Politik

Banaszak zu Heizungsgesetz: Nur bei Gaswerken knallen Sektkorken

Das Heizungsgesetz soll reformiert werden. Dabei gehe es nicht um Mieter, Hausbesitzer oder das Handwerk, kritisiert der Grünen-Chef. Er sieht eine "Obsession" bei Jens Spahn und Katherina Reiche.
25.02.2026 08:44
Lesezeit: 1 min

Banaszak zu Heizungsgesetz: Nur bei Gaswerken knallen Sektkorken

Grünen-Chef Felix Banaszak hat die geplante Reform des Heizungsgesetzes scharf kritisiert. Es gehe Unionsfraktionschef Jens Spahn und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU) dabei nur um ihr «obsessives Verhältnis» zum früheren Grünen-Wirtschaftsminister Robert Habeck, sagte Banaszak in der RTL/ntv-Sendung «Frühstart»: «Es geht Ihnen nicht um die Mieter. Es geht nicht um die Häuslebesitzer. Es geht nicht um eine Zukunftsbranche, die gerade Anlauf genommen hat und jetzt wieder nicht weiß, wo sie steht. Es geht Ihnen nicht um das Handwerk.»

Die einzigen, bei denen nun die Sektkorken knallten, seien die Gaswerke, sagte Banaszak. Viele Menschen, die die Wärmepumpe bereits eingebaut hätten, würden jetzt erkennen: «Ich spare damit Geld. Und jetzt wird Ihnen wieder eine Geschichte erzählt von vermeintlichem Grüngas. Grüngas, das sind sozusagen die E-Fuels der Gaswirtschaft, die sind teuer. Ob es die in ausreichender Verfügbarkeit gibt, ist vollkommen offen.» Es gebe kein Wort mehr zum Klimaschutz oder zur Bezahlbarkeit. In fünf Jahren werde das Ergebnis auf der Gasrechnung erscheinen, sagte der Grünen-Politiker.

Öl- und Gasheizungen sollen weiter eingebaut werden dürfen

Immobilienbesitzer sollen nach dem Willen der schwarz-roten Koalition weiter Öl- und Gasheizungen in ihre Wohnhäuser einbauen dürfen. Darauf haben sich Union und SPD bei ihren Verhandlungen über eine Reform des von der Ampel-Regierung eingeführten Heizungsgesetzes am Dienstag geeinigt. «Der Heizungskeller wird damit wieder zur Privatsache. Die Bürger haben wieder die Freiheit, selbst zu entscheiden, wie sie heizen», hatte Unionsfraktionschef Spahn in Berlin gesagt.

Es gehe nicht um Freiheit, sagte nun Banaszak im Fernsehen. Die Frage sei: «Erzählt man den Leuten die Wahrheit oder erzählt man ihnen einen vom Pferd? Und Jens Spahn und Katherina Reich haben sich entschieden, wir erzählen den Leuten lieber einen vom Pferd.»

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