DAX-Kurs stabil über 25.000 Punkten
Der DAX-Kurs hat am Dienstag einen zunächst schwachen Auftakt überwunden und sich knapp oberhalb von 25.000 Punkten behauptet. Am Vorabend war diese Marke spät mit Unterstützung der US-Börsen erreicht worden. Vor den am Mittwoch erwarteten US-Arbeitsmarktdaten bestimmten Zurückhaltung und Vorsicht das Marktgeschehen rund um den DAX-Kurs aktuell.
Zur Mittagszeit notierte der deutsche Leitindex nahezu unverändert bei 25.014 Punkten. Damit bleibt eine weitere Annäherung an das Rekordhoch von 25.507 Punkten möglich, was den DAX-Kurs weiterhin stützt. Während der MDAX mit 31.928 Zählern einen leichten Abschlag verzeichnete, sorgte der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx mit einem weiteren Rekord für Aufmerksamkeit.
Charttechnik im Fokus beim DAX-Kurs
Nach Einschätzung der Chartexperten der UBS müsste der DAX-Kurs die Rückkehr über die Tausenderschwelle bestätigen, indem zusätzlich die offene Kurslücke vom 19. Januar geschlossen wird. Damals hatte der zwischenzeitlich eskalierte Grönland-Streit mit US-Präsident Donald Trump die Anleger stark verunsichert. Um den Weg zum Januar-Rekord freizumachen, müsste der DAX-Kurs daher auf knapp 25.300 Punkte steigen.
Bereits am Nachmittag könnte ein neuer Impuls aus den USA folgen, wo Daten zu den Einzelhandelsumsätzen erwartet werden. Von zwei deutschen Unternehmen mit Zahlenvorlagen gingen unterdessen keine positiven Signale für den DAX aktuell aus: Teamviewer (ISIN: DE000A2YN900) sackten wegen eines vorsichtigen Ausblicks auf 2026 in Richtung Rekordtief ab. Zuletzt lagen die Titel des Wartungssoftware-Spezialisten mit 5,8 Prozent im Minus.
Einzeltitel beeinflussen DAX aktuell
Die Aktien von Tui (ISIN: DE000TUAG505) hatten zuvor ein Hoch seit 2023 erreicht. Mit einem Abschlag von 5,2 Prozent folgten jedoch Gewinnmitnahmen. Zwar konnte der operative Gewinn des Reisekonzerns im ersten Geschäftsquartal gesteigert werden, der Umsatz jedoch nicht. Auch die Aussagen zur Buchungsentwicklung für die wichtige Sommersaison seien enttäuschend ausgefallen, hieß es aus Händlerkreisen.
Darüber hinaus rückten erneut Analystenkommentare in den Mittelpunkt des Marktinteresses. Gestrichene Kaufempfehlungen gab es von der UBS für die beiden United-Internet-Töchter 1&1 (ISIN: DE0005545503) und Ionos (ISIN: DE000A3E00M1). Die Papiere verzeichneten Rückschläge von 4,4 beziehungsweise 7,5 Prozent und belasteten damit auch die Aktien des Mutterkonzerns im Umfeld des DAX-Kurs aktuell.
Zu den weiteren Verlierern zählten die Titel von Nordex (ISIN: DE000A0D6554), nachdem die Citigroup angesichts des jüngst erreichten Hochs seit 2002 ihr bisheriges Kaufvotum aufgegeben hatte. Vergleichbar reagierte die Berenberg Bank nach dem guten Lauf bei Eon (ISIN: DE000ENAG999), was die Titel des Energiekonzerns um 0,8 Prozent ins Minus drückte.
Positive Impulse abseits des DAX-Kurses
Optimistischer zeigte sich dagegen Goldman für mehrere zyklisch geprägte Chemiewerte. Neue Kaufempfehlungen hievten Evonik (ISIN: DE000EVNK013) und Symrise (ISIN: DE000SYM9999) um bis zu 6,3 Prozent nach oben. Analystin Georgina Fraser gab im Rahmen ihrer Branchenstudie zudem ihre bislang negative Haltung zu Lanxess (ISIN: DE0005470405) auf.
Ein "Buy" von Jefferies sorgte außerdem bei den Aktionären des Halbleiterausrüsters Aixtron (ISIN: DE000A0WMPJ6> für starke Kursgewinne. Ein Kurssprung von mehr als acht Prozent unterstrich die positive Reaktion. Die Aktien des Chipausrüsters seien ein bislang unterschätzter KI-Wert, dem eine Beschleunigung bevorstehe, so das Argument des Experten Om Bakhda.


