Deutschland

Verdi: Sicherheitspersonal streikt an drei Flughäfen

Lesezeit: 1 min
08.02.2015 17:28
An drei deutschen Flughäfen müssen sich Passagiere am Montag auf Verzögerungen einstellen. Verdi rief die Beschäftigten der Sicherheitsbranche an den Flughäfen Hamburg, Stuttgart und Hannover zu ganztägigen Streiks auf.
Verdi: Sicherheitspersonal streikt an drei Flughäfen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

An mehreren deutschen Flughäfen müssen sich Passagiere am Montag wegen des Tarifkonflikts in der Sicherheitsbranche auf Verzögerungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi rief die Beschäftigten der Branche an den Flughäfen Hamburg, Stuttgart und Hannover zu ganztägigen Streiks auf. Damit werde angesichts der festgefahrenen Tarifverhandlungen in Baden-Württemberg, Hamburg und Niedersachsen der Druck auf den Arbeitgeberverband BDSW erhöht, erklärte Verdi am Sonntag.

Allein in Hamburg könnten rund 40.000 Passagiere von dem Streik betroffen sein, sagte eine Sprecherin des Flughafens. Geplant seien eigentlich gut 400 Starts und Landungen. Doch viele Fluggäste würden die Sicherheitskontrollen wohl nicht rechtzeitig passieren. Die Fluggesellschaften hätten angekündigt, nur leichte Verspätungen zu akzeptieren und die Flüge nicht warten zu lassen. Die Lufthansa streicht wegen des Streiks insgesamt 18 Flüge auf den Routen Frankfurt/Hamburg und München/Hamburg. Davon seien knapp 2000 Passagiere betroffen, sagte ein Sprecher der größten deutschen Fluglinie.

Die Gewerkschaft fordert Lohnerhöhungen für das private Sicherheitspersonal auf Flughäfen, in Flüchtlingsheimen, Atomkraftwerken und ähnlichen Bereichen zwischen 0,70 und 2,50 Euro je Stunde. In Nordrhein-Westfalen hatten sich die Tarifparteien am Donnerstag auf Lohnerhöhungen geeinigt. Die Arbeitgeber müssten sich nun auch in anderen Bundesländern bewegen, forderte Verdi. "Sicherheit hat ihren Preis", sagte Bundesvorstandsmitglied Petra Gerstenkorn. Auch Beschäftigte in militärischen oder kerntechnischen Anlagen werden sich Verdi zufolge am Montag teilweise an den Warnstreiks beteiligen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft IWF-Urteil von „Bretton Woods“: Digitale Zentralbankwährungen werden das Bargeld abschaffen

Der neue „Bretton Woods“-Moment wirkt sich bereits auf das internationale Finanzsystem aus. Durch die Einführung digitaler...

DWN
Panorama
Panorama Kinder und Jugendliche erhalten wohl ab Sommer Biontech-Impfstoff

Der Impfstoff von Biontech steht vor der Zulassung auch für Kinder und Jugendliche. Doch der Präsident des Kinderärzte-Verbands spricht...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Hackerangriff auf US-Pipeline: Investoren bereiten Aufkauf von Benzin in Europa vor

Medienberichten zufolge haben Großhändler Öltanker gebucht, um Benzin und Diesel aus Europa in die Vereinigten Staaten zu bringen.

DWN
Finanzen
Finanzen Alzheimer: So bewahren Sie Freiheit, Finanzen und Lebensqualität trotz Diagnose

Betroffene und Angehörige reagieren zuerst geschockt auf die Diagnose von Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen. Doch gerade in diesen...

DWN
Politik
Politik Der „Great Reset“ ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine Realität

Der „Great Reset“ wird in der Öffentlichkeit als Verschwörungstheorie abgetan. Doch das stimmt nicht. Es handelt sich dabei um eine...

DWN
Deutschland
Deutschland Nato-Nordflanke: Deutsche Marine testet Raketen bei Norwegen

Die Deutsche Marine hat in den vergangenen Tagen Boden-Luft-Raketen bei Norwegen getestet.

DWN
Finanzen
Finanzen Rohstoff-Gigant: Kupferpreis muss weiter steigen, damit massive Nachfrage bedient werden kann

Dem Rohstoffhändler Glencore zufolge reicht das gegenwärtige Allzeithoch beim Kupferpreis nicht aus. Das Industriemetall müsse noch...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Konjunktur: Börsianer sind so optimistisch wie zuletzt im Jahr 2000

Das ZEW-Barometer, das die Erwartungen der Börsianer für die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten sechs Monaten misst, ist im...