Politik

Ukraine: EU stellt Russland Ultimatum für Friedens-Plan

Lesezeit: 1 min
27.06.2014 22:03
Die EU-Staaten fordern von Russland die Freilassung aller festgehaltenen OSZE-Beobachtern innerhalb von drei Tagen. Kanzlerin Angela Merkel verlangt schon bis Samstag erste Schritte. Andernfalls stünden „tiefgreifende Maßnahmen“ gegen Russland auf der Tagesordnung.

Mehr zum Thema:  
Europa >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Europa  

Brüssel hat Moskau eine Frist von drei Tagen gegeben, um konkrete Schritte bezüglich des Friedensplans für die Ukraine zu unternehmen.

Die 28 EU-Staats- und Regierungschefs forderten, dass bis Montag die übrigen festgehaltenen Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) freigelassen werden müssten - dann würde die in Aussicht gestellte neue Waffenruhe enden.

Zudem sollen die Separatisten drei Grenzposten räumen und substanziell über den Friedensplan Poroschenkos verhandeln. Bundeskanzlerin Angela Merkel trat als Wortführerin der EU auf. Sie machte deutlich, dass die EU schon in den nächsten Stunden Fortschritte erwarte.

Wenn es keine Bewegung gebe, sei die EU bereit, „tiefgreifende Maßnahmen zu ergreifen.“ Dabei sei nicht festgelegt, ob dies nur Konten-Sperrungen und Reisebeschränkungen oder auch Wirtschaftssanktionen umfasse. Damit schwenkt die Kanzlerin auf die von den USA erwünschte Linie ein, berichtet die Financial Times. Zuvor gab es noch Unstimmigkeiten zwischen Washington und Berlin.

Am Donnerstag hatte der ukrainische Präsident Petro Petroschenko nach dem Abschuss eines Hubschraubers mit dem Ende der Waffenruhe in der Ukraine gedroht. Der russische Präsident Wladimir Putin sagte dagegen, die Entwaffnung der Rebellen innerhalb einer Woche sei unrealistisch (mehr hier).

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Europa >

DWN
Politik
Politik Neue EU-Sanktionen gegen Russland, Preisobergrenze für Öl

Die EU-Kommission schlägt neue Sanktionen gegen Russland vor, die Exporte im Wert von 7 Milliarden Euro betreffen. Zudem ebnet sie den Weg...

DWN
Politik
Politik USA drängen Europa, der Ukraine mehr Geld zu geben

Die USA drängen die Staten der EU, ihre finanzielle Unterstützung für die Ukraine zu beschleunigen und zu erhöhen. Denn Kiew benötigt...

DWN
Finanzen
Finanzen Bank of England knickt ein, kehrt zurück zur lockeren Geldpolitik

Nachdem die Renditen in den letzten Tagen gefährlich gestiegen waren, hat die Bank of England die begonnene geldpolitische Straffung...

DWN
Deutschland
Deutschland Rekordschulden: Bund borgt sich mehr Geld als geplant

Der Bund macht 2022 voraussichtlich Schulden in Höhe von rund 450 Milliarden Euro. Damit klettert der deutsche Schuldenberg auf ein neues...

DWN
Politik
Politik Nach Referenden: Regionen beantragen bei Russland die Annexion

Nachdem die Referenden in vier Regionen der Ukraine eine hohe Zustimmung für einen Beitritt zu Russland ergeben haben, beantragen deren...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Biomarkt in der Krise: Vom großen Boom in die Katerstimmung

Das Kaufverhalten der Verbraucher wirkt sich derzeit besonders negativ auf den Biomarkt aus. Die Händler beklagen zweistellige...

DWN
Deutschland
Deutschland Reale Kaufkraft bricht ein, Konsumlaune stürzt auf Rekordtief

Von einem Rekordtief zum nächsten. Die Konsumlaune in Deutschland signalisiert für Oktober einen weiteren starken Rückgang. Die reale...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Coca-Cola: Aldi Nord erhöht die Preise

Während Edeka mit dem US-Konzern vor Gericht streitet, erhöht nun mit Aldi Nord ein erster großer Händler die Preise der Coke-Produkte.