Politik

Wieder Schießerei in Manhattan: Arbeitsloser ermordet seinen Ex-Kollegen

Lesezeit: 2 min
26.08.2012 00:47
Jeffrey Johnson und Steven Ercolino arbeiteten mehrere Jahre zusammen – verstanden hatten sie sich nie. Als der Umsatz zurückging, wurde Johnson gefeuert. Vermutlich aus Frust und Hass gegenüber seinem Ex-Kollegen lauerte er diesem vor seinem alten Arbeitsplatz nahe des Empire State Buildings auf und erschoss ihn. Bilanz nach dem Einsatz der Polizei: zwei Tote und mehrere Verletzte.
Wieder Schießerei in Manhattan: Arbeitsloser ermordet seinen Ex-Kollegen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
USA  
Sicherheit  

"Ich sah ihn eine Waffe aus seiner Jacke ziehen und ich dachte mir, 'Oh mein Gott, er wird auf ihn schießen'“, beschrieb Irene Timan der New York Times die Szene, die sich am Freitagmorgen vor dem Empire State Buidling abspielte. „Ich wollte mich umdrehen und Steve aus der Schusslinie bringen, aber es war zu spät. Steve schrie und ich drehte mich um und lief." Steve, Steven Ercolino, wurde von seinem Ex-Kollegen Jeffrey Johnson erschossen. Kurz darauf lieferte sich die Polizei einen Schusswechsel mit dem Täter. Dabei wurde Jeffrey Johnson erschossen und neun weitere Menschen verletzt. Alle neun Menschen sollen CNN zufolge durch Schüsse der Polizei verletzt worden.

Der Täter, Jeffrey Johnson, und Steven Ercolina arbeiteten beide seit 2005 bei der Firma Hazan Importe, die Handtaschen und Gürtel verkauft. Der 58-jährige Jeffrey Johnson war als Designer angestellt. Ehemalige Mitarbeiter bezeichneten ihn auf Nachfrage der New York Times als exzentrisch und detail-versessen. Er selbst erzählte, er sei in Vietnam gewesen, ein Beamter der Strafverfolgungsbehörden sagte, Jeffrey Johnson habe bei der Coast Guard gedient. Steven Ercolino arbeitete bei dem Unternehmen als Vize-Präsident des Vertriebs.

Der Eigentümer der Firma, Ralph Hazan hatte die Mitarbeiterin Irene Timan darauf hingewiesen, dass Jeffrey Johnson unter einer post-traumatischen Belastungsstörung leidet, woraufhin die Kollegen vorsichtig im Umgang mit ihm waren. Steven Ercolino nahm darauf keine Rücksicht, so Irene Timan zur New York Times. Immer wieder gab es kleine Rangeleien zwischen Johnson und Ercolino.

Als der Umsatz der Firma zurückging, wurde Jeffrey Johnson vor etwa zwei Jahren entlassen. „Es gab keine Drohungen, nichts von alledem“, erinnert sich Irene Timan. Er wollte nur seinen Computer mitnehmen. Monate nach seiner Entlassung im April 2011 hatte Jeffrey Johnson ohne genauen Grund bei seinem ehemaligen Arbeitnehmer vorbei geschaut und traf dort wieder auf Steven Ercolino. Als Steven Ersolino den Aufzug verließ, ging Jeffrey Johnson an ihm vorbei und versetzte ihm einen Hieb mit dem Ellenbogen. Steve Ercolino soll ihn dann, so Irene Timan, am Hals gepackt und gesagt haben: „Wenn du so etwas noch einmal machst, werde ich dich töten“. Beide Männer gingen daraufhin unabhängig voneinander zur Polizei und meldeten den Vorfall.

Lange Zeit geschah nichts mehr dieser Art. Bis zum Freitag vergangener Woche. Jeffrey Johnson verließ wie jeden Morgen seine Wohnung in dem Anzug, den er immer trug, und lauerte Steve Ercolino in der der Nähe der Fifth Avenue beim Empire State Building auf. Irene Timan hatte Steve Ercolino gesehen und wollte mit ihm gemeinsam zur Arbeit gehen. Kurz darauf entdeckte sie Jeffrey Johnson, der zu schießen begann. „Er fing an zu schießen und wollte nicht aufhören“, erklärte sie.

Unterdessen wird Kritik an der New Yorker Polizei laut: Berichten von CBS und dem Guardian zufolge sollen die verletzten Passanten von Kugeln der Polizei getroffen worden sein. Vor einigen Wochen war es auf dem Times Square zu einer Schiesserei gekommen, bei der die Polizei einen Mann mit einem Messer erschoss. Bei diesem Zwischenfall wurde wie durch ein Wunder keiner der Passanten verletzt (mehr dazu - hier).

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..
download.macromedia.com] name="allowfullscreen" value="true" />i.cdn.turner.com] />
Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..
Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Technologie
Technologie BIZ unterstützt Notenbanken bei Entwicklung von Digitalwährungen

Nach Ansicht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ist die Zeit der digitalen Zentralbankwährungen gekommen. Es beginne eine...

DWN
Technologie
Technologie Physische Ausweise adé? Wie Bill Gates im Jahr 1996 digitale Wallets voraussagte

Im Jahr 1996 hatte der Tech-Pionier Bill Gates in einem Artikel geschildert, wie ein digitales Wallet unsere Schlüssel, unser Bargeld,...

DWN
Politik
Politik Warnschüsse im Schwarzen Meer: Russland zeigt Großbritannien seine Grenzen auf

Ein britischer Zerstörer ist russischen Angaben zufolge mit Warnschüssen am Befahren russischer Hoheitsgewässer gehindert worden. Nach...

DWN
Finanzen
Finanzen Cannabis auf Rezept: Gegen diese Krankheiten wirkt die Heilpflanze

Cannabis ist vielen nur als Droge bekannt. Dabei nutzen Menschen das Kraut seit Jahrtausenden auch als Heilpflanze. Seit 2017 können...

DWN
Politik
Politik Axel Springer-Chef fordert antisemitische Mitarbeiter auf, sich einen neuen Job zu suchen

Der Vorsitzende des Axel Springer-Verlags, Mathias Döpfner, hat als Zeichen des Kampfs gegen Antisemitismus zu seinen Mitarbeitern gesagt:...

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesregierung verabschiedet Klima-Programm in Milliardenhöhe

Die Bundesregierung ein Ausgabenprogramm aufgelegt, das den Weg für die geplante klimaneutrale Zukunft ebnen soll. Den Großteil des...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Europas Gasreserven schrumpfen - Preise schiessen nach oben, lösen Flucht zurück zur Kohlekraft aus

Europas Reservebestände bei Erdgas sind dieses Jahr ungewöhnlich gering. Die Kohleverstromung ist auf dem Vormarsch.

DWN
Politik
Politik Lagebericht Zentralasien: Pakistan lehnt Stationierung von US-Spezialeinheiten ab

Der pakistanische Premierminister Imran Khan schließt eine Stationierung von amerikanischen Spezialkräften in Pakistan aus - ein...