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Marktreif: Toyota verkauft Autos mit Wasserstoff-Antrieb

Lesezeit: 1 min
19.11.2014 10:42
Der japanische Autobauer Toyota verkauft künftig Elektroautos mit Brennstoffzellen-Antrieb. Das Auto soll 154 PS haben und wird mit Wasserstoff betankt. Im kommenden Jahr soll das Modell Mirai auf den europäischen Markt kommen.
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Der japanische Autobauer Toyota hat angekündigt, bereits im kommenden Jahr das erste massentaugliche Brennstoffzellen-Auto in Europa zu verkaufen. Das Unternehmen hofft mit dem Modell namens Mirai  den Erfolg des Hybrid-Wagens Prius zu toppen.

Der Name Mirai ist das japanische Wort für Zukunft, berichtet Business Insider. Das Auto soll 154 PS haben und wird komplett mit Wasserstoff angetrieben. In Japan startet der Verkauf bereits im Dezember, in Europa soll es Mitte des kommenden Jahres soweit sein. In den USA will Toyota das Volumen bis zum Jahr 2017 auf 3000 Stück erhöhen. Weltweit spricht Toyota-Vorstand Takeshi Uchiyamada bis 2020 von zehntausenden Fahrzeugen.

Die Kosten für das Modell sollen bei 57.500 Dollar liegen. Auch Honda, Mercedes-Benz und Hyundai haben Fahrzeuge mit Brennstoff-Zellen-Antrieb entwickelt, jedoch sind diese noch nicht frei verkäuflich.

Brennstoffzellen-Autos werden mit Strom angetrieben, der jedoch nicht aus Batterien kommt, sondern im Fahrzeug durch die Fusion von Wasserstoff und Sauerstoff erzeugt wird. Der Vorteil gegenüber Benzin-Antrieb liegt in der Umweltverträglichkeit: Wasserstoff-Antriebe produzieren statt Abgasen reinen Wasserdampf.

Das Hauptproblem für die Technologie sind jedoch derzeit die fehlenden Wasserstoff-Tankstellen. Der US-Bundesstaat Kalifornien plant rund 200 Millionen Dollar auszugeben, um in den kommenden zehn Jahren 100 solcher Tankstellen zu bauen. In Deutschland gibt es derzeit rund 20 Wasserstoff-Tankstellen.

Anders als die Elektro-Autobauer Tesla und Nissan setzt Toyota nicht auf die Entwicklung besserer Elektro-Batterien. Wasserstoff-Zellen können eine längere Fahrzeit garantieren. So könne der Mirai mit einer Tankfüllung 650 Kilometer zurücklegen.

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