Finanzen

Bayer-Aktie größter DAX-Gewinner: Milliarden-Vergleich könnte Rechtsrisiken entschärfen

Ein Milliarden-Vergleich könnte jahrelange Rechtsrisiken bei Bayer entschärfen und dem Bayer-Aktienkurs weiteren Auftrieb verleihen. Doch reicht der jüngste Bayer-Kurssprung aus, um nachhaltig Vertrauen bei der Bayer-Aktie zurückzugewinnen?
17.02.2026 18:17
Lesezeit: 2 min
Bayer-Aktie größter DAX-Gewinner: Milliarden-Vergleich könnte Rechtsrisiken entschärfen
Kurssprung bei der Bayer-Aktie: Ein Milliarden-Vergleich im Roundup-Streit befeuert die Rally des DAX-Wertes (Foto: dpa). Foto: Oliver Berg

Bayer-Aktie mit Kurssprung: Milliardenvergleich in US-Rechtsstreitigkeiten um Glyphosat

Die Bayer-Aktie reagierte mit einem deutlichen Bayer-Kurssprung, nachdem der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer (ISIN: DE000BAY0017) in den USA einen milliardenschweren Sammelvergleich zur Beilegung aktueller und künftiger Klagen um den angeblich krebserregenden Unkrautvernichter Roundup geschlossen hat. Der Bayer-Aktienkurs stand damit im Fokus der Anleger, denn die Zahlungen für den Sammelvergleich belaufen sich auf höchstens 7,25 Milliarden US-Dollar über bis zu 21 Jahre, wie der Dax -Konzern am Dienstag mitteilte. Der Sammelvergleich müsse vom Gericht in St. Louis (Bundesstaat Missouri) genehmigt werden, erklärten die Leverkusener. Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten des Konzerns für Rechtsstreitigkeiten insgesamt dürften von 7,8 auf 11,8 Milliarden Euro steigen. Für den Bayer-Aktienkurs und den Bayer-Vergleich hatte zuvor auch die Nachrichtenagentur Bloomberg über bevorstehende Vergleiche berichtet.

Zusätzlich habe die Tochtergesellschaft Monsanto weitere vertrauliche Vergleiche abgeschlossen, um zusätzliche Glyphosat-Fälle beizulegen, teilte der Konzern mit. Laut Bloomberg gehe es bei dem Bayer-Vergleich insgesamt um eine Summe von 10,5 Milliarden Dollar für Glyphosat-Vergleiche. Der Bayer-Kurssprung und die Entwicklung der Bayer-Aktie stehen damit in engem Zusammenhang mit den rechtlichen Risiken. Darüber hinaus hat sich Monsanto Anfang dieses Jahres den Angaben zufolge auch zu acht verbliebenen PCB-Urteilen am Sky Valley Education Center im US-Bundesstaat Washington verglichen. Die Bedingungen hierzu seien ebenfalls vertraulich.

Überprüfung durch Supreme Court als Hoffnungsträger für die Bayer-Aktie

Die Vergleichsvereinbarungen zu Glyphosat folgten auf die Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofes, den Fall "Durnell" zur Überprüfung anzunehmen. Nach Unternehmensangaben habe die Erwartung, dass das Oberste Gericht die Frage des Vorrangs von Bundesrecht bei Klagen wegen angeblich fehlender Warnhinweise prüfen könnte, die Vergleichsverhandlungen erst ermöglicht. Für die Bayer-Aktie und den Bayer-Aktienkurs gilt die Überprüfung als wichtiger Faktor im Bayer-Vergleich.

Bayer erhofft sich zusätzlichen Rückenwind für die Bayer-Aktie durch die Überprüfung durch den US Supreme Court. Der Fall beim Supreme Court bleibe von der Vergleichsvereinbarung unberührt und sei nach Unternehmensangaben entscheidend, um erhebliche Schadenersatzurteile aufzuheben, gegen die noch Rechtsmittel anhängig sind und die nicht durch den Sammelvergleich abgedeckt sind. Damit bleibt der weitere Verlauf für den Bayer-Aktienkurs trotz Bayer-Kurssprung von zentraler Bedeutung.

Bayer-Aktie zwischen Entlastung und Unsicherheit

Der Milliardenvergleich markiert einen wichtigen Schritt für Bayer im Glyphosat-Streit und sorgt kurzfristig für einen Bayer-Kurssprung. Für die Bayer-Aktie bedeutet die Einigung eine gewisse Entlastung, doch die Risiken sind nicht vollständig vom Tisch. Weitere vertrauliche Vergleiche sowie die Entscheidung des Supreme Court bleiben zentrale Faktoren für den Bayer-Aktienkurs. Anleger dürften genau beobachten, ob Bayer durch den Bayer-Vergleich langfristig Rechtssicherheit gewinnt oder ob neue Schadenersatzforderungen folgen. Damit bleibt die Bayer-Aktie trotz aktueller Erholung weiterhin ein Wert mit Unsicherheiten.

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