Finanzen

Spanien: Neuer Höchsstand bei Kreditversicherungen

Lesezeit: 1 min
16.04.2012 12:17
Am Montag setzt sich die Sorge am Anleihenmarkt fort. Die Kreditausfallversicherungen für spanische Anleihen sind so hoch wie nie zuvor und die Zinssätze stiegen deutlich über die 6-Punkte-Marke.
Spanien: Neuer Höchsstand bei Kreditversicherungen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Das Schönreden der Politiker zeigt keinerlei positive Wirkung an den Finanzmärkten. Im Gegenteil, je deutlicher sie versichern, dass Spanien seine Finanzen in den Griff bekommen wird, um so unsicherer werden die Investoren. Am Montagmorgen stieg die Rendite für zehnjährige Anleihen des Landes auf 6,14 Prozent. Vergangene Woche waren es noch 5,65 Prozent. Noch in dieser Woche will die spanische Regierung Staatsanleihen veräußern (der stellvertretende spanische Finanzminister forderte die EZB jüngst auf, wieder Anleihen zu kaufen - hier).

Äußerst beunruhigend sind auch die Kosten für Kreditausfallversicherungen (CDS), die am Montag einen neuen Rekord erreichten: teilweise bis zu 520 Basispunkte. Somit würde es jährlich 520.000 Euro kosten, spanische Anleihen im Wert von 10 Millionen Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren zu versichern. Besonders die Situation der spanischen Banken beunruhigt die Investoren (hier). Zumal sich das Land derzeit in einer Rezession befindet, die sich sowohl durch die harten Sparmaßnahmen als auch durch eine derzeitige Dürre noch verschlimmern könnte (mehr hier).

Die negative Stimmung am Markt macht auch am Montag nicht vor Italiens Anleihen halt. Die Zinssätze für zehnjährige Anleihen stiegen am Vormittag um 9 Basisipunkte auf 5,62 Prozent. Die Anleger gehen davon aus, dass Italien das erste Land ist, dass von einer Verschlechterung der Sitauation in Spanien betroffen sein würde.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Paukenschlag in den Tropen: Brasiliens Lula liest Scholz die Leviten

Nach dem Wunsch der Bundesregierung soll Brasilien Munition für die Ukraine bereitstellen. Präsident Lula denkt gar nicht daran – und...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschlands Schulden steigen rasant, werden immer teurer – und in Geheimhaushalten versteckt

Der Bund der Steuerzahler weist in einem Report auf bemerkenswerte und besorgniserregende Vorgänge bei den deutschen Staatsschulden hin.

DWN
Politik
Politik China: USA haben Ukraine-Krise ausgelöst und fachen sie weiter an

Die chinesische Regierung sieht eine zentrale Verantwortung für die Ukraine-Krise bei der US-Regierung.

DWN
Politik
Politik Faeser will in Hessen an die Macht - Union fordert Rücktritt

Innenministerin Nancy Faeser will offenbar Ministerpräsidentin von Hessen werden, aber auch weiterhin in der Bundespolitik bleiben.

DWN
Finanzen
Finanzen Banken im Euro-Raum verschärfen Kreditvergabe beträchtlich

Der wirtschaftliche Abschwung und die gestiegenen Zinsen krempeln den Kreditmarkt um.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russland verschifft so viel Rohöl wie zuletzt im Juni

Russlands Öl-Exporte auf dem Seeweg sind auf den höchsten Stand seit Juni gestiegen. Der Markt scheint sich effizient an die Sanktionen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Galeria: Gläubiger müssen große Einbußen hinnehmen

Die ersten Details des Sanierungsplan des insolventen Warenhauses Galeria sind bekannt. Demnach will der Konzern die Gläubiger mit 50...

DWN
Technologie
Technologie Europas wertvollster Tech-Konzern beugt sich Bidens Export-Verbot

Europas wertvollster Tech-Konzern wird sich offenbar an einem von der US-Regierung geforderten Exportverbot gegen China beteiligen. Auch...