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Milliardendeal perfekt: Deutsche Börse übernimmt ISS Stoxx komplett

Die Deutsche Börse plant den nächsten milliardenschweren Schritt und greift nach der vollständigen Kontrolle über ISS Stoxx. Doch politischer Gegenwind aus den USA und große Übernahmepläne werfen Fragen auf: Wird der Deal wirklich reibungslos laufen?
12.02.2026 10:43
Lesezeit: 1 min

Milliardendeal: Deutsche Börse übernimmt ISS Stoxx komplett

Die Deutsche Börse (ISIN: DE0005810055) steuert auf den nächsten Milliardendeal zu und übernimmt den Daten- und Indexanbieter ISS Stoxx vollständig. Die 20 Prozent, die bislang nicht dem deutschen Börsenbetreiber und Finanzdatenanbieter gehören, sollen für 1,1 Milliarden Euro vom Finanzinvestor General Atlantic gekauft werden. Der Betrag soll in bar und über Kredite finanziert werden, teilte die Deutsche Börse mit. Ursprünglich hatte der DAX-Konzern einen Börsengang von ISS Stoxx vorgesehen, dieser wurde jedoch nicht umgesetzt und ist nun durch die Komplettübernahme vom Tisch. Der Ausstieg von General Atlantic soll bereits Ende März wirksam werden.

Trump macht Druck

ISS Stoxx erhielt zuletzt in den USA politischen Gegenwind: Das Unternehmen, das Indizes etwa für Fonds, Researchergebnisse sowie Nachhaltigkeitslösungen anbietet, geriet ins Visier von Präsident Donald Trump. Er lehnt Nachhaltigkeits- und Diversitätsregeln (ESG) ab.

Die Deutsche Börse, die am Vorabend Rekordergebnisse für 2025 gemeldet hatte, geht davon aus, dass sie nach der Transaktion von den Ratingagenturen weiterhin mit der guten Bonitätsnote "AA" bewertet wird. Das ist entscheidend, damit die Finanzierungskosten unter anderem für Übernahmen nicht zu stark steigen. Die Deutsche Börse verfolgt bei ihren mittelfristigen Zielen neben organischem Wachstum auch eine Strategie weiterer Zukäufe.

Nicht der erste große Deal

Mit dem Erwerb der restlichen Anteile von ISS Stoxx kündigt die Deutsche Börse den zweiten großen Deal innerhalb weniger Wochen an. Im Januar hatte der Konzern erklärt, die Fondsplattform Allfunds für etwas mehr als fünf Milliarden Euro kaufen zu wollen. Es wäre die größte Übernahme in der Geschichte des Unternehmens. Allerdings fehlen dafür noch Genehmigungen der Behörden.

Bis die Allfunds-Übernahme endgültig abgeschlossen ist, bleibt der Kauf des dänischen Softwareherstellers Simcorp im Jahr 2023 für rund 3,9 Milliarden Euro der größte Zukauf der Deutschen Börse. Die Software von Simcorp soll Anlageverwaltern und Finanzinstituten helfen, effizienter zu arbeiten.

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