Unternehmen

Russland-Sanktionen kosten Hamburger Hafen Millionen

Lesezeit: 1 min
12.11.2015 13:10
Der Hamburger Hafen spürt die Auswirkungen der Russland-Sanktionen deutlich. Der Warenverkehr in das Land ist eingebrochen. Doch auch Chinas Abkühlung wirkt sich negativ auf die Bilanz aus.
Russland-Sanktionen kosten Hamburger Hafen Millionen
Wachstumstreiber Fernost: Großschiff läuft Hamburger HHLA-Terminal an. (HHLA/Dietmar Hasenpusch)
Foto: Hasenpusch

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Hamburger Hafen- und Logistik-Dienstleister HHLA kämpft immer stärker mit den Folgen der Russland-Sanktionen und der Konjunkturschwäche in China. Die Hanseaten büßten in den ersten neun Monaten im operativen Geschäft ein, weil der rückläufige Containerumschlag zu Wasser nicht durch das gut laufende Transportgeschäft auf Gleisen und Straßen aufgefangen werden konnte. Das Betriebsergebnis (Ebit) sank in den ersten neun Monaten um 5,6 Prozent auf 124 Millionen Euro, der Umsatz ging um 4,2 Prozent auf 869 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

„Die anhaltend schwierigen, weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, denen die Hamburger Hafen und Logistik AG gegenübersteht, machen sich mittlerweile deutlich bemerkbar“, sagte HHLA-Chef Klaus-Dieter Peters. „Wir reagieren auf die derzeitige Situation, stellen unsere Kostenstruktur auf den Prüfstand und hinterfragen unsere Investitionsvorhaben." Die Gewinnprognose für das laufende Jahr „hatte HHLA bereits zurückgenommen. Statt des bisher in Aussicht gestellten Ergebnisses von rund 169 Millionen Euro erwarten die Norddeutschen nun nur noch einen Betriebsgewinn „im Bereich von 150 Millionen Euro“.

Die Hanseaten stehen seit einiger Zeit im Container-Bereich unter Druck. Wegen der wirtschaftlichen Probleme in Russland ist der Warenverkehr mit dem Land eingebrochen. Auch in China boomt die Konjunktur nicht mehr so stark, was sich auf den Handel und damit den Containerumschlag auswirkt. Dieser ging in den ersten drei Quartalen an den Terminals in Hamburg und Odessa deutlich zurück. Das operative Ergebnis der Sparte sank sogar um 31,4 Prozent, was vor allem auf Fixkosten zurückzuführen ist, die Bestand haben, auch wenn die Anlagen nicht entsprechend gut ausgelastet sind. Weiter aufwärts ging es hingegen in der Sparte Intermodal, in der der Hinterlandverkehr mit Zügen und Lastwagen zusammengefasst ist.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Finanzen
Finanzen Zentralbanken investieren massiv in Aktien

Die Zentralbanken definieren ihre Rolle zunehmend neu. Was bedeutet das für den Aktienmarkt?

DWN
Politik
Politik Hälfte der ukrainischen Kämpfer von Asowstal hat sich ergeben

Seit Montag haben sich in Asowstal 1730 ukrainische Kämpfer ergeben. Doch auch nach der Massen-Kapitulation harren viele weiter im...

DWN
Politik
Politik Blamage für Brüssel: US-Finanzministerin wischt Öl-Embargo gegen Russland vom Tisch

US-Finanzministerin Janet Yellen hat den Embargo-Diskussionen der Europäer einen schmerzhaften Dämpfer verpasst.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt der Lastenausgleich – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Politik
Politik Affenpocken-Ausbrüche in Europa nehmen zu

Ausbrüche von Affenpocken in Großbritannien, Portugal, Spanien, Italien und den USA sorgen für Alarm. Doch Experten raten vorerst nicht...

DWN
Finanzen
Finanzen Vorboten der Krise: Großinvestoren treten die Flucht ins Bargeld an

Große Fonds und Vermögensverwalter ziehen sich aus dem Aktienmarkt zurück und setzen zunehmend auf Cash.

DWN
Politik
Politik DWN AKTUELL: China hält Manöver vor Taiwan ab / USA bringen Flugzeugträger und Lenkwaffen-Schiffe in Stellung

Alle Augen sind derzeit auf die Ukraine gerichtet. Dabei spitzt sich die Lage in den Gewässern vor China gerade massiv zu.

DWN
Technologie
Technologie Liebherr entwickelt Roboter, der Maurer ersetzt

Der Baumaschinen-Produzent "Liebherr" entwickelt einen mobilen Roboter, der ein gesamtes Gebäude errichten kann.