Politik

Österreich: FPÖ zieht rechtsextremen EU-Spitzenkandidaten zurück

Lesezeit: 1 min
08.04.2014 18:09
Erst nach langem Zögern hat sich die FPÖ nun dazu entschieden, ihren Spitzenkandidaten Mölzer fallenzulassen. Er hatte die EU mit dem Dritten Reich verglichen und sie als „Negerkonglomerat“ bezeichnet. Mölzer überlegt nun, mit einer eigenen Liste anzutreten.
Österreich: FPÖ zieht rechtsextremen EU-Spitzenkandidaten zurück

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Nach langem Zögern hat sich die FPÖ-Parteispitze von EU-Mandatar Andreas Mölzer als Spitzenkandidat für die EU-Wahl verabschiedet. Er sei als Kandidat nicht mehr tragbar.

In einer Aussprache mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache habe er „nachdrücklich festgehalten, dass Aussagen wie die von Andreas Mölzer getätigten keinesfalls tragbar und daher auch mit der Kandidatur zu einer so wichtigen Position unvereinbar seien“, so der FPÖ-Generalsekretär zum österreichischen Standard.

Mölzer erklärt per Aussendung: „Nicht der anhaltende Druck der gesamten politisch korrekten Medienlandschaft des Landes und die geheuchelte Empörung des politischen Establishments der Republik, auch nicht die von der ultralinken Jagdgesellschaft organisierte Hetze zwecks strafrechtlicher Verfolgung meiner Person veranlassen mich dazu. Es ist der offensichtliche Vertrauensverlust in meiner Partei, der mich dazu bewegt.“

Der FPÖ-Mann hatte zuvor die EU mit dem Dritten Reich verglichen und sie als „Negerkonglomerat“ bezeichnet. Er überlege nun, mit einer eigenen Liste anzutreten.

Für die anderen Parteien kommt der Rückzug viel zu spät. Für Vizekanzler Michael Spindelegger sei die FPÖ „wochenlang eine klare Stellungnahme zu Mölzers Verfehlungen schuldig geblieben und hat es verabsäumt, sich umgehend zu distanzieren“.

Die ursprüngliche Entscheidung von FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache für Mölzer habe bereits „unserem Land schweren Schaden zugefügt“. Zudem bleibe die FPÖ eine „extrem rechte Partei, die sich mit der Abgrenzung zum NS-Terrorregime und zu Rassismus schwertut“, kritisiert die SPÖ den Rückzug.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Finanzen
Finanzen Wann werden die Zentralbanken endlich abgeschafft?

All die vielen monetären Anstrengungen der letzten Jahrzehnte waren anscheinend umsonst. Die Zentralbanken verfehlen ständig ihre Ziele...

DWN
Politik
Politik Strenge der Corona-Maßnahmen korreliert nicht mit den Todeszahlen

Wenn man die Corona-Daten der 50 US-Bundesstaaten vergleicht, so steht man vor einem Rätsel. Denn zwischen Maskenpflicht und Lockdowns auf...

DWN
Politik
Politik Der „Great Reset“ ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine Realität

Der „Great Reset“ wird in der Öffentlichkeit als Verschwörungstheorie abgetan. Doch das stimmt nicht. Es handelt sich dabei um eine...

DWN
Finanzen
Finanzen Alzheimer: So bewahren Sie Freiheit, Finanzen und Lebensqualität trotz Diagnose

Betroffene und Angehörige reagieren zuerst geschockt auf die Diagnose von Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen. Doch gerade in diesen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Merkel lehnt Freigabe von Impfstoff-Patenten durch Pharmakonzerne ab

Kanzlerin Angela Merkel hat den Vorstoß von US-Präsident Joe Biden für eine befristete Aussetzung des Patentschutzes für...

DWN
Deutschland
Deutschland Banken und Sparkassen vereinheitlichen ihre Online-Bezahlverfahren

Kunden deutscher Banken sollen es beim Shoppen im Internet künftig einfacher haben. Die heimische Kreditwirtschaft verzahnt ihre...

DWN
Deutschland
Deutschland Nationale Maritime Konferenz: Der deutsche Schiffbau steckt in einer Jahrhundert-Krise

Der Schiffbau steckt in der Krise. Die Corona-Pandemie hat die Werften schwer getroffen. Aber es gibt noch ein anderes Problem, für das...

DWN
Politik
Politik Corona-Regeln für Geimpfte fallen teilweise: Evangelische Kirche ermutigt Ungeimpfte, sich mit den Geimpften „zu freuen“

Ab diesem Sonntag gelten bestimmte Einschränkungen für Geimpfte und Genesene nicht mehr. In diesem Artikel finden Sie die neuen...