Politik

Petition gegen Bargeldverbot: „Wir müssen unsere Freiheit verteidigen“

Lesezeit: 2 min
03.02.2016 11:38
Die Kampagne für ein Bargeldverbot nimmt wieder Fahrt auf. Mit Totschlagsargumenten wie Geldwäsche und Terrorbekämpfung wird versucht, das Bargeld zu beseitigen. In Wirklichkeit geht es aber um Konsumzwang von Sparern und eine umfangreiche Überwachung der Bürger. Auch im Bundesfinanzministerium wird bereits an Plänen gearbeitet. Es wird höchste Zeit, sich zu wehren!
Petition gegen Bargeldverbot: „Wir müssen unsere Freiheit verteidigen“
Auch das Bundesministerium arbeitet an einem Bargeldverbot.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Bargeld  

In den letzten Tagen häufen sich die Wortmeldungen gegen Bargeld und für die Einführung eines rein digitalen Zahlungsverkehrs. Bloomberg reiht sich in den vielstimmigen Chor ein. Zuvor haben schon Deutsche Bank-Chef Cryan, der Chefvolkswirt der Bank of England Andrew Haldane und der Deutsche Wirtschaftsweise Peter Bofinger für eine völlige Abschaffung plädiert.

Die SPD hat sich gerade für die Einführung von Obergrenzen bei Barzahlungen und die Abschaffung der 500-Euro-Scheine ausgesprochen. NRW-Finanzminister Walter Borjans fordert bereits seit einiger Zeit solche Maßnahmen.

Pläne auch im Bundesfinanzministerium

 Argumentiert wird mit der Terrorbekämpfung und Anti-Geldwäsche-Maßnahmen. Nach den Anschlägen von Paris soll die Dynamik genutzt werden, um Maßnahmen wie die Einführung von Obergrenzen für Bargeldzahlungen schnell durchzusetzen.

Auch im Bundesfinanzministerium wird so gedacht. Der Leiter des Referats VII A3 Ministerialrat Michael Findeisen, zuständig für den Zahlungsverkehr, sprach sich erst kürzlich auf einer Fachtagung in Düsseldorf für ein Bargeldverbot aus. Bargeld sei nur noch „ein Fetisch der Bürger“. Auch sein Argument war die Bekämpfung von Geldwäsche.

Es passt gut ins Bild, dass auf der gleichen Tagung der Europa-Abgeordnete der Grünen Sven Giegold verkündete, dass das erste soziale Grundrecht Europas das auf ein eigenes Bankkonto sei. Das macht Sinn. Denn ohne Bankkonto für jeden Bürger kann kein Bargeldverbot durchgesetzt werden.

Konsumzwang durch Negativ-Zinsen als Instrument der Zentralbanken

Sven Giegold sprach sich übrigens gegen ein Verbot von Bargeld aus. Es sei nicht Aufgabe des Staates, zu entscheiden, wer wie bezahlt. Dies sei die Freiheit der Bürger.

Ein bargeldloses Finanzsystem bedeutet, dass das sichere Bargeld der Zentralbanken wegfällt. Die Ersparnisse der Bürger liegen dann nur als elektronisches Buchgeld auf den Konten. Eine Auszahlung der Sparguthaben in sicheres Bargeld ist unmöglich.

Somit können die Zentralbanken mit negativen Zinsen die Anleger dazu zwingen, ihr gespartes Geld für den Konsum auszugeben!

Vom mündigen Konsumenten zur gläsernen Marionette

Wer das Bargeld abschaffen möchte, entzieht mündigen Bürgern auch deren finanzielle Autonomie. Der Weg in ein Überwachungssystem wird geebnet. Alle finanziellen Transaktionen hinterlassen dann digitale Spuren. Egal ob beim Brötchenkauf am Sonntagmorgen oder beim Bier in der Stammkneipe.

Die Anonymität und „geprägte Freiheit“ des Bargeldes sind dann Vergangenheit und weichen einem total durchleuchteten und überwachten Geldverkehr. Aus dem mündigen Konsumenten wird eine gläserne Marionette eines übermächtigen Überwachungsstaates.

Bargeld-Einschränkungen schon in 18 EU-Ländern

In Schweden und Dänemark zirkulieren schon konkrete Pläne, das Bargeld komplett abzuschaffen. Die dänische Zentralbank will überhaupt kein Bargeld mehr drucken. Die Pflicht zur Bargeldannahme von Tankstellen und Restaurants wurde bereits aufgehoben. Es gelten schon in 18 EU-Ländern Einschränkungen bei Zahlungen mit Bargeld. Darunter auch große Länder wie Frankreich und Italien.

Wir fordern: Bargeldabschaffung unterbinden und Freiheitsrechte der Bürger garantieren!

Von den angeblichen Vorteilen eines bargeldlosen Geldsystems profitieren nur Finanzdienstleister und staatliche Behörden. Sie können dann sämtliche Finanzströme – und damit auch Sie – ausnahmslos kontrollieren und überwachen.

