Politik

Ex-Frau: Hollande ist ein eitler Politiker, der die Armen verachtet

Lesezeit: 1 min
04.09.2014 11:58
Die Ex-Freundin des französischen Präsidenten hat ein Buch veröffentlicht, in dem sie Details aus ihrer Beziehung zu Hollande enthüllt. Die Journalistin Valerie Trierweiler porträtiert Hollande darin als eitlen Politiker, der „die Armen nicht mag“. Für das Image des ohnehin unpopulären Präsidenten kommt das Buch zur Unzeit. Sein Premier Valls hat gerade angekündigt, in zwei Wochen die Vertrauensfrage zu stellen.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Ex-Freundin des französischen Präsidenten hat ein Buch veröffentlicht, in dem sie Details aus ihrer Beziehung zu Hollande enthüllt. Die Journalistin und ehemalige First Lady Valerie Trierweiler porträtiert Hollande darin als eitlen Politiker, der „die Armen nicht mag“.

Das Buch trägt den Titel „Danke für diesen Moment“ und beschreibt Hollande als leutseligen, herzlosen und politisch schwachen Charakter und belegt dies mit kleinen Episoden, wie dem Moment, als sich Hollande beispielsweise über die Festnahme von Rivale Dominique-Strauss-Kahn gefreut hat. Auszüge erschienen vorab in der französischen Zeitschrift parismatch.

Für das Image des ohnehin bereits unpopulärsten französische Präsident seit dem 2. Weltkrieg bedeutet das einen weiteren schweren Schlag. Die Beliebtheitswerte des Präsidenten waren zuletzt nur noch bei 19 Prozent.

Hinzu kommt, dass sein Premierminister Manuel Valls angekündigt hat, in zwei Wochen die Vertrauensfrage zu stellen. Bereits im vergangenen Jahr musste sich die Regierung einem Misstrauensvotum der Konservativen stellen. Nachdem der Präsident jüngst seine Regierung komplett umgebildet hat, könnten einige verärgerte Parteikollegen gegen seine Sparpolitik stimmen.

Trierweiler zufolge waren die abfallenden Beliebtheitswerte etwas, das den Präsidenten schwer bestürzte und in seiner Eitelkeit traf. Sie schreibt:  „Mit der Veröffentlichung jeder neuen Umfrage sah ich ihn mehr und mehr zusammenbrechen. Er brauchte jemanden, den er dafür verantwortlich machen konnte. Er selbst konnte nie schuld sein, also musste es an den anderen liegen – und an mir“ , schreibt Trierweiler in dem Buch.

Die ehemalige First Lady beschreibt auch, wie Hollande sich über Trierweilers bescheidene Herkunft lustig gemacht hat und die Armen in privaten Gesprächen verspottet:

„Er präsentiert sich als jemand, der die Reichen nicht mag. In Wirklichkeit mag der Präsident die Armen nicht. Dieser Mann der Linken nennt sie privat „die Zahnlosen“, und ist dabei noch stolz auf seinen Humor."

Trierweilers siebenjährige Beziehung zu Hollande endete Anfang des Jahres, nachdem Fotos des Präsidenten eine Affäre mit der Schauspielerin Gayet aufdeckten. Trierweiler beschreibt detailliert, wie Hollande sie während seiner Affäre mit der Schauspielerin Julie Gayet monatelang belogen hat und wie sie dadurch fast in den Selbstmord getrieben wurde.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Kissinger fordert Verhandlungen für einen Waffenstillstand - bevor der Konflikt aus dem Ruder läuft

Henry Kissinger mahnt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos schnellstmögliche Friedensverhandlungen an. Der Westen solle nicht versuchen,...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Handel ohne Regeln: Wie die Rohstoffhändler sich jeder Kontrolle entziehen

Ohne den Rohstoffhandel könnte die moderne Welt nicht existieren. Doch so immanent wichtig dieses Geschäft auch ist, findet es fast...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Staaten erlassen vermehrt Export-Beschränkungen bei Lebensmitteln

Mehrere Länder haben in den vergangenen Wochen Exportbeschränkungen oder -verbote von Grundnahrungsmitteln erlassen.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Politik
Politik Big-Data-Unternehmen: Risiko eines Atomkriegs liegt bei „20 bis 30 Prozent“

Alex Karp sagt, dass ein Atomkrieg sehr viel wahrscheinlicher ist, als die meisten Menschen glauben. Der Gründer und Vorstand der...

DWN
Politik
Politik Deutschland verkündet engere Zusammenarbeit mit Ostsee-Staaten beim Windkraftausbau

Am 1. Juli übernimmt Deutschland den Vorsitz im Ostseerat. Früher hat man in dem Forum mit Moskau zusammengearbeitet. Nach dem Angriff...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Top-Investor: Die Rezession ist bereits hier

Der Finanz-Insider Peter Schiff sieht die US-Wirtschaft bereits in der Rezession. Wenn die größte Volkswirtschaft der Welt ins Straucheln...

DWN
Politik
Politik EU-Kommission will Umgehen von Sanktionen strafbar machen

So soll die Beschlagnahme russischer Oligarchen-Vermögen vereinfacht werden.