Finanzen

Prognose der IEA: Niedergang der Fracking-Industrie stärkt Ölpreise

Lesezeit: 1 min
11.03.2016 12:35
Prognosen der Internationalen Energie Agentur zufolge könnten die Ölpreise das Schlimmste hinter sich haben. Die Überproduktion sinke, weil immer mehr Frackingfirmen aus dem Markt gedrängt werden. Vor einem Monat ging die Agentur noch von einem starken Überangebot aus.
Prognose der IEA: Niedergang der Fracking-Industrie stärkt Ölpreise

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Die Preise für Erdöl könnten der Internationalen Energie Agentur (IEA) zufolge ihren Tiefpunkt bereits durchschritten haben und langfristig wieder steigen. Den Hauptgrund für diese neueste Prognose sieht die Agentur in abnehmenden Fördermengen außerhalb des OPEC-Kartells, welche zu einem Rückgang des globalen Überangebots führen. Besonders amerikanische Fracking-Unternehmen mussten aufgrund des hohen Kostendrucks in der jüngsten Vergangenheit aus dem Markt aussteigen. Der Bericht der IEA hat am Freitag zu steigenden Ölpreisen beigetragen. Der Preis für die Sorte Brent legte um rund 1,5 Prozent auf rund 40,80 Dollar zu. Öl der Sorte WTI verteuerte sich um fast 2 Prozent auf 40,30 Dollar pro Barrel (159 Liter).

Die Ölproduktion außerhalb der OPEC werde im laufenden Jahr durchschnittlich rund 750.000 Barrel tiefer liegen als im vergangenen Jahr, so die IEA. Diese liege einerseits an der Krise der amerikanischen Schieferöl-Industrie, andererseits aber auch an Förderrückgängen im Irak und in Nigeria. Der Iran würde seine Produktion nach Aufhebung der Sanktionen der IEA zufolge langsamer als angenommen erhöhen.

„Es gibt Anzeichen dafür, dass die Preise ihren Tiefpunkt durchschritten haben. Für die Preise gibt es vielleicht Licht am Ende eines sehr langen, dunklen Tunnels“, verkündete die IEA am Freitag in ihrem jüngsten Marktreport. Seit Januar, als sie ein 12-Jahres-Tief erreichten, sind die Ölpreise im Schnitt um rund 50 Prozent gestiegen.

Auffällig ist die deutlich veränderte Einschätzung der Marktsituation durch die IEA. In ihrem letzten Report im vergangenen Monat ging die Agentur noch davon aus, dass der Markt von Öl „überflutet bleibt“. Allerdings verweist die IEA selbst darauf, dass sich die Relation von Angebot und Nachfrage – die derzeit ein hohes Überangebot generiert – im „Wesentlichen nicht verändert habe“, wie Bloomberg schreibt. Die Lagerbestände sind derzeit weltweit sehr hoch und dürften langfristig eine Steigerung der Preise deshalb eigentlich verhindern.

Darauf deutet ein ebenfalls am Freitag veröffentlichter Bericht von Bloomberg hin. Dieser spricht davon, dass die Ölpreise in den kommenden Wochen wieder deutlich sinken könnten, da sich die Lagerbestände in den USA ihrem Maximum nähern und noch bis April weiter anschwellen dürften.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Beziehungen der Türkei zu Griechenland und den USA verschlechtern sich rapide

Die türkische Regierung hat einen Militäreinsatz gegen mit den USA verbündete Milizen in Syrien angekündigt. Die Drohung ist ein...

DWN
Politik
Politik Wahlskandal bei Bundestagswahl in Berlin: Falsche Stimmzettel ausgegeben - Neuwahlen drohen

Chaos In Berlin: Politiker stellt Strafanzeige wegen Wahlbetrugs - Wahlwiederholung wahrscheinlich.

DWN
Unternehmen
Unternehmen 320.600 Techniker fehlen: Deutscher Fachkräftemangel erreicht neuen Höhepunkt

Vor allem in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (Mint) wächst die Nachfrage auf Rekordniveau. Mit der...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Deutschland
Deutschland Für den Notfall: Bundesregierung baut Reserve an Kohlekraftwerken aus

Gestern Klimakiller, heute Retter in der Not? Im Angesicht der Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas greift die Bundesregierung...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Einzelhandel: Keine Erholung in Sicht

Der deutsche Einzelhandel leidet weiter unter der anhaltenden Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine.

DWN
Deutschland
Deutschland IfW-Vize fordert Rente mit 70: "Rentenversicherung läuft in ein Finanzierungsproblem"

Der Vorschlag des Vizepräsidenten des IfW Kiel, Stefan Kooths, wurde kontrovers diskutiert. Nun will er Missverständnisse aus dem Weg...

DWN
Deutschland
Deutschland Schluss mit lustig: Immobilienmarkt unter Druck

Mit Ende des Jahres erwartet die Immobilienbranche einen Rückgang der Immobilen-Preise.