinzugehen."

Die Landtagswahl ist für den 6. September geplant.

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