Politik

Opposition: Türkei soll zahlen, damit EU Flüchtlinge übernimmt

Lesezeit: 1 min
11.03.2016 15:26
Die türkische Opposition warnt vor den Lasten, die die Übernahme der Flüchtlinge aus der EU mit sich bringen würde. Die Opposition fordert, dass der Deal umgedreht werden solle: Die EU soll die Flüchtlinge nehmen und würde dafür von der Türkei sechs Milliarden Euro bekommen.
Opposition: Türkei soll zahlen, damit EU Flüchtlinge übernimmt

Der Chef der türkischen Opposition Kemal Kılıçdaroğlu kritisiert den EU-Deal mit der Türkei scharf. Kılıçdaroğlu ist dagegen, dass die Türkei als Wachmann vor den Toren Europas fungieren soll. „Ihr macht aus der Türkei eine Pufferzone. Ich schlage vor, dass wir den Europäern sechs Milliarden Euro geben, damit sie die Syrer, Afghanen und Pakistanis aufnehmen“, sagt Kılıçdaroğlu im Interview mit der Zeitung Hürriyet.

Die türkische Regierung versuche, den Deal mit der EU als Erfolg zu verkaufen. Dabei werde die Türkei mit diesem Deal regelrecht über den Tisch gezogen und muss die gesamte soziale Last der Flüchtlings-Krise tragen.

Kılıçdaroğlu wörtlich: „Es kann doch nicht sein, dass die EU einen Deal eingehen will, der im Gegensatz zur EU-Menschenrechtskonvention steht. Mit diesem Deal verrät die EU ihre eigenen vorgegebenen Werte und Gesetze. Die Europäer sagen, dass sie uns beispielsweise zehn Flüchtlinge schicken wollen, um dafür zehn ausgewählte Syrer aufzunehmen. Und welche Syrer wollen sie aufnehmen? Natürlich die Hochschulabsolventen und Qualifizierten. Und was ist mit dem Rest? Der Rest ist ihnen egal. Darum soll sich also die Türkei kümmern. Diese Prozedur verstößt gegen die Menschenrechte und ist inakzeptabel.“

DWN
Panorama
Panorama Studie: Klimawandel führt zu weniger Ertrag und Qualität bei Reis
18.05.2024

Japanische Forscher wollten herausfinden, wie sich der Klimawandel auf die Reisernte auswirkt. Dafür haben sie mehrere Szenarien...

DWN
Unternehmen
Unternehmen DWN-Kommentar: 4-Tage-Woche und Work-Life-Balance - das ist doch ein unternehmerischer Alptraum!
17.05.2024

Liebe Leserinnen und Leser, jede Woche gibt es ein Thema, das uns in der DWN-Redaktion besonders beschäftigt und das wir oft auch...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft E-Autos: Zölle gegen China – sollte die EU jetzt den USA nacheifern?
17.05.2024

Nachdem die USA die Zölle auf chinesische Elektroautos drastisch angehoben haben, steht nun die EU vor der Frage, ob sie es dem großen...

DWN
Panorama
Panorama Gesundheitsminister präsentiert neuen Bundes-Klinik-Atlas für Deutschland
17.05.2024

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wird am Freitag den "Bundes-Klinik-Atlas" vorstellen, ein staatliches Vergleichsportal, das...

DWN
Politik
Politik 13 Außenminister alarmiert: Rafah droht laut einem Pressebericht ein Großangriff
17.05.2024

13 Außenminister haben Israel in einem Brief vor einer umfassenden Militäroffensive in Rafah im südlichen Gazastreifen gewarnt und mehr...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Unser neues Magazin ist da: Macht. Spiel. Politik – Hinter den Kulissen der Fußball-EM 2024
17.05.2024

Eröffnet die EM 2024 eine glänzende Perspektive für die deutsche Wirtschaft oder wird das Großevent ein weiteres Symptom für...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Krieg: Neue Front bei Charkiw - Die Nacht im Überblick
17.05.2024

Die Ukraine kämpft weiterhin gegen den russischen Angriff entlang ihrer Ostgrenze im Gebiet Charkiw. Schwere Gefechte wurden bei den Orten...

DWN
Politik
Politik Arbeitsvisa-Abkommen mit Drittstaaten: Lösung für Europas Asylkrise?
17.05.2024

Experten vom Ifo-Institut schlagen Arbeitsvisa-Abkommen zwischen der EU und sicheren Drittstaaten vor, um Asylanträge und irreguläre...