Politik

EU-Forschung: Mangelnde Kontrolle bei Steuer-Geldern

Lesezeit: 1 min
06.04.2015 00:36
Der EU-Haushaltsausschuss kritisiert die mangelnde Transparenz bei Forschungsprojekten, die von der EU finanziert werden. Bei mehr als der Hälte der Projekte gebe es Ungereimtheiten. Aus diesem Grund verweigerte der Ausschuss die Entlastung der Projekt-Haushalte für 2013.
EU-Forschung: Mangelnde Kontrolle bei Steuer-Geldern

Mehr zum Thema:  
EU >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
EU  

Der EU-Haushaltsausschuss hat die Verwendung der EU-Gelder kritisiert. Bei vier von sieben Forschungsprojekten und dem Europäische Forschungsinstitut für Innovation und Technologie (EIT) gebe es Unklarheiten über die Verwendung der EU-Gelder. Aus diesem Grund verweigerte der Ausschuss die Entlastung der Projekt-Haushalte für 2013.

Sowohl das Europäische Forschungsinstitut für Innovation und Technologie (EIT) als auch die vier Forschungsprojekte müssen nun weitere Dokumente vorlegen, „um zu zeigen, dass die ihre erhaltenen EU-Gelder für 2013 ordnungsgemäß ausgegeben worden sind“, sagte der Ausschuss. Zu den vier Forschungsprojekten gehören Pharmaprojekt imi der Fusionsreaktor Iter, Artemis (IT-Systeme) und eniac, ein Nanoelektronik-Projekt.

Iter steht vor allem aufgrund „stetig steigender Kosten und verzögerter Auszahlungen“ in der Kritik. 6,6 Milliarden Euro groß ist das Budget für 2014 bis 2020. Die Finanzierung für den Bau des Reaktors stammt von der EU, der Schweiz und privaten Firmen. Bei den anderen drei Forschungsprojekten sprach der Haushaltsausschuss von „unzureichenden  Kontrollen von Geldüberweisungen“.

Das Europäische Forschungsinstitut für Innovation und Technologie hat seinen Sitz in Budapest und verfügt über ein Budget für 2014 bis 2020 in Höhe von 2,7 Milliarden Euro. „Das EIT ist ein langanhaltendes verwaltungstechnisches und finanzielles Problem“, sagte die EU-Abgeordnete Ingeborg Gräßle dem EUObserver.

Der Ausschuss kritisierte aber auch grundsätzlich die Verwendung von EU-Geldern in den verschiedenen Mitgliedstaaten. „25 der 28 Mitgliedsstaaten haben Probleme mit dem Nutzen von Geld“, so Gräßle.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
EU >

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Völkerrechtler: Der Great Reset ist ein großer Schwindel - das Weltwirtschaftsforum gehört aufgelöst

Lesen Sie heute den zweiten Teil des Interviews, das DWN-Autor Ralf Paulsen mit Alfred de Zayas, dem ehemaligen Sekretär der...

DWN
Deutschland
Deutschland Kubicki deckt auf: Grundrechte der Deutschen wurden jahrelang auf Basis von Behauptungen beschnitten

Die Deutschen wurden in den vergangenen zwei Jahren offenbar auf Basis bloßer Behauptungen von RKI und Gesundheitsministerium gegängelt....

DWN
Politik
Politik Putins Tauschbörse: Getreideexporte aus der Ukraine gegen Aufhebung der Sanktionen

Russlands Präsident Wladimir Putin telefoniert mit dem italienischen Regierungschef Mario Draghi.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Politik
Politik Ukraine: Deutschland soll sich selbst das Gas abdrehen

Der ukrainische Netzbetreiber fordert von Deutschland, sich selbst schweren Schaden zuzufügen.

DWN
Politik
Politik Nach russisch-chinesischem Manöver: Japan und USA setzen auf Abschreckung

Der Konflikt im Indopazifik schaukelt sich zunehmend hoch.

DWN
Politik
Politik China wirft NATO und USA Einmischung, Übertreibung und Doppelmoral vor

Die USA versuche, so der chinesische Außenamtssprecher Wang Wenbin, "Chinas Entwicklung einzudämmen und zu unterdrücken und die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Chinesische Frachten zu teuer: Turbulenzen auf hoher See

Nicht nur gebrochene Lieferketten, sondern auch die globalen Frachtpreise bereiten deutschen Unternehmen Kopfzerbrechen.