Technologie

Grenzschützer für Südkorea: Samsung entwickelt ersten Terminator

Lesezeit: 2 min
02.12.2014 00:25
Südkorea will Killer-Roboter an der Grenze zu Nordkorea einsetzen. Die Maschine ist mit mehreren Waffensystemen ausgestattet und kann gezielt auf Tötungsmission gehen. Die südkoreanische Regierung will die Grenzen sichern und Personalkosten sparen.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

In etwa so viel wie ein Eigenheim kostet der neue Killer-Roboter einer südkoreanischen Tochter-Firma von Samsung. Der Roboter soll in Grenzregionen Südkoreas eingesetzt werden und illegale Einwanderer abschrecken.

„Dieser Roboter ist mit mehreren Waffensystemen ausgestattet. Da überlegt man es sich zwei Mal, bevor man die Grenze zu Südkorea illegal überschreitet“, berichtet die Seite UberGizmo. Das Waffensystem sei bereits in einer demilitarisierten Zone getestet worden.

Der Wach-Roboter kann Eindringlinge erkennen, indem er eine der zahlreichen integrierten Kameras sowie Hitze- und Bewegungssensoren aktiviert. Das Modell trägt den Namen SGR-A1 soll menschliche Wachen in der Grenzregion zwischen Süd- und Nordkorea ersetzen. Die Regierung Südkoreas erhofft sich dadurch, Verluste im Militär zu reduzieren für den Fall, dass es wieder zu einem Krieg mit Nordkorea kommt.

Das Projekt für den ersten Terminator läuft bereits seit 2006. Was der SGR-A1 wirklich alles kann, unterliegt größtenteils der Geheimhaltung. Eine Einheit soll 200.000 US-Dollar kosten, berichtet UberGizmo. Die Maschine ist mit einem Maschinengewehr ausgestattet, wie es auch von der Nato und dem US-Militär verwendet wird. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einen Granatwerfer zu installieren.

Der Roboter wird von einem Menschen ferngesteuert und kann durch seine Infrarot-Technologie mehrere Ziele gleichzeitig erfassen. Dabei kann es Ziele in einer Entfernung von bis zu 3,2 Kilometer treffen. Besonders beängstigend ist die Tatsache, dass der Roboter in der demilitarisierten Zone nicht zwischen Freund und Feind unterscheidet. Er ist darauf programmiert, alles zu töten, was sich ihm in den Weg stellt.

Wie die Seite Global Security berichtet, soll der Roboter vor allem Kosten sparen und für die Nationale Sicherheit sorgen. Dazu soll er die 250 Kilometer lange Zone zwischen Nord- und Südkorea patrouillieren. Auf der südlichen Seite steht im Abstand von 50 Metern jeweils ein Wachposten mit zwei Wachsoldaten. Insgesamt gibt es über 5.000 Wachposten. Rechnet man die zahlreichen Schichten hinzu, dann werden pro Jahr 120.000 Soldaten für die Bewachung der Grenzregion abgestellt.

Die militärische Grenzkontrolle hat eine neue Dimension erreicht. Die Maschinen werden nicht krank, müssen keine Mittagspause machen und lassen sich nicht ablenken. Die Fixkosten sind einfacher zu überschauen und es gibt auch keine Beschwerden bei Vorgesetzten.

Samsung soll auf der eigenen Webseite für den SRG-A1 wie folgt geworben haben: „Das System wurde dazu geschaffen, um menschliche Wachen zu ersetzen, ihre begrenzten Fähigkeiten bei extremen Wetterkonditionen und ihre Ermüdung zu überwinden, so dass die perfekte Wachmission garantiert werden kann“, berichtet Global Security.

Der „Intelligent Surveillance und Guard Robot“, wie er in der Militärsprache genannt wird, ist der erste seiner Art, denn er vereint die Systeme der Überwachung, Verfolgung, der Stimmenerkennung und der Feuerwaffen in einer einzigen Einheit.

Der Roboter tötet jedoch nicht sofort, wenn er ein Ziel erfasst hat. Er ist in der Lage, jeden Eindringling verbal zur Aufgabe aufzufordern. Dabei soll die Maschine auch erkennen können, ob der Eindringling seine Waffen in einer Geste der Ergebung über den Kopf hält oder ob er sie im Anschlag hat. Die Entscheidung für den Einsatz des Waffensystems trägt „in den meisten Fällen“ ein Mensch, nicht der Roboter. Doch es gibt auch einen automatischen Modus, in dem der Roboter die Entscheidung zum Schuss unkontrolliert und selbstständig treffen kann.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Schuldenerlass: Bundesregierung verzichtete seit 2000 auf knapp 16 Milliarden Euro an Auslands-Forderungen
14.06.2024

Deutschland geht etwas leichtfertig mit Forderungen an andere Länder um, wie kumulierte Schuldenerlässe von 16 Milliarden Euro innerhalb...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Etablierte Unternehmen: „Motor für Beschäftigungswachstum“
14.06.2024

Laut einer Studie des Ifo-Instituts waren bestehende Unternehmen zwischen 2000 und 2016 Haupttreiber für das Beschäftigungswachstum in...

DWN
Politik
Politik Ukraine bekommt Milliarden-Kredit von G7 - mithilfe von russischem Vermögen
13.06.2024

Der Westen verfügt über 260 Milliarden Euro an eingefrorenem russischen Staatsvermögen. Die Zinserträge daraus helfen jetzt bei einem...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft IWH: Anzeichen für eine Erholung der Wirtschaft - Sorgen bleiben
13.06.2024

Laut Experten vom IWH mehren sich 2024 die Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung in Deutschland. Während die Produktion im Sommer...

DWN
Politik
Politik Gegen die AfD: CDU-Politiker offen für Koalition mit BSW
13.06.2024

Eine Koalition aus CDU und BSW? Die Absage von CDU-Chef Friedrich Merz schien erst deutlich, dann zurückhaltender. In seiner Partei sind...

DWN
Technologie
Technologie Batteriespeicher: VW plant Großanlagen zur Speicherung von Ökostrom
13.06.2024

VW investiert in neue Nutzungsmöglichkeiten für ausgediente Elektroauto-Batterien. In großen „Power Centern“ sollen sie künftig...

DWN
Politik
Politik Schuldenbremse: Reform kann Milliarden-Spielraum schaffen
13.06.2024

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt: Durch Reformen der Schuldenbremse könnte Deutschland bis zu 30 Milliarden...

DWN
Politik
Politik Orban unter Druck: EuGH verurteilt Ungarn zu Strafzahlungen wegen Asylpolitik
13.06.2024

Seit Jahren fährt Ungarn einen harten Kurs gegen Flüchtlinge - und verstößt immer wieder gegen EU-Asylrecht. Der Europäische...