Gemischtes

Verfassungsschutz warnt vor Radikalisierung von Flüchtlingen

Lesezeit: 1 min
22.09.2015 11:47
Der Verfassungsschutz sieht die Gefahr, dass Flüchtlinge nach ihrer Ankunft in Deutschland von Islamisten radikalisiert werden. Die Berliner Polizei hat am Dienstag in Berlin eine Razzia gegen Islamisten durchgeführt.
Verfassungsschutz warnt vor Radikalisierung von Flüchtlingen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Reuters meldet:

Der Verfassungsschutz warnt vor eine Radikalisierung von Flüchtlingen durch in Deutschland lebende Islamisten. "Es bereitet uns große Sorge, dass Islamisten in Deutschland unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe versuchen, die Situation der Flüchtlinge gezielt für ihre Zwecke zu missbrauchen, Asylbewerber zu missionieren und zu rekrutieren", sagt Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen in Berlin.

Warum diese Islamisten überhaupt in Deutschland so aktiv sind und offenbar von den Behörden offenbar nicht an ihren Aktionen gehindert wurde, sagte Maaßen nicht.

Die Berliner Polizei ist am Dienstagmorgen mit einer Razzia gegen mutmaßliche Unterstützer von Islamisten in Syrien vorgegangen. Auch hier geht es darum, dass die Islamisten-Szene Deutschland offenbar gezielt nutzt, um im Krieg um Syrien mitzumischen. Zum Hintergrund teilt die Berliner Polizei mit:

Seit heute früh 6.30 Uhr durchsuchen Polizeibeamte acht Objekte in Berlin. Die Ermittlungen werden seit Monaten durch die Generalstaatsanwaltschaft Berlin wegen des Verdachts der Vorbereitung sowie der Anstiftung zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat geführt. Unter anderem wird ein Moscheeverein im Bezirk Tempelhof-Schöneberg durchsucht. Die Ermittlungen betreffen einen 51-jährigen Marokkaner, der im Verdacht steht, Dritte dazu angestiftet zu haben, sich in Syrien auf Seiten militant-jihadistischer Gruppen am bewaffneten Kampf gegen das Assad-Regime zu beteiligen. Weiterhin laufen die Ermittlungen auch gegen einen 19-jährigen Mazedonier, der im Verdacht steht, sich derzeit in Syrien am bewaffneten Kampf militant-jihadistischer Gruppen zu beteiligen.

Es liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Beschuldigten Anschläge in Deutschland geplant haben, schreibt die dpa allerdings ohne Angabe genauer Quellen.

Es gebe laut dpa keinen Zusammenhang mit dem Fall eines verurteilten Terroristen, der in der vergangenen Woche in Berlin erschossen worden war, nachdem er auf der Heerstraße mehrere Passanten bedroht und schließlich eine Polizistin mit Messerstichen schwer verletzt hatte.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik "Zeit läuft davon": Wirtschaft fordert von Scholz schnelle Entlastungen und Reformen
01.03.2024

Die deutsche Wirtschaft klagt über hohe finanzielle Belastungen und andere Wachstumshemmnisse. Der Forderungskatalog der Verbände an den...

DWN
Panorama
Panorama CO2-Speicherung: Norwegen wird europäisches Drehkreuz – Deutschland ändert seine Haltung
01.03.2024

Auf der norwegischen Insel Blomoyna entsteht Europas größtes Projekt zur CO2-Abscheidung. Auch Deutschland, als größter...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis-Rekordhoch in greifbarer Nähe - DAX erneut mit Bestmarke
01.03.2024

Der deutsche Leitindex DAX hat im Freitagshandel das siebte Rekordhoch in Folge erobert - und auch der Goldpreis ist von seinem Allzeithoch...

DWN
Panorama
Panorama Die 4-Tage-Arbeitswoche: Steigert sie die Produktivität um 40 Prozent?
01.03.2024

Der allgemein verbreitete Wunsch deutscher Arbeitnehmer könnte zur Realität werden: Viele mittelständische Unternehmen testen schon...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX vor 18.000 Punkten - ist es an der Zeit, aus dem Markt auszusteigen?
01.03.2024

Der deutsche Leitindex nähert sich der Marke von 18.000 Punkten. Der Bullenmarkt hat Dimensionen erreicht, die irrational wirken. Ist es...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russlands Wirtschaft geht es prächtig
01.03.2024

Trotz oder gerade wegen des anhaltenden Krieges in der Ukraine läuft Russlands Wirtschaft immer besser. Die Sanktionen des Westens...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft US-Magazin Bloomberg: „Deutschlands Tage als industrielle Supermacht sind gezählt“
01.03.2024

Das führende US-Wirtschaftsmagazin Bloomberg gibt eine niederschmetternde Prognose für die Zukunft Deutschlands ab: Deutschlands Tage als...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VW-Aktie rutscht ab: Volkswagen steckt viel Geld in Technik und China
01.03.2024

Die VW-Aktie ist zum Wochenschluss mächtig unter Druck geraten. Der Grund: Der Volkswagen-Konzern rechnet in diesem Jahr mit einem hohen...