BASF-Aktie: Warum der BASF-Aktienkurs zuletzt deutlich zulegen konnte
Der Auftakt in das neue Börsenjahr 2026 ist der BASF-Aktie geglückt. So konnten die Anteilscheine des DAX-Konzerns in den vergangenen Handelswochen deutlich zulegen. Damit steigen die Chancen, dass der in den letzten Jahren gebeutelte Chemietitel nun endlich zu einer nachhaltigen Gegenbewegung ansetzen wird. Auch der BASF-Aktienkurs spiegelt damit ein freundlicheres Sentiment am Markt wider.
Zumal sich das Marktumfeld nach mehreren schwierigen Jahren allmählich weiter aufhellt. So verharren etwa die Energiepreise auf einem moderaten Niveau. Der jüngste Anstieg der Gaspreise aufgrund der kalten Witterung und des kräftigen Abbaus der Gasreserven in Deutschland ebbte nun auch wieder ab, da in vielen Teilen Europas wieder höhere Temperaturen erwartet werden. Auch die gelegentlichen Verteuerungen der Ölpreise gerade im Zusammenhang mit Meldungen aus dem Iran sind meist nicht von langer Dauer.
Rückenwind für die BASF-Aktie aus Konjunktur und Energiepreisen
Zudem erhält der konjunkturabhängige Chemieriese nun womöglich endlich auch Rückenwind in Form einer robusteren Konjunkturentwicklung. So hellt sich die wirtschaftliche Lage in der Eurozone wieder auf. Der vom Analysehaus Sentix ermittelte Konjunkturindikator legte im Februar kräftig zu und stieg um sechs Punkte auf plus 4,2 Zähler. Dies ist der höchste Stand seit Juli 2025. Zudem übertraf der Wert die Erwartungen klar: Im Vorfeld wurde lediglich mit einem neutralen Niveau von 0,0 Punkten gerechnet.
Damit verbesserte sich der Sentix-Konjunkturindikator bereits den dritten Monat in Folge. Das Institut sieht darin ein positives Signal und spricht von einem weiteren Silberstreif am Horizont. Entsprechend optimistisch fiel auch die Einschätzung aus: "Eine Aufschwungphase dürfte damit begonnen haben."
BASF-Aktie gibt Gas: Aktienrückkaufprogramm erreicht weitere Etappe
Neben dem verbesserten Umfeld stützt auch das BASF-Aktienrückkaufprogramm die Aktie. BASF hat im Oktober 2025 ein ambitioniertes Aktienrückkaufprogramm gestartet, das Kapital an Aktionäre zurückführt und die Bilanz stärkt. Im Rahmen des Rückkaufprogramms will BASF von November 2025 bis Juni 2026 Aktien im Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro erwerben - zwei Jahre früher als ursprünglich vorgesehen. Dieser Schritt ist Teil des im September 2024 angekündigten Pakets von insgesamt 4 Milliarden Euro bis Ende 2028.
Am Dienstag gab es ein Update: Zwischen dem 2. Februar 2026 bis einschließlich 6. Februar 2026 wurden insgesamt 105.470 Aktien erworben. Dabei zahlte man einen volumengewichteten Durchschnittskurs zwischen 46,0112 Euro und 46,6345 Euro. Zum Vergleich: Auf XETRA wird die BASF-Aktie am Dienstag deutlich höher gehandelt und kostete zuletzt mit 50,44 Euro rund 3,66 Prozent mehr als noch zum Wochenstart.
JPMorgan belässt BASF-Aktie auf "Underweight"
Doch trotz dieser positiven Impulse bleibt die Skepsis mancher Analysten hoch. Die US-Bank JPMorgan hat die BASF-Einstufung auf "Underweight" belassen. Analyst Chetan Udeshi sieht kaum Aussichten auf eine Ergebniserholung und rät, BASF zu meiden.
Damit steht die BASF-Aktie weiter zwischen Aufbruchsstimmung durch Konjunkturhoffnung und Rückkäufe sowie kritischen Stimmen vom Kapitalmarkt. Ein konkretes BASF-Kursziel wurde in diesem Zusammenhang jedoch nicht genannt.


