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Eon-Aktie: Energiekonzern plant Milliarden-Offensive - Investitionen in Netzausbau

Der Energiekonzern Eon legt solide Jahreszahlen vor und plant eine massive Investitionsoffensive von 48 Milliarden Euro bis 2030, um das operative Ergebnis deutlich zu steigern.
25.02.2026 09:16
Aktualisiert: 25.02.2026 09:16
Lesezeit: 2 min

Eon plant bis 2030 Investitionen von 48 Milliarden Euro

Der Energiekonzern Eon will bis zum Ende des Jahrzehnts Milliarden in den Ausbau der Energieinfrastruktur stecken. 2026 bis 2030 seien Investitionen von 48 Milliarden Euro geplant, teilte Eon am Mittwoch in Essen bei der Vorlage seines Geschäftsberichts mit. Der Schwerpunkt liege dabei unverändert im Ausbau, der Modernisierung und Digitalisierung des Verteilnetzes: 40 Milliarden nimmt Eon allein für den Netzausbau in die Hand. Die Aktie gab vorbörslich nach, Händler sprachen von Gewinnmitnahmen.

Vor allem das Strom-Verteilnetz spielt eine wichtige Rolle beim Energie-Umbau Deutschlands hin zur Klimaneutralität. So speisen etwa fast alle Wind- und Solaranlagen ihren Strom in das Verteilnetz ein. Um das erklärte Ziel einer emissionsfreien Stromerzeugung in Deutschland 2035 zu erreichen, braucht es deshalb hohe Investitionen, etwa in Neuanschlüsse und die Modernisierung.

Eon ist Deutschlands größter Stromversorger und -netzbetreiber. Dem Unternehmen gehört rund ein Drittel dieses Netzes, das alle Spannungsebenen unterhalb des Übertragungsnetzes umfasst. Eon ist auch Deutschlands größter Versorger mit rund zwölf Millionen Strom- und zwei Millionen Gaskunden.

Die Milliardeninvestitionen dürften den Dax-Konzern so denn auch Ergebnisseitig anschieben: Bis 2030 erwarten die Essener einen bereinigten operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 13 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss soll bei 3,8 Milliarden Euro landen.

Nach Einschätzung von JPMorgan-Analyst Pavan Mahbubani könnte die Reaktion auf die für 2030 gesteckten Ziele enttäuschend ausfallen. Die geplanten Investitionen entsprächen seinem Negativszenario, schrieb er. Sie deuteten auf eine begrenzte Beschleunigung der Investitionen nach 2028 hin, da Eon auf mehr Klarheit über die nächste Regulierungsperiode für deutsche Stromnetze warte. Bislang hatte das Management um Chef Leonhard Birnbaum für 2024 bis 2028 geplant, 43 Milliarden Euro zu investieren.

Eon ist vor allem im Netzgeschäft stark an die von der Bundesnetzagentur vorgegeben Bedingungen gebunden. Und wie diese ab 2029 für das Strom-Geschäft aussehen sollen, ist in einigen Aspekte noch offen.

Für das laufende Jahr strebt Eon einen bereinigten operativen Gewinn von 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro an, womit er im schlechtesten Fall stabil bliebe. Gleiches gilt für den bereinigten Konzernüberschuss, der bei 2,7 bis 2,9 Milliarden Euro liegen soll. Für die Prognose 2026 hat Eon die Vergleichswerte aus 2025 angepasst: So sind die operativen Ergebnisse nun um temporäre regulatorische Effekte im Netzgeschäft angeglichen.

Auf Basis der alten Bereinigung stieg der operative Gewinn im Vergleich zu 2024 um 9 Prozent auf 9,85 Milliarden Euro. Über drei Viertel davon entfielen auf das regulierte Geschäft. Der bereinigte Konzernüberschuss verbesserte sich 2025 um 6 Prozent auf 3,02 Milliarden Euro. "Unsere guten finanziellen Ergebnisse sind die Voraussetzung für diese Investitionen", sagte Finanzchefin Nadia Jakobi laut Mitteilung. 2026 sind Investitionen von 8,7 Milliarden Euro geplant, nach getätigten 8,5 Milliarden Euro in 2025.

Unterm Strich sank der Gewinn vergangenes Jahr um über 60 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, was aber auf nicht-operative Ergebniseffekte etwa aus Derivaten zurückzuführen ist. Aktionäre sollen für 2025 eine Dividende von 0,57 Euro je Aktie bekommen und damit 2 Cent mehr als für 2024.

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