Jobabbau nach besseren Zahlen bei AMS Osram – AMS Osram-Aktie gefragt
Der deutsch-österreichische Lichtkonzern AMS Osram (ISIN: AT0000A18XM4) plant weltweit einen Stellenabbau. Mehrere hundert Arbeitsplätze sollen an Standorten in Deutschland wegfallen, teilte das Unternehmen mit. Insgesamt betrifft der AMS Osram-Stellenabbau rund 2.000 Stellen, etwa 1.000 in Europa und 1.000 in Asien – ein Teil dieser Maßnahmen war allerdings bereits bekannt. Gleichzeitig präsentierte AMS Osram am Morgen Zahlen, die einen deutlichen Aufwärtstrend zeigen: Der Verlust geht zurück. An der Börse wurde dies positiv aufgenommen: Die in der Schweiz notierte AMS Osram-Aktie gewann im frühen Handel 6,6 Prozent.
Der Schwerpunkt des AMS Osram-Stellenabbaus in Europa liegt auf Deutschland. Im Halbleitergeschäft in Regensburg soll eine niedrige bis mittlere dreistellige Zahl an Jobs gestrichen werden, wie AMS-Osram-Chef Aldo Kamper erklärte. Es gehe vor allem um etablierte Produkte, die auch von asiatischen Wettbewerbern angeboten würden. Die Fertigung wird daher aus Kostengründen nach Asien verlagert. Dadurch entsteht in Regensburg jedoch Raum für hochautomatisierte Produktionslinien, was langfristig den AMS Osram-Aktienkurs beeinflussen könnte.
Lampengeschäft bei AMS Osram schrumpft
Auch im Lampengeschäft werden weitere Stellen gestrichen. Betroffen sind vor allem die Standorte Herbrechtingen in Baden-Württemberg und Schwabmünchen bei Augsburg. Die Schließung in Schwabmünchen ist bereits seit einiger Zeit bekannt, AMS Osram berücksichtigt sie nun jedoch in den aktuellen Zahlen. Die IG Metall hatte den Abbau dort zuletzt mit 270 Jobs angegeben. Das Geschäft mit klassischen Halogenlampen für Autos schrumpft langsam, da die Produkte schrittweise durch LEDs ersetzt werden. Kamper betonte jedoch, dass dieser Bereich noch viele Jahre fortbestehen werde. Für Anleger bleibt die Entwicklung der AMS Osram-Aktie und der AMS Osram-Aktienkurs dabei im Fokus.
Rund 1.000 Jobs sollen zudem an den asiatischen Standorten wegfallen. AMS Osram beschäftigt weltweit derzeit gut 19.000 Mitarbeiter, davon 7.500 in Europa und 10.700 in Asien. Den AMS Osram-Stellenabbau bezeichnete Kamper als wichtigen, aber schmerzhaften Schritt zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Auswirkungen auf den AMS Osram-Aktienkurs werden am Markt aufmerksam verfolgt.
AMS Osram-Aktie: Hoffnungsschimmer trotz Einschnitten
Finanziell verbessert sich die Lage von AMS Osram, wie die vorgelegten Geschäftszahlen zeigen. Im vergangenen Jahr verzeichnete das Unternehmen nach Steuern 129 Millionen Euro Verlust – das entspricht nur noch einem Sechstel des Vorjahreswertes. Vor allem operativ lief es deutlich besser. Der Konzern leidet jedoch weiterhin unter hohen Schulden. Für einen Teil davon konnte AMS Osram vor wenigen Tagen durch den Verkauf eines Geschäftsteils an Infineon eine Lösung finden. Auch deshalb bleibt die AMS Osram-Aktie für Investoren interessant.
AMS Osram zeigt mit sinkenden Verlusten einen klaren finanziellen Aufwärtstrend, doch der angekündigte Stellenabbau verdeutlicht den anhaltenden Druck im Wettbewerb. Besonders Deutschland steht im Fokus der Einsparungen, während Produktionskapazitäten zunehmend nach Asien verlagert werden. Gleichzeitig schrumpft das traditionelle Lampengeschäft weiter, was den Umbau des Konzerns beschleunigt. Anleger honorieren kurzfristig die positiven Zahlen, weshalb die AMS Osram-Aktie zulegt. Langfristig bleibt jedoch entscheidend, ob die Restrukturierung die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken kann.


