Wirtschaft

Deutschland setzt wieder auf China: Handelsvolumen lässt die USA hinter sich

China ist erneut Deutschlands bedeutendster Handelspartner. Wie das Statistisches Bundesamt mitteilt, erreichte das Handelsvolumen mit der Volksrepublik 2025 rund 251,8 Milliarden Euro – ein Plus von 2,1 Prozent. Damit zog die Volksrepublik China wieder an den Vereinigte Staaten vorbei, die im Vorjahr noch auf Rang eins gelegen hatten.
20.02.2026 10:10
Aktualisiert: 20.02.2026 10:10
Lesezeit: 1 min

Dem deutschen Handel mit den USA machte im vergangenen Jahr zwar der Zollstreit unter Präsident Donald Trump zu schaffen. Trotz eines Rückgangs um 5 Prozent waren die Vereinigten Staaten mit einem Außenhandelsumsatz von 240,5 Milliarden Euro Deutschlands zweitwichtigster Handelspartner.

USA wichtigster Markt für Deutschlands Exporteure

Höhere Zölle und die aggressive Handelspolitik von Trump änderten auch nichts daran, dass die USA 2025 wie in den zehn Jahren zuvor wichtigster Einzelmarkt für Waren "Made in Germany" waren. Deutsche Firmen verkauften Waren im Wert von 146,2 Milliarden Euro in die USA und damit 9,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Erhebliche Einbußen (-17,8 Prozent) gab es bei Autos und dazugehörigen Teilen. Auf Rang zwei der wichtigsten deutschen Exportziele lag Frankreich, gefolgt von den Niederlanden. China liegt in dieser Rangliste nur auf Rang sechs.

China dominiert die Importe

Bei den Einfuhren nach Deutschland dominieren seit 2015 chinesische Produkte: Auch im vergangenen Jahr war China mit Importen im Volumen von 170,6 Milliarden Euro (+8,8 Prozent) das mit Abstand wichtigste Lieferland für Deutschland - vor den Niederlanden und den USA. Auch hier wirkt sich der Zollstreit aus: Nach Einschätzung von Ökonomen leitet China wegen der US-Zölle Waren nach Europa um und damit auch auf den deutschen Markt. US-Erzeuger profitieren hingegen vom leichteren Zugang zum EU-Markt und steigern ihre Ausfuhren nach Deutschland um 2,7 Prozent.

Insgesamt gingen 2025 nach jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamts Waren aus deutscher Produktion im Wert von 1.569,6 Milliarden Euro in alle Welt - vor allem Autos, Maschinen und chemische Erzeugnisse. Dank eines starken Dezembers legten die Exporte erstmals seit zwei Jahren wieder um 1,0 Prozent zu - und das trotz des Zollstreits mit den USA. Die Importe nach Deutschland wuchsen im Jahresvergleich um 4,4 Prozent auf 1.366,9 Milliarden Euro.

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