Politik

Polen: Tusk will wegen Ukraine den Euro einführen

Lesezeit: 1 min
15.04.2014 00:06
Der polnische Premier Tusk befürwortet aus Gründen der „nationalen Sicherheit“ den Euro-Beitritt seines Landes. Bereits zuvor hatte sich der Zentralbankchef aufgrund der Krim-Krise für einen beschleunigten Beitritt ausgesprochen.

Mehr zum Thema:  
Europa >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Europa  

Nach der polnischen Zentralbank hat sich auch Ministerpräsident Donald Tusk für einen Euro-Beitritt aus Gründen der nationalen Sicherheit ausgesprochen. „Der Beitritt zur Euro-Zone wäre strategisch gesehen eine weitere Möglichkeit, Polen in der Gruppe der wichtigsten westlichen Staaten zu verankern und unsere Sicherheit zu verbessern“, sagte Tusk in einem Interview der Website Polityka.pl.

Es war das erste Mal, dass Tusk die Gemeinschaftswährung in einen geopolitischen Zusammenhang stellte. Zentralbankchef Marek Belka hatte nach dem Ausbruch der Krim-Krise einen beschleunigten Beitritt ins Gespräch gebracht.

Allerdings schränkte Tusk ein, dass die Gemeinschaftswährung wohl erst in einigen Jahren in Polen Einzug halten werde. „Machen wir uns nichts vor“, sagte er. Die Finanzkrise habe zu einer stärkeren Integration der Euro-Zone geführt. „Aus politischen und wirtschaftlichen Gründen wird ihr Polen in den kommenden Jahren nicht beitreten.“ Für eine Verfassungsänderung gebe es gegenwärtig keine Mehrheit, sagte Tusk. In der polnischen Verfassung ist festgelegt, dass nur die Zentralbank Geld in Umlauf bringen darf.


Mehr zum Thema:  
Europa >

DWN
Politik
Politik Reich und Arm: Die Unterschiede werden größer in Deutschland
30.05.2024

Erst die Corona-Pandemie, dann der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Beides nicht nur unerfreulich an sich, sondern auch zwei weitere...

DWN
Politik
Politik Folgen von Corona: So groß ist die Einsamkeit in Deutschland
30.05.2024

Das Gefühl von Einsamkeit war seit den 90er Jahren zurückgegangen - dann kam Corona und warf viele Menschen zurück. Unter anderem das...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Deutschland und Frankreich fordern EU-Reformen für Wirtschaftswachstum
30.05.2024

Europa steht vor der Herausforderung, das Wirtschaftswachstum zu steigern. Deutschland sowie Frankreich setzen sich dafür ein. In einer...

DWN
Politik
Politik Fataler Effekt: Sauberer werdende Luft führt zu verstärkter Erwärmung
30.05.2024

Ein großer Schritt zu weniger Luftverschmutzung könnte einen fatalen Nebeneffekt haben: Mit einer neuen Verordnung für den...

DWN
Immobilien
Immobilien Transparente Mietpreise: Berlin hat wieder einen qualifizierten Mietspiegel
30.05.2024

Stadtentwicklungssenator Gaebler hat den neuen Berliner Mietspiegel vorgestellt. Demnach sind die Bestandsmieten in der Hauptstadt im...

DWN
Politik
Politik DWN-SERIE zur Europawahl (Teil 3): Das Wahlprogramm der AfD für die EU
30.05.2024

Am Sonntag, dem 9. Juni, findet in Deutschland die Abstimmung zur Europa-Wahl statt. Erstmals werden auch 16-Jährige über die...

DWN
Politik
Politik SPD-Linke warnen Lindner vor Kürzungen bei Entwicklungspolitik
30.05.2024

Ringen um den Bundeshaushalt 2025: Linke SPD-Abgeordnete schießen scharf gegen Finanzminister Christian Lindner und fordern "es dürfen...

DWN
Politik
Politik Unions-Justizminister fordern Nachbesserungen beim Cannabis-Gesetz
30.05.2024

Die Justizminister von CDU und CSU kritisieren, dass Gerichte immer wieder Cannabis-Schmuggler freisprechen. Aus ihrer Sicht liegt das an...