Politik

Luftverkehrsteuer: Ticketsteuer für Flüge soll ab Juli sinken

Der Iran-Krieg treibt die Flugpreise kräftig. Jetzt will die Bundesregierung ein Versprechen aus ihrem Koalitionsvertrag einlösen. Doch ob eine Senkung der Luftverkehrssteuer das Fliegen auch für Passagiere billiger macht, hängt von den Airlines ab.
02.04.2026 13:03
Lesezeit: 1 min

Ticketsteuer für Flüge soll zur Jahresmitte sinken

Für Flüge aus Deutschland soll ab Juli eine niedrigere Ticketsteuer gelten. Das beschloss das Kabinett in Berlin. Die Luftverkehrsteuer wird so stark gesenkt, dass die Einnahmen auf das Niveau von 2024 zurückfallen. CDU, CSU und SPD lösen damit ein Versprechen aus ihrem Koalitionsvertrag ein. Als nächstes berät der Bundestag darüber.

Ob Flugtickets für Reisende deshalb billiger werden, ist offen. Das Finanzministerium betonte, ihm sei dies wichtig - doch zwingen kann die Regierung die Airlines nicht. Sie steuern über ihre Computer komplexe Preissysteme mit zahlreichen Variablen, etwa nach Tag, Uhrzeit oder Auslastung. Da sind staatliche Abgaben ein Faktor unter vielen. Aktuell treibt der durch den Irankrieg gestiegene Ölpreis die Kosten massiv.

Senkung kostet Millionen

Die Höhe der Ticketsteuer hängt grob von der Entfernung des Ziels zu Frankfurt am Main ab, dem größten deutschen Verkehrsflughafen. Es gibt drei Kategorien. Für Inlandsflüge und Strecken bis 2.500 Kilometer sollen künftig statt 15,53 Euro noch 13,03 Euro Luftverkehrsteuer anfallen. Bei Mittelstrecken von 2.500 bis 6.000 Kilometern ist eine Reduzierung von 39,34 Euro auf 33,01 Euro vorgesehen, bei Langstreckenflügen von über 6.000 Kilometern fallen künftig 59,43 Euro an (statt 70,83 Euro).

Den Bund kostet die Steuersenkung laut Entwurf in diesem Jahr rund 185 Millionen Euro - bis 2030 dürften die Kosten demnach bis auf 355 Millionen wachsen. Zur Gegenfinanzierung ist vorgesehen, ab 2027 im Etat des Verkehrsministeriums an anderen Stellen zu sparen.

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