Unternehmen

Deutsche müssen mehr Steuern zahlen als andere Staaten

Lesezeit: 1 min
11.04.2014 15:14
Deutschland liegt bei Steuern und Abgaben unter den 34 OECD-Ländern im Spitzenfeld. Der deutsche Staat kassiert von einem unverheirateten Angestellten ohne Kind fast die Hälfte des Einkommens.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Anteil von Steuern und Abgaben an den gesamten Arbeitskosten ist in Deutschland auch 2013 etwas gesunken. Ein unverheirateter Angestellter ohne Kind und mit durchschnittlichem Verdienst wurde mit 49,3 Prozent belastet, nach 49,6 Prozent 2012 und rund 52,9 Prozent im Jahr 2000, wie aus einer am Freitag vorgelegten OECD-Studie „Taxing Wages – 2014“ hervorgeht.

Eine Rolle dürfte gespielt haben, dass der Beitrag zur Rentenversicherung Anfang 2013 zurückging. Die Belastung ist in Deutschland aber immer noch vergleichsweise hoch. Unter den 34 OECD-Ländern ist sie nur in Belgien höher.

Insgesamt erhöhte sich die Steuer- und Abgabenlast in 21 OECD-Staaten, am stärksten in Portugal, der Slowakei und den USA. Fachleute sprechen vom sogenannten Steuerkeil. Dieser beträgt im OECD-Schnitt für einen unverheirateten Angestellten ohne Kind 35,9 Prozent (+0,2 Prozentpunkte). „Damit setzt sich ein 2011 begonnener Trend fort“, erklärte die OECD. Bis 2010 hingegen war Belastung in der Regel gesunken.

Die Steuer- und Sozialabgabenlast auf die Arbeitskosten berechnet sich laut OECD vor allem aus der Einkommensteuer sowie den Sozialversicherungsbeiträgen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber, abzüglich etwa des Kindergeldes.

 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Technologie
Technologie DWN Aktuell - Sicherheit zehntausender deutscher Unternehmen von globalem Hackerangriff bedroht

Als Microsoft vergangene Woche vier Sicherheitslücken bekanntgab, war von gezielten Attacken die Rede. Inzwischen entwickelt sich daraus...

DWN
Finanzen
Finanzen Dax rappelt sich nach Freitags-Klatsche - Continental der Unruhestifter

Ende der vergangenen Woche waren die Börsen noch sehr schwach gewesen, weil die Autowerte eingebrochen waren. Doch sieht heute Morgen...

DWN
Finanzen
Finanzen Börsen-Ticker: Angriff auf saudischer Anlage treibt Ölpreise

Die Preise für Rohöl steigen auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr. Lesen Sie alle weiteren Meldungen von den Finanz- und...

DWN
Deutschland
Deutschland IWF und Bundesregierung planen die Enteignung des deutschen Mittelstands

DWN-Kolumnist Ernst Wolff fordert den Mittelstand auf, sich zu wehren - weil seine Existenz gefährdet ist.

DWN
Politik
Politik „Fußballfest auf den Gräbern tausender Arbeitsmigranten“: Fan-Bündnis fordert DFB zum Boykott der WM in Katar auf

In Katar werden ausländische Arbeiter auf den Baustellen zur Fußball-WM verheizt. Nun wird der Druck auf den DFB erhöht - für den...

DWN
Politik
Politik Bill Gates warnt vor Bio-Terrorismus mit Viren und Klimawandel

Der US-Milliardär prognostiziert, dass künftig Personen Viren gezielt entwickeln könnten, um sie freizusetzen. Er warnt offen vor...

DWN
Politik
Politik Bundesregierung will Fregatte in Krisengebiet schicken: Supermacht sendet Warnung

Einem Schiff der deutschen Marine steht eine heikle Mission bevor.

DWN
Deutschland
Deutschland Pommes, Chips und Schokolade: Kinder ernähren sich während Lockdown ungesünder

Der Lockdown führt dazu, dass sich Kinder massiv ungesund ernähren. Ein Ernährungsmediziner warnt vor krankhaftem Übergewicht mit...