Finanzen

Schweizer Regierung will Franken nicht mehr an Euro koppeln

Lesezeit: 1 min
26.12.2015 01:01
Die Schweiz dürfte weiter auf Distanz zum Euro bleiben: Die Regierung will trotz der Schwierigkeiten für die Exportwirtschaft keine Koppelung des Franken an den Euro.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die scheidende Schweizer Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf rechnet nicht mit der Wiedereinführung eines Euro-Mindestkurses durch die Notenbank des Landes. "Über einen Mindestkurs kann die Nationalbank immer nachdenken, ich glaube aber nicht, dass aktuell der Zeitpunkt dafür gegeben wäre, doch es ist und bleibt Sache der Nationalbank, darüber zu entscheiden", sagte die Politikerin in einem Interview der Zeitung "Bündner Tagblatt". Die Zentralbank lenke den Franken gegenwärtig über Negativzinsen und Eingriffe am Kapitalmarkt.

Drei Jahre lang hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Aufwertung des Franken mit einer Untergrenze eingedämmt. Doch zu Jahresbeginn gab sie den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken auf, die Landeswährung stieg sprunghaft. Das macht der exportorientierten Wirtschaft zu schaffen, weil Schweizer Waren im Ausland damit praktisch über Nacht merklich teurer wurden. Am Mittwoch wurden für einen Euro 1,0805 Franken bezahlt.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Unions-Justizminister fordern Nachbesserungen beim Cannabis-Gesetz
30.05.2024

Die Justizminister von CDU und CSU kritisieren, dass Gerichte immer wieder Cannabis-Schmuggler freisprechen. Aus ihrer Sicht liegt das an...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Was die USA über Kriegswirtschaft gelernt hat: Der Aufstieg der Mesoökonomie – TEIL 2
30.05.2024

Die USA stehen vor vielfältigen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Problemen, die eine fördernde Wirtschaftsmentalität...

DWN
Politik
Politik Reich und Arm: Die Unterschiede werden größer in Deutschland
30.05.2024

Erst die Corona-Pandemie, dann der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Beides nicht nur unerfreulich an sich, sondern auch zwei weitere...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft BKA: Bisher größter Schlag gegen weltweite Cyberkriminalität
30.05.2024

Das Bundeskriminalamt und internationale Behörden haben die Operation „Endgame“ gestartet. In den vergangen zwei Tagen wurden weltweit...

DWN
Immobilien
Immobilien Graue Energie: Wie Architekten helfen wollen, die CO2-Bilanz zu retten und die Klima-Katastrophe zu verhindern
30.05.2024

Alle reden von Holzbau, Lehmfassaden und Verdichtung. Manche Architekten fragen sich, ob man überhaupt Flächenfraß und Wachstum...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Krieg: Blinken deutet Flexibilität bei Einsatz von US-Waffen in Russland an
30.05.2024

In der Debatte um den Einsatz westlicher Waffen durch die Ukraine gegen militärische Ziele in Russland hat US-Außenminister Antony...

DWN
Politik
Politik DWN-SERIE zur Europawahl (Teil 3): Das Wahlprogramm der AfD für die EU
30.05.2024

Am Sonntag, dem 9. Juni, findet in Deutschland die Abstimmung zur Europa-Wahl statt. Erstmals werden auch 16-Jährige über die...

DWN
Politik
Politik Russland plant nach zwei Jahren Ukraine-Krieg Steuererhöhungen
30.05.2024

Russland muss wegen hoher Rüstungs- und Verteidigungsausgaben in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine an anderer Stelle haushalten. Eine...