Finanzen

Leere Geldautomaten: Berliner Banken geht das Bargeld aus

Lesezeit: 1 min
05.05.2015 12:54
In Berlin und Brandenburg geht zahlreichen Banken das Bargeld aus. Viele Geldautomaten sind mittlerweile leer und werden deshalb gesperrt. Die Banken wissen nicht, wie lange der Streik der Geldtransportfirma noch andauert.
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Aufgrund eines Streiks des Geld- und Werttransportunternehmen Prosegur in Potsdam wurde der Bargeld-Nachschub unterbrochen. Es befinden sich aktuell 150 von 350 Prosegur-Mitarbeiter im Arbeitskampf. Diese fordern, den Stundenlohn um einen Euro anzuheben, sowie eine Erhöhung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes. Prosegur bietet hingegen nur 65 Cent an und verlangt zusätzlich, dass die Krankenquote auf vier Prozent sinkt.

Die Folgen dieser Auseinandersetzung konnten die Bürger und Touristen von Berlin das lange Wochenende über spüren. Insbesondere die Geldautomaten am Alexander- oder Wittenbergplatz konnten keine Geldscheine mehr ausgeben. Zu den betroffenen Banken gehören die Commerzbank, die Deutsche Bank, die Postbank, die Berliner Bank und die Spardabank.

Eine Sprecherin der Berliner Bank sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Wir sind bestrebt, die Beeinträchtigungen für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten, daher weisen wir unsere Kunden aktiv auf die Nutzung der Automaten der Cash-group (Deutsche Bank, Commerzbank, HypoVereinsbank, Postbank und ausgewählte Shell-Tankstellen) hin und auf die 6 Kassenstandorte der Berliner Bank hin. Diese sind: Filiale City, Hardenbergstraße 32, 10623 Berlin, Filiale Rathaus Neukölln, Karl-Marx-Straße 91, 12043 Berlin, Filiale Gropiuspassagen, Johannistaler Chaussee 295, 12351 Berlin, Filiale Tegel, Gorkistraße 11, 13507 Berlin, Filiale Spandau, Carl-Schurz-Straße 46, 13597 Berlin, Filiale Steglitz, Schloßstraße 114, 12163 Berlin. Damit ist die Bargeldversorgung für unsere Kunden sichergestellt.“

Die Berliner Sparkasse ist vom Streik hingegen nicht betroffen. „Wir sind glücklicherweise nicht von dem Streik des Werttransportunternehmens betroffen (…) Wir arbeiten mit einem anderen Unternehmen zusammen (…) Unsere Kollegen haben sich darauf eingestellt, dass unsere Automaten, falls erforderlich, öfter angefahren und aufgefüllt werden“, zitiert die Berliner Morgenpost eine Sprecherin der Berliner Sparkassen.

 

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