Wegen Sparverfehlung: Griechische Banken können nicht mehr bei EZB leihen

Ab nächsten Mittwoch können die griechischen Banken keine griechischen Staatsanleihen mehr bei der EZB als Sicherheit hinterlegen. Die EZB will den Bericht der Troika abwarten, bevor es derartige Sicherheiten wieder akzeptiert. Die nationalen Banken können damit nicht mehr bei der EZB Kredite abrufen.

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Die schlechten Entwicklungen in Griechenland bezüglich der geforderten Sparmaßnahmen nimmt nun auch die EZB als Bemessungsgrundlage. Über 200 Auflagen wurden nicht erfüllt, die Privatisierung schreitet nicht voran und die griechische Regierung ist eher bemüht, das Bailout neu zu verhandeln als den beschlossenen Verpflichtungen nachzukommen.

Am Freitag teilte die EZB nun mit, dass sie ab nächsten Mittwoch keine griechischen Staatsanleihen mehr als Sicherheiten für Kredite akzeptieren werde. Nach der abgeschlossenen Untersuchung der Troika hinsichtlich der Fortschritte bei der Erfüllung der Bailout-Auflagen stelle es sich die EZB frei, diese Entscheidung wieder aufzuheben.

Bis dahin können die griechischen Banken keine Kredite mehr bei der EZB aufnehmen – viel mehr als griechische Staatsanleihen können sie gar nicht als Sicherheiten hinterlegen. Sie sind somit auf mögliche Kredite durch die griechische Zentralbank angewiesen – an Kredite über den Interbankenmarkt ist im Fall der griechischen Banken erst gar nicht zu denken.

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