Politik

Ebola-Verdacht: Polizei sperrt Berliner Jobcenter

Lesezeit: 1 min
19.08.2014 16:18
In einem Berliner Jobcenter ist eine Frau mit Ebola-typischen Symptomen zusammengebrochen. Sie wurde in die Isolierstation eines Krankenhauses eingeliefert.Der Verdacht hat sich nicht bestätigt. Doch die Angst vor dem „afrikanischen“ Virus schürt indes den Rassismus weltweit.
Ebola-Verdacht: Polizei sperrt Berliner Jobcenter

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Update: Die Charité geht inzwischen nicht mehr von einer Ebola-Infektion aus, berichtet der RBB.

In einem Jobcenter im Berliner Stadtteil Pankow gab es am Dienstag einen Ebola-Verdachtsfall. Eine Frau aus Westafrika brach mit typischen Symptomen des Ebola-Virus  ohnmächtig zusammen. Ein Notarztwagen wurde gerufen und das Gelände weiträumig abgesperrt, berichtet die Berliner Zeitung.

Die Patientin habe angegeben, in ihrem Heimatland Kontakt zu Ebola-Opfern gehabt zu haben und wurde in die Isolierstation des Virchow-Klinikums eingeliefert. Dort habe das Personal die Betreuung von Ebola-Patienten bereits geprobt. Aus Sicherheitsgründen hatte die Polizei das Gebäude bis zum Nachmittag weiträumig abgesperrt, inzwischen dürfen die registrierten Besucher das Gebäude wieder verlassen.

Mehrere Kontaktpersonen sind ebenfalls in eine Klinik gebracht worden, darunter auch die vier Sanitäter, die als Ersthelfer vor Ort waren. Inzwischen geht die Charite nicht mehr von einem Ebola-Fall aus, die Maßnahmen waren offenbar der allgemeinen Panik geschuldet.

Die Panik vor dem meist tödlichen Virus aus Westafrika birgt noch eine ganz andere Gefahr: Die Angst vor einer Ansteckung führt zunehmend zu einer Diskriminierung von Afrikanern. Bisher haben sich die meisten Verdachtfälle in Europa als Malariainfektionen herausgestellt. Dennoch dürfen zum Beispiel  in dieser Bar in Südkorea Afrikaner nicht mehr bedient werden, wie Mediaequalizer berichtet:

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Stellenabbau bei Meyer Werft: 440 Arbeitsplätze in Gefahr
29.05.2024

Die Mayer Werft plant den Abbau von 440 Stellen. Es gehe um die Zukunft des Unternehmens, das im internationalen Wettbewerb bestehen...

DWN
Politik
Politik Regierung beschließt Rentenpaket - doch aus der Wirtschaft hagelt es Kritik
29.05.2024

Beschluss nach langem Streit: Olaf Scholz und die Ministerrunde ebnen den Weg für die Rentenreform. Nun ist der Bundestag am Zug. In...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft VW baut neues 20.000-Euro-Elektroauto in eigenem Werk – ohne Partner
29.05.2024

VW will ab 2027 im Alleingang ein Elektroauto für 20 000 Euro entwickeln. Auf eine Partnerschaft mit Renault wird verzichtet. Wo der...

DWN
Technologie
Technologie Wasserstoff: Verband fordert schnelleren Bau von Pipelines und Terminals
29.05.2024

Ein Großteil des künftigen Wasserstoffbedarfs soll aus dem Ausland kommen. Die Bundesregierung arbeitet bereits an einer Importstrategie....

DWN
Politik
Politik Ukraine-Krieg: Macron will Einsatz westlicher Waffen in Russland erlauben - Putin droht mit ernsten Konsequenzen
29.05.2024

Die Ukraine fordert seit längerem, mit westlichen Waffen auch Ziele in Russland angreifen zu dürfen. Trotz schärfster Warnungen aus...

DWN
Politik
Politik DWN-SERIE zur Europawahl (Teil 2): Das Wahlprogramm vom BSW für die EU
29.05.2024

Am Sonntag, dem 9. Juni, findet in Deutschland die Abstimmung zur Europa-Wahl statt. Erstmals werden auch 16-Jährige über die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Was die USA über Kriegswirtschaft gelernt hat: Der Aufstieg der Mesoökonomie – TEIL 1
29.05.2024

Im Jahr 1950 veröffentlichte George A. Lincoln von der Abteilung für Sozialwissenschaften an der US-Militärakademie das Buch...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Kauflaune der Deutschen hellt sich weiter auf, bleibt aber schwach im Vergleich zur Zeit vor Corona
29.05.2024

Der Konsum in Deutschland hellt sich etwas auch - wenn auch auf niedrigem Niveau. Bereits im vierten Monat in Folge wird die...