Finanzen

Finanznot im Bankensystem: Moody’s stuft Slowenien herab

Lesezeit: 1 min
03.08.2012 07:46
Die Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit Sloweniens um drei Stufen gesenkt – Ausblick negativ. Grund für die Herabstufung sei der angeschlagene Bankensektor und die zunehmende Gefahr, dass Slowenien Hilfe von außen benötigen werde.
Finanznot im Bankensystem: Moody’s stuft Slowenien herab

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Probleme um Sloweniens Bankensektor wurden in den vergangenen Wochen immer größer. Nach einer ersten Geldspritze von 380 Millionen Euro benötigte die Nova Ljubljanska Banka (NLB) erneut finanzielle Hilfe vom Staat. Doch die Nova Ljubljanska Banka (NLB) ist nicht das einzige Geldinstitut mit Problemen. Die faulen Kredite in den Banken belaufen sich mittlerweile auf rund 18 Prozent, was einem Wert von 6 Milliarden Euro entspricht (mehr hier).

Am Donnerstagabend hat nun die Ratingagentur Moody’s die Kreditwürdigkeit Sloweniens um drei Stufen von A2 auf Baa2 gesenkt und den Ausblick für das Land auf negativ gesetzt. Grund für die schlechte Bonität sei, dass die Banken des Landes mehr frisches Geld benötigen. Darüber hinaus erhöhe die Zuspitzung der Schuldenkrise aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass Slowenien bald Hilfe von außen anfordern müsse. Spekulationen über einen möglichen Bailout gab es bereits mehrfach (hier).

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Riskante Wette: US-Pensionsfonds setzen verstärkt auf Hebelwirkung

Die staatlichen Pensionsfonds in den USA investieren massiv mit geliehenem Geld. Dies soll die Renditen steigern und die großen...

DWN
Deutschland
Deutschland In eigener Sache

Die Geschäfsführung der DWN über die Neubesetzung der Chefredaktion.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Historisches Handelsdefizit: „Rohstoff-Zeitalter“ bedroht Deutschlands Wohlstand

Der „Exportweltmeister“ Deutschland erzielt ein historisches Defizit - ein Fingerzeig, wohin die Reise im nun angebrochenen...

DWN
Politik
Politik Angriffsdrohungen und ein mysteriöser Brief: Lukaschenko und der Krieg

Der weißrussische Machthaber gilt zwar als Unterstützer Putins, hielt sich bislang aber aus dem Ukraine-Krieg raus. Dann kamen die...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie eine Familienstiftung vor staatlicher Enteignung schützt

Parteien und Gewerkschafter fordern immer wieder eine Vermögensabgabe. Wer sich davor schützen möchte, dem raten Experten zu einer...

DWN
Finanzen
Finanzen Zinswende gefährdet Unternehmensschulden: Die Risiken lauern im Verborgenen

Die Zinsen steigen und die Wirtschaft kühlt sich ab. Können die US-Unternehmen ihre massiven Schuldenberge dennoch abtragen oder droht...

DWN
Deutschland
Deutschland EU-Kommissar fordert Laufzeitverlängerung für deutsche AKW - und warnt Berlin

Ein hochrangiger EU-Kommissar fordert eine Laufzeitverlängerung der letzten aktiven Kernkraftwerke in Deutschland.