Die Verbraucher sprechen sich laut einer Umfrage mehrheitlich für den Bargeldkauf und gegen den elektronischen Zahlungsverkehr aus. Sie bleiben auf der Strecke. Ihre Freiheitsrechte werden bereits jetzt durch EU-Regularien systematisch zurückgedrängt.

Eine Abschaffung des Bargeldes verstärkt diese gefährliche Entwicklung noch weiter und ebnet endgültig den Weg zum gläsernen und unmündigen Bürger!

Politische Entscheidungsträger müssen daher jetzt entschieden handeln und sich gegen die Abschaffung des Bargeldes positionieren – und damit die Freiheitsrechte der Bürger garantieren!

Zeichnen Sie daher hier unsere Petition gegen die Abschaffung des Bargelds!

Über 47.000 Menschen unterstützen die Petition bereits! Bitte informieren Sie auch Ihre Familie, Freunde und Bekannte über die Petition, damit wir die größtmögliche Zahl an Unterstützern erreichen können!

Hier klicken, um die Petition zu zeichnen

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Marktbericht
Marktbericht Mit digitalem Gold auf Erfolgskurs

Die Vervielfachung der Geldmenge hat enorme Auswirkungen. Die Inflation ist nicht mehr aufzuhalten. Auf der anderen Seite zeichnet sich...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Der Ausverkauf geht weiter: Nächster deutscher Hightech-Konzern wird vom Ausland übernommen

Trotz ständigen Bekundungen der Bundesregierung, strategisch wichtige Unternehmen vor Übernahmen aus dem Ausland zu schützen, geht der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Zwischen Russland und Saudi-Arabien bahnt sich ein neuer Ölpreis-Krieg an

Im März findet das nächste Treffen der OPEC + statt. Während Saudi-Arabien die Öl-Produktion weiter drosseln will, plädiert Russland...

DWN
Politik
Politik Jetzt bahnt sich auch ein digitaler EU-Impfpass an

Am 25. und 26. Februar werden die Mitglieder des Europäischen Rates zusammenkommen, um über die Einführung von digitalen Impfpässen zu...

DWN
Deutschland
Deutschland Plötzlich üben die Medien Kritik an Spahn, doch es ist zu spät

Die Medienlandschaft hat sich dazu durchgerungen, Jens Spahn zu kritisieren. Doch es ist zu spät, obwohl die Deutschen...

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesbank warnt vor überhöhten Immobilienpreisen

Im vergangenen Jahr haben die „markanten Preisübertreibungen“ auf dem Wohnungsmarkt zugenommen, so die Bundesbank. Teilweise liegen...

DWN
Finanzen
Finanzen Digitale Zentralbankwährungen für den Großhandel und Einzelhandel bahnen sich an

In einem aktuellen Bericht plädiert die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich für die Einführung von digitalen...

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeld-Nutzung in den USA ist während der Pandemie gestiegen

In den USA ist nach Angaben eines Unternehmens für Sicherheitsdienste und Werttransporte die Bargeldnutzung gestiegen.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Schwab hatte es „vermutet“: Großunternehmen werden größer, während Kleinunternehmen ganz verschwinden

Der Gründer des Weltwirtschaftsforums Klaus Schwab schreibt in seinem Buch „Covid-19: Der Grosse Umbruch“, das im Juli 2020 erschienen...

DWN
Deutschland
Deutschland Bundeskabinett beschließt Einführung des digitalen Impfpasses

Das Bundeskabinett hat am Montag die Einführung eines digitalen Impfpasses beschlossen, damit Geimpfte Restaurants und Konzerte besuchen...

DWN
Politik
Politik Blackwater-Gründer Prince spielte zentrale Rolle im Libyen-Krieg

Einem UN-Bericht zufolge spielte der Blackwater-Gründer Erik Prince eine wichtige Rolle im Libyen-Konflikt. Dass die UN erst jetzt auf...

DWN
Finanzen
Finanzen BÖRSE AKTUELL: Heftige Korrektur bei Bitcoin - jetzt wird der Einstieg vollends zum Vabanque-Spiel

Gestern vermeldeten wir den rapiden Kursverfall der Kryptowährung "Bitcoin". Heute liefert unser Börsen-Experte Andreas Kubin, wie...

DWN
Finanzen
Finanzen Dax: Anleger hoffen nach Powells Rede weiter auf Riesen-Konjunkturpaket aus den USA

Die Börsen entwickeln sich langsam weiter. Heute Nachmittag warten die Anleger auf wichtige Konjunkturdaten.

DWN
Politik
Politik E-Patientenakte: Merkel und Spahn haben den Datenschutz ausgehebelt, doch keiner hat es bemerkt

Die Bundesregierung hat durch ein neues Patientenakten-Gesetz den Datenschutz ausgehebelt. In der Akte sollen alle relevanten...

DWN
Deutschland
Deutschland Geduld des Handels ist am Ende: Klagewelle gegen Lockdown rollt

Obi, Media Markt, Breuninger und Co. wollen nicht länger auf Zugeständnisse der Politik warten. Immer mehr Händler versuchen, vor...