Politik

Zulieferer SAF-Holland: Nachfrage in Nordamerika geht zurück

Lesezeit: 1 min
09.05.2016 10:47
Der fränkische Nutzfahrzeugzulieferer SAF-Holland verzeichnet einen deutlichen Umsatzrückgang. Grund ist der schwächelnde LKW-Markt in den USA. Das Unternehmen will deshalb die Kosten senken und bis Sommer die Struktur vor Ort überprüfen.
Zulieferer SAF-Holland: Nachfrage in Nordamerika geht zurück

Die Schwäche im amerikanischen Lkw-Markt macht sich beim Nutzfahrzeugzulieferer SAF-Holland zunehmend bemerkbar. Im ersten Quartal sank der Umsatz um 4,1 Prozent auf 259,9 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus dem fränkischen Bessenbach am Montag berichtete.

In Europa und im Nahen Osten sei die Nachfrage nach Komponenten für Anhänger und Lastwagen erfreulich ausgefallen, während die Region Amerika im Erstausrüstungsgeschäft hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Im Startquartal 2016 habe sich der signifikante Nachfragerückgang bei schweren Lkw in den USA ausgewirkt. In Brasilien liefen die Geschäfte erneut schlechter.

Der lange boomende Lkw-Markt in Nordamerika, der zweitgrößten Umsatzregion für SAF-Holland, hatte sich in der zweiten Jahreshälfte 2015 erheblich abgekühlt, berichtet Reuters. Der Zulieferer will deshalb die Kosten senken und bis Sommer die Struktur vor Ort überprüfen, wie Vorstandschef Detlef Borghardt Reuters im März sagte. Offen ist, ob nach der Schließung eines Werkes in Kanada ein weiterer der sieben Standorte in Nordamerika dichtgemacht wird.

Für 2016 erwartet SAF-Holland eine Abschwächung im US-Markt für schwere Lkw von bis zu 25 Prozent. An der Prognose für das Gesamtjahr hält der Konzern fest: Der Umsatz soll zwischen 1,05 und 1,07 (Vorjahr: 1,06) Milliarden Euro liegen, die bereinigte operative Rendite zwischen acht und neun Prozent. Im ersten Quartal 2016 betrug die Ebit-Marge 8,7 (8,3) Prozent.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

DWN
Politik
Politik Ärzte-Zeitung ruft zur Bewertung Lauterbachs auf: Resultat ist Schulnote 6

Die Leser der Ärzte-Zeitung haben eine eindeutige Meinung von Gesundheitsminister Lauterbach.

DWN
Politik
Politik US-Justizministerium: Allianz-Fondsmanager haben Anleger betrogen

Nach Ansicht des US-Justizministeriums haben Hedgefonds-Manager einer Allianz-Tochter die Entwicklung der Fonds über Jahre hinweg...

DWN
Deutschland
Deutschland Windräder: Söder warnt Habeck vor Wortbruch bei Abstandsregeln

Der bayerische Ministerpräsident warnt den Wