Deutschland

Historisch: China und Taiwan sprechen wieder miteinander

Lesezeit: 1 min
25.06.2014 20:06
Erstmals seit 65 Jahren besucht ein ranghoher chinesischer Staatsmann die Inselprovinz Taiwan. Es soll eine Annäherung zwischen beiden Länder stattfinden. Doch die taiwanesische Bevölkerung protestiert. Sie fürchtet einen Anschluss an China.
Historisch: China und Taiwan sprechen wieder miteinander

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
China  
Politik  

Erstmals seit 65 Jahren hat ein hochrangiger Vertreter der Chinesischen Volksrepublik Taiwan besucht. Das Treffen zwischen beiden Seiten fand am Mittwoch in Taipeh statt.

Zhang Zhijun vertrat China und Wang Yu-chi Taiwan. Zhijun ist Direktor des Büros für Taiwan-Angelegenheiten des chinesischen Staatsrates. Yu-chi ist Mitglied im Rat der Taiwanesen für Festland-Angelegenheiten (MAC).

Doch das Treffen wurde von Demonstrationen begleitet. In Taiwan gibt es zahlreiche Gegner der Annäherungs-Politik zwischen Peking und Taipeh. Sie befürchten, dass China über den Abschluss von Handelsabkommen, seine Hegemonie über der Inselprovinz ausbreiten könnte und fürchten einen Anschluss, meldet The Diplomat.

Im März wollte sich Taiwan für Direktinvestitionen aus China öffnen. Zudem sollte ein Handelsabkommen im Dienstleistungs-Sektor geschlossen werden. Doch Studenten aus Taipeh organisierten Massenproteste und besetzten das Parlament über insgesamt drei Wochen (mehr hier). Die Regierung musste einknicken und die geplanten Abkommen wurden verschoben.

China betrachtet Taiwan als abtrünnige Inselprovinz, die sich nach dem Ende des chinesischen Bürgerkriegs 1949 abgespalten hat. Im Rahmen der Ein-China-Politik seien das chinesische Festland und die Insel Taiwan zwei unzertrennbare Teile.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Deutschland
Deutschland Mittelstand warnt vor ernsten Folgen des gegenwärtigen Klima-Aktionismus

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft warnt vor den konkreten Folgen der verschärften Klima-Politik der Bundesregierung. Die...

DWN
Technologie
Technologie Die Renaissance der deutschen Atomkraft wirft ihre Schatten voraus

Die US-Regierung hat offenbar erkannt, dass die Abkehr von fossilen Energieträgern nur unter Einbeziehung der Atomkraft machbar sein wird....

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Raps so teuer wie nie zuvor

Die Preise für Raps sind auf ein Rekordhoch gestiegen. An den Märkten machen sich Knappheitsängste breit.

DWN
Finanzen
Finanzen Extreme Märkte werden viele in Panik versetzen, aber wenige sehr reich machen

Banken und Politik fürchten sowohl Inflation als auch Deflation, wenn diese zu stark werden. Doch verhindern können sie beide letztlich...

DWN
Politik
Politik Deutsche sehen in USA größere Bedrohung als in Russland

Einer Umfrage zufolge sehen die Deutschen in den USA eine größere Bedrohung als in China oder Russland.

DWN
Politik
Politik Auf der Kippe: Geopolitische Kräfte torpedieren Europas Wirtschaftsabkommen mit China

Das bahnbrechende Wirtschaftsabkommen der EU mit China steht auf der Kippe. Grüne und Sozialdemokraten organisieren den Widerstand im...

DWN
Politik
Politik „Defender Europe 21“: Startschuss für massives Militärmanöver in Europa

In Europa ist eine riesiges US-geführtes Manöver angelaufen. Nach Angaben der amerikanischen Streitkräfte werden in den nächsten Wochen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsches Glasfaser-Netz: Jetzt fließt Geld für Millionen weiterer Anschlüsse

Der Ausbau des deutschen Glasfaser-Netzes ist eine Herkules-Aufgabe. Nun gibt es wieder etwas Bewegung bei dem Mammutprojekt.