Politik

Zypern warnt vor Sanktionen gegen Russland

Lesezeit: 1 min
15.05.2014 10:40
Wirtschafts-Sanktionen gegen Russland gefährden das Rettungs-Programm der Troika, sagt Zyperns Präsident Nikos Anastasiadis. Russische Unternehmen sind stark in dem Land engagiert. Zudem hat Russland Zypern hohe Kredite gegeben.
Zypern warnt vor Sanktionen gegen Russland

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Zypern hat davor gewarnt, dass Wirtschaftssanktionen gegen Russland das Rettungsprogramm für das Euro-Land gefährden könnten.

„Wenn Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt würden, hätte das äußerst negative Auswirkungen auf unser Anpassungsprogramm, das wir mit der Troika vereinbart haben“, sagte Zyperns Präsident Nikos Anastasiadis dem Handelsblatt. „Es würde all die Fortschritte gefährden, die wir seit einem Jahr mühsam erreicht haben.“

Die EU erwägt im Zuge der Ukraine-Krise schärfere Sanktionen gegen Russland. Dessen Unternehmen haben aus Steuergründen Milliardensummen nach Zypern transferiert. Zudem hat Russland Zypern hohe Kredite gegeben.

Anastasiadis forderte, die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten sollten bei Entscheidungen über Strafmaßnahmen den Schaden berücksichtigen, „den sowohl die EU selbst als auch die Wirtschaft unserer Länder aufgrund solcher Sanktionen erleiden würden“.

Neben Risiken gebe es aber auch Chancen für Zypern, sagte der Präsident. „Wir verfügen über Ressourcen, welche die EU unabhängiger von russischen Gaslieferungen machen“, sagte Anastasiadis. Vor Zyperns Küste sind Gasvorkommen entdeckt worden. Sein Land werde innerhalb Europas ein wichtiger Energielieferant, sagte er.

Generell sieht Anastasiadis Zypern auf dem Weg der Besserung. Ein Beleg sei, dass sich das Land kürzlich Geld bei Investoren leihen konnte. „Es wird weitere Emissionen geben“, kündigte er an. „Wir wollen das auf monatlicher Basis wiederholen.“

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Die Stärke des Rubels ist nur eine Inszenierung: Verscherzt Putin es sich mit dem russischen Volk?

Russland macht die Welt glauben, dass niemand dem Rubel etwas anhaben kann. Doch in Wahrheit hält die russische Zentralbank den Kurs...

DWN
Deutschland
Deutschland Der Fachkräftemangel wird sich auf Jahre weiter verschärfen

Schon jetzt fehlen der deutschen Wirtschaft Fachkräfte an allen Ecken und Enden. Und der Engpass wird sich in den kommenden Jahren noch...

DWN
Politik
Politik Ukrainisches Militär räumt Rückschlag in wichtiger Stadt Lyman ein

Das ukrainische Militär hat einen Rückschlag im Kampf um die strategisch wichtige Stadt Lyman im Donbass eingeräumt.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Finanzen
Finanzen Ackerland statt Aktien?

Auch Wein, Gemälde oder Devisen können Gewinne abwerfen. Im brandneuen DWN-Magazin "Alternative Investments: Ausweg aus dem Nullzins"...

DWN
Deutschland
Deutschland Wegen hoher Inflation: Bürger verzichten auf teuren Spargel

Spargel gilt als Edelgemüse. Daher halten sich die Bürger vor dem Hintergrund hoher Inflation mit Käufen zurück. Dies bekommen die...

DWN
Technologie
Technologie Schnelles Internet auf dem Mond geplant

Auf dem Mond soll es künftig ein Internet geben, das im Unterschied zum Netz auf der Erde flächendeckend sein soll.

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Maschinenbauer fordern Öl-Embargo gegen Russland

Deutschlands Maschinenbauer haben ihre Prognose für das laufende Jahr erneut senken müssen. In ihrer Verzweiflung fordern sie nun sogar...