Finanzen

Börse: China verlinkt Shanghai und Hongkong, Dax schließt im Plus

Lesezeit: 1 min
10.11.2014 18:31
China beschließt endlich die Verlinkung der Börsen Hongkong und Shanghai. Die westliche Aktienmärkten steigen moderat. Für die Börsenneulinge Zalando und Rocket Internet hagelt es - sicher rein zufällig - Kaufempfehlungen.
Börse: China verlinkt Shanghai und Hongkong, Dax schließt im Plus

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Mit dem gemeinsamen Handel an den Börsen Hongkong und Shanghai formt China den drittgroßen Aktienmarkt der Welt. Die Kooperation beginne am 17. November, teilten die Regulierungsbehörden am Montag mit. Daraufhin stieg der Leitindex in Shanghai auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren. In Hongkong kletterte der Hang Seng um knapp ein Prozent.

Im Rahmen der Liberalisierung des Aktienhandels können ausländische Investoren chinesische Titel künftig direkt kaufen und verkaufen. Gleichzeitig erhalten chinesische Anleger Zugang zu sämtlichen in Hongkong gehandelten Papieren. Dadurch entsteht ein Aktienmarkt mit einem Börsenwert von umgerechnet 4,48 Billionen Euro. Nur die US-Börsen Nyse und Nasdaq sind nach Angaben der Fondsgesellschaft Allianz Global Investors größer, London und Tokio werden überholt.

Die europäischen Aktienmärkte haben sich zum Wochenauftakt nach ihren jüngsten Verlusten stabilisiert. Der Dax legte am Montag bei geringen Umsätzen 0,7 Prozent auf 9351,87 Punkte zu, der EuroStoxx50 stieg um rund ein Prozent. In der vorigen Woche hatte der Dax 0,4 Prozent und der EuroStoxx 1,6 Prozent verloren. Gestützt würden die Kurse von der Hoffnung auf weitere Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Ankurbelung der Konjunktur, sagte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black. „Es fehlen aber noch die entscheidenden Impulse für die Jahresendrally“, fügte ein Händler hinzu. „Aber ich bin sicher, dass sie kommen wird.“

In den USA setzten Dow Jones und S&P500 ihre Rekordläufe fort: Beide Indizes erreichten zeitweise neue Allzeithochs. Zum Handelsschluss in Europa notierten sie 0,2 und 0,3 Prozent höher. In den USA klingt die Bilanzsaison in dieser Woche aus. In den vergangenen drei Wochen haben der Dow Jones und der S&P500 je mehr als sieben Prozent zugelegt. Nach Thomson-Reuters-Daten haben 74,2 Prozent der 442 S&P-Unternehmen, die bisher berichtet haben, die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Am Devisenmarkt konnte sich der der russische Rubel kräftig erholen. Dollar und Euro verloren jeweils zeitweise knapp drei Prozent. Die russische Notenbank will bei Bedarf wieder unbegrenzt Rubel zur Stützung des Wechselkurses kaufen.

Außerhalb der Indizes sorgte Rocket Internet für Furore: Die Aktien der Online-Holding legten bis zu 14 Prozent auf ein Rekordhoch von 48,50 Euro zu und gingen mit 48 Euro 12,8 Prozent höher aus dem Xetra-Handel. Goldman Sachs hatte die Bewertung der Papiere mit "Conviction Buy" aufgenommen. Die Aktien waren Anfang Oktober mit 42,50 Euro an die Börse gekommen und hatten danach kräftig Federn lassen müssen. Am 8. Oktober hatten sie mit 31,13 Euro den bislang niedrigsten Kurs erreicht.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Deutschland
Deutschland Heribert Prantl: „In der Geschichte der Bundesrepublik gab es noch nie so umfassende Eingriffe in die Grundrechte“

DWN-Chefredakteur Hauke Rudolph hat mit Heribert Prantl gesprochen. Der prominente Journalist und Jurist warnt davor, dass der Staat die...

DWN
Politik
Politik Eine neue Geldtheorie soll den sozialistischen Green New Deal durchsetzen

Mit der Umsetzung einer neuen Geldtheorie soll der internationale Green New Deal durchgesetzt werden. Dadurch werde Kritikern zufolge die...

DWN
Finanzen
Finanzen Finanz-Insider: Der Euro ist unrettbar verloren

Durch eine Reihe extremer Maßnahmen ist es EZB und Politik noch einmal gelungen, den Zerfall der Eurozone abzuwenden. Doch die sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Explosion der Immobilien-Preise: Mieten lohnt sich immer öfter als Kauf

In 51 von 75 Städten ist die finanzielle Belastung durch die Miete geringer als beim Kauf. Die Unterschiede sind vor allem in den...

DWN
Politik
Politik Österreich: Im Westen verankert, den Blick nach Osten

In der zwölften Folge der großen geopolitischen DWN-Serie befasst sich Moritz Enders mit Österreich. Er analysiert die...

DWN
Finanzen
Finanzen Nutzt China den Bitcoin als Finanzwaffe gegen den US-Dollar?

PayPal-Mitbegründer Peter Thiel hat die US-Regierung aufgefordert, Chinas Beziehung zu Bitcoin aus einer geopolitischen Perspektive neu zu...

DWN
Finanzen
Finanzen Steuern und Abgaben steigen kräftig: Auch Geringverdiener werden jetzt zur Kasse gebeten

Die Steuer- und Abgabenlast ist in Deutschland so hoch wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr und dürfte weiter steigen.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Trotz Pandemie: Investments in Logistik-Immobilien weiter hoch im Milliarden-Bereich

Die Pandemie beeinträchtigt zwar viele Branchen. Doch bleiben die Engagements im Immobiliensektor nach wie vor äußerst hoch.