Politik

Frankreich: Sarkozy schwenkt auf Le-Pen-Kurs ein und wettert gegen die EU

Lesezeit: 1 min
22.11.2014 22:56
In Frankreich zeichnet sich ein deutlicher Politik-Wechsel ab: Um Kandidat der Konservativen zu werden, hat sich der aussichtsreichste Kandidat, Nicholas Sarkozy, deutlich wie noch nie gegen die EU und für eine Rückverlagerung der Kompetenzen in die Nationalstaaten ausgesprochen. Er will dem Front National mit diesem Schwenk das Wasser abgraben.
Frankreich: Sarkozy schwenkt auf Le-Pen-Kurs ein und wettert gegen die EU

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Le Pen  
EU  
Frankreich  

Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy hat eine Woche vor der Wahl eines neuen Parteichefs der Konservativen EU-kritische Töne angeschlagen. Die Europäische Union müsse die Hälfte ihrer derzeitigen Kompetenzen aufgeben, forderte Sarkozy am Samstag vor etwa 4000 Anhängern in Bordeaux. Die Zuständigkeiten für weniger als ein Dutzend zentrale Politikfelder, darunter Industrie, Landwirtschaft und Forschung, sollten bei der EU verbleiben. "Alles andere muss an die Mitgliedstaaten zurückgegeben werden."

Sarkozy hatte sich im September nach zwei Jahren Auszeit auf der politischen Bühne zurückgemeldet, als er ankündigte, den Vorsitz der oppositionellen UMP anzustreben. Die Wahl des Parteichefs ist für kommenden Samstag angesetzt. Die Haltung zu Europa ist eines der größten Streitthemen innerhalb der Partei. Bei der Europa-Wahl im Mai schnitt in Frankreich der Front National von Marine Le Pen am stärksten ab. Le Pen könnte Umfragen zufolge im ersten Durchgang der Präsidentschaftswahl die Spitzenposition erlangen. Im einer Stichwahl gibt die Umfrage nur Sarkozy Chancen, die Wahl Le Pens zur Präsidentin Frankreichs zu verhindern.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Finanzen
DWN
Technologie
Technologie „Die Debatte um die Atomkraft wird nahezu faktenfrei geführt“

Fluch oder Segen? Der Analyst für Energie- und Atom-Politik, Mycle Schneider, empfiehlt einen nüchternen Blick auf die Kernenergie. Und...

DWN
Finanzen
Finanzen Die USA brechen die Regeln des internationalen Finanzsystems

Wegen kurzfristiger Vorteile verspielt Amerika seinen guten Ruf.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Politik
Politik Einflussreicher US-Stratege sagt, der Westen trage Mitschuld am Krieg: Hat er Recht?

Stellt der Ukraine-Krieg nur die logische Folge eines erneut aufkeimenden russischen Imperialismus dar? Nein, so der berühmte US-Stratege...

DWN
Technologie
Technologie Energiewende führt zu Strommangel-Wirtschaft, De-Industrialisierung und Verarmung

So, wie die Energiewende derzeit geplant ist, gefährdet sie den Wirtschaftsstandort Deutschland und unseren Sozialstaat. DWN-Autor Henrik...

DWN
Finanzen
Finanzen Zinswende: Mit Vorsatz in den nächsten Crash

Die Fed befindet sich in einem Teufelskreis: Lässt sie die Zinsen unangetastet, steigt die Inflation. Erhöht sie die Zinsen, brechen die...

DWN
Technologie
Technologie Wenn Russland den Hahn zudreht: "Dann gnade uns Gott"

Kernenergie, sagt der Diplomingenieur für Kernenergetik, Manfred Haferburg, ist sicher. Die deutsche Energiewende hingegen sieht er...