Deutschland

Hartz IV Sätze werden erhöht: 586 Millionen Euro pro Jahr Mehrkosten für Bundeshaushalt

Lesezeit: 1 min
13.09.2012 13:17
Für den Einzelnen ist es nicht viel, für den Bundeshaushalt eine erhebliche Mehrbelastung: Die Erhöhung der Hartz IV Beiträge zeigt, warum der Sozialstaat in ein Dilemma läuft.
Hartz IV Sätze werden erhöht: 586 Millionen Euro pro Jahr Mehrkosten für Bundeshaushalt

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Am Mittwoch werde über eine Erhöhung der Hartz IV Bedarfssätze entschieden, teilte das Arbeitsministerium am Mittwoch mit. Demnach werden sich die Bezüge Erwachsener im kommenden Jahr um acht Euro erhöhen, aber auch Kinder und Jugendliche werden von einer Anhebung von zwei bis fünf Euro profitieren, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Insgesamt beziehen rund 6,1 Millionen Erwachsene und Kinder Hartz IV in Deutschland.

Während die Regelung, die zunächst Bundestag und Bundesrat passieren muss, für den einzelnen Leistungsempfänger nur eine geringe Veräderung bedeutet, wird der Staatshaushalt zusätzlich um 586 Millionen Euro pro Jahr belastet. Fraglich ist zudem wie stark sich die zusätzlichen Ausgaben auf die Staatsverschuldung auswirkt.

Ein Analyst des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) erklärte dem Handelsblatt, er rechne schon Ende dieses Jahres mit einem Schuldenberg in Höhe von 2,2 Billionen Euro, was einen Anstieg der Schuldenquote auf 83 Prozent des BIP bedeuten würde. Einen so hohen Wert hatte die Bundesrepublik bisher noch nie erreicht.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik WHO lehnt Impfpässe ab: „Corona-Pandemie ist in 10 Monaten vorbei“

Die WHO hat sich gegen die Einführung von Impfpässen ausgesprochen. Diese seien nicht zielführend, zudem sei die Pandemie bald vorbei....

DWN
Politik
Politik DWN-EXKLUSIV - Marine-Manöver im Mittelmeer: Türkei bereitet sich auf möglichen Krieg vor

Die Türkei führt im Mittelmeer und in der Ägäis aktuell ein groß angelegtes Marinemanöver durch. Das Land bereitet sich auf einen...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin in Gefahr: Es drohen Hackerangriffe, Preisverfall und das endgültige Verbot

DWN-Finanzexperte Andreas Kubin analysiert die Zukunft des Bitcoin.

DWN
Politik
Politik Wirtschaft der zwei Kreisläufe, strategische Autonomie: China stellt die Weichen für die kommenden fünf Jahre

Die grundlegenden Weichenstellungen auf dem derzeit stattfindenden Volkskongress deuten eine Tendenz zu Selbststärkung und innerer...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin schwächelt: Ende des Bullenmarkts oder Chance zum Einstieg?

Seit seinem Rekordhoch am 21. Februar befindet sich Bitcoin in einer Phase der Schwäche. Doch Analysten erwarten weitere Rekorde, sobald...

DWN
Politik
Politik China ordnet für alle Einreisenden anale Abstriche an

Wer nach China einreist, muss sich mithilfe eines analen Abstriches auf Corona testen lassen. Der Test ist offenbar besser als gängige...

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesbank warnt erneut vor überhöhten Immobilienpreisen

Im Corona-Jahr 2020 hat sich der Trend zu überhöhten Immobilienpreisen vor allem in deutschen Großstädten nach Einschätzung der...

DWN
Politik
Politik Papst Franziskus landet in Bagdad, beginnt historische Reise durch den Irak

Als erster Papst überhaupt besucht Franziskus den Irak. Die viertägige Reise durch das von Krieg und Krisen gebeutelte Land hat es in...