Finanzen

Novo Nordisk-Aktie unter Druck: Konkurrenzprodukt schwächt Kurs

Die Novo Nordisk-Aktie gerät massiv unter Druck, nachdem ein US-Konkurrent Wegovy kopiert. Anleger reagieren auf sinkende Umsätze und steigenden Preisdruck in den USA.
05.02.2026 15:33
Aktualisiert: 05.02.2026 15:33
Lesezeit: 1 min
Novo Nordisk-Aktie unter Druck: Konkurrenzprodukt schwächt Kurs
Abnehmspritzen mit Verlust: Sinkende Umsätze und Preisdruck drücken die Novo Nordisk-Aktie stark. (Foto: dpa) Foto: Rolf Vennenbernd

Novo Nordisk-Aktie unter Druck: Konkurrenzprodukt sorgt für Kurssturz

Die Aktien von Novo Nordisk gerieten am Donnerstagnachmittag stark unter Druck. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass das US-Telemedizinunternehmen Hims and Hers eine Nachahmer-Kopie der Abnehmpille Wegovy von Novo Nordisk zu einem Einführungspreis von 49 US-Dollar pro Monat auf den Markt bringen wolle. Patienten sollen danach mit einem Fünf-Monats-Bestellplan 99 US-Dollar monatlich zahlen, rund 100 US-Dollar weniger als der Preis, den Novo laut Reuters verlangt.

Die Novo Nordisk-Aktie brach daraufhin ein und verlor zuletzt knapp zehn Prozent. Bereits am Vortag hatte der Kurs stark nachgegeben, nachdem der Geschäftsausblick des dänischen Pharmakonzerns enttäuscht hatte. So zieht der US-Pharmakonzern Lilly im Milliardengeschäft der direkten Konkurrenz immer weiter davon.

Rückläufiger Umsatz bedroht Kurs: Erster Rückgang seit fast einem Jahrzehnt

Der Verlust begann schon am Vortag: Alleine die Aussicht auf sinkende Umsätze ließ den Kurs um über 16 Prozent einbrechen. Novo Nordisk rechnet für 2026 mit weniger Umsatz – es wäre der erste Rückgang seit fast einem Jahrzehnt. Zusätzlich trifft das US-Geschäft die Einigung des Konzerns mit der Trump-Administration, die Preise für seine Medikamente zu senken.

Wachsender Konkurrenzdruck und Preiskämpfe: CEO warnt vor "nie dagewesenem Preisdruck"

Konzernchef Mike Doustdar sprach in einer Telefonkonferenz von einem "nie dagewesenen Preisdruck". Die politische Offensive in den USA unter Präsident Donald Trump verschärfe die Lage zusätzlich.

Lilly-Aktien ebenfalls unter Druck

Eli Lilly , die tags zuvor nach einem starken Ausblick noch um gut zehn Prozent zugelegt hatten, gerieten am Donnerstag ebenfalls unter Druck und sanken im vorbörslichen US-Handel um fünf Prozent

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