Finanzen

Aktien Europa stabil: Bauwerte stark, Autowerte und Banken unter Druck

Europas Börsen haben am Freitag leichte Gewinne verzeichnet, getragen von beruhigten Edelmetall- und Kryptomärkten sowie positiven Impulsen aus dem Bausektor. Während Bauaktien wie Vinci deutlich zulegten, standen Autowerte und Banken unter Druck – vor allem aufgrund von Abschreibungen, Dividendenkürzungen und Analystenbewertungen.
06.02.2026 12:25
Lesezeit: 1 min
Aktien Europa stabil: Bauwerte stark, Autowerte und Banken unter Druck
Ein Monitor zeigt den Aktienindex Ibex 35 auf den Tafeln des Palacio de la Bolsa de Madrid (Madrider Börs) an. Der Ibex 35 ist heute wieder angestiegen (Foto: dpa). Foto: Eduardo Parra

Märkte stabilisieren sich vor dem Wochenende

Europas Börsen haben am Freitag leicht zugelegt. Vor dem Wochenende kamen die Märkte etwas zur Ruhe, zumal nur wenige Quartalszahlen veröffentlicht wurden. Zu der Stabilisierung trug bei, dass sich die Lage am Markt für Edelmetalle und Kryptowährungen etwas beruhigt hatte.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann am Mittag 0,46 Prozent auf 5953,12 Zähler. Außerhalb der Eurozone stagnierte der britische Leitindex FTSE 100, während der Schweizer SMI um 0,42 Prozent auf 13.408,95 Punkte nachgab.

Autosektor schwach: Stellantis und andere Werte unter Druck

Schwächster Sektor waren die Autowerte. Nach Volvo Cars am Vortag erlitt mit Stellantis eine zweite Aktie des Sektors einen Einbruch. Zuletzt lag der Wert 23 Prozent im Minus und lotete damit neue Tiefs aus.

Der Fiat- und Chrysler-Mutterkonzern schrieb wegen der US-Elektroauto-Kehrtwende rote Zahlen und strich die Dividende. Die Wende führte zu Abschreibungen von fast 22 Milliarden Euro. Analysten von Jefferies sprachen von rekordhohen Belastungen im zweiten Halbjahr 2025. Auch andere Branchenwerte wie Renault und Volkswagen gaben merklich nach.

Bauaktien als Gewinner: Vinci übertrifft Erwartungen

Ganz anders der Bausektor. Hier beflügelten deutliche Gewinne von Vinci die Aktie. Der französische Infrastrukturkonzern hatte die Markterwartungen für 2025 übertroffen, besonders der freie Barmittelzufluss von sieben Milliarden Euro überraschte positiv. Die Aktie gewann 7,7 Prozent.

Societe Generale trotz guter Zahlen schwächer

Nicht ganz so gut fiel die Reaktion auf die Großbank Societe Generale aus. Obwohl das Unternehmen ein starkes Geschäftsjahr 2025 meldete und Dividende sowie Aktienrückkäufe ankündigte, lag die Aktie 4,5 Prozent im Minus. Der Kurs zeigte Bremsspuren nach einem starken Anstieg seit Anfang 2025.

UBS-Aktien unter Druck durch Analystenbewertungen

Auch Aktien der UBS schwächelten. Abstufungen mehrerer Analysten dämpften die Stimmung. So sah etwa Chris Hallam von Goldman Sachs nur noch begrenztes Potenzial für überdurchschnittliche Kursgewinne. Seit der Kaufempfehlung im März 2022 hatten sich die UBS-Aktien allerdings deutlich besser entwickelt als der Gesamtmarkt.

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