Finanzen

Börsen in Asien und Europa im Minus

Lesezeit: 1 min
01.04.2016 09:42
Der Dax hat im Vorfeld der Bekanntgabe amerikanischer Arbeitsmarktdaten zum Handelsstart Punkte abgegeben. Im Fokus stehen die Aktien von ThyssenKrupp, die von Gerüchten um eine Beteiligung von Tata Steel profitieren. In Asien drückten dagegen enttäuschende Konjunkturdaten auf die Stimmung.
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Im Vorfeld der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt den Rückzug angetreten. Der Dax startete 1,4 Prozent tiefer bei 9830 Punkten, nachdem er am Vortag 0,8 Prozent verloren hatte. Die März-Daten zur Jobentwicklung in den USA werden um 14.30 Uhr MESZ veröffentlicht. Von Reuters befragte Analysten rechnen mit der Schaffung von 205.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft.

Für Fantasie bei Aktien von ThyssenKrupp sorgte ein Bericht Zeitung Rheinische Post, wonach Tata Steel bei der europäischen Stahlsparte der Deutschen einsteigen will. Die Gespräche seien weit fortgeschritten, hieß es unter Berufung auf Berliner Regierungskreise. Die Aktien von Thyssen stiegen um mehr als fünf Prozent und markierten bei 19,23 Euro ein Vier-Monats-Hoch. Abwärts ging es hingegen bei Osram. Händler verwiesen darauf, dass der US-Konzern Apple Osram aus seiner Liste der 200 größten Zulieferer gestrichen hat. Die Aktien gaben mehr als vier Prozent ab.

Auch in Asien wurden am Freitag Verluste verzeichnet, was Beobachtern zufolge hauptsächlich auf enttäuschende Konjunkturdaten aus Japan zurückzuführen sei. Der Tankan-Bericht, wonach die Stimmung in der japanischen Industrie auf den schlechtesten Stand seit fast drei Jahren gefallen ist, führte zu Aktienverkäufen. Zudem blieben viele Anleger vor dem US-Arbeitsmarktbericht für März in Deckung, der im Tagesverlauf veröffentlicht werden sollte. Ebenfalls im Blick hatten Investoren die Drohung der Ratingagentur S&P, die Bonitätsnote von China und Hongkong herunterzustufen.

Auch ermutigende Konjunkturdaten aus China konnten den allgemeinen Negativtrend nicht umkehren. Erstmals seit neun Monaten wuchs die Industrie in der Volksrepublik im März wieder. Der offizielle Einkaufsmanagerindex stieg auf einen Wert von 50,2 von 49,0 im Vormonat. Ein Wert ab 50 signalisiert Wachstum. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einer Verbesserung auf 49,3 gerechnet. Auch die Signale aus der Dienstleistungsbranche waren positiv. Der Einkaufsmanagerindex stieg im März auf 53,8 von zuvor 52,7.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit 3,6 Prozent deutlich tiefer bei 16.164 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 3,4 Prozent auf 1301 Punkte. Die chinesische Börse in Schanghai notierte 0,5 Prozent niedriger. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 1,6 Prozent.

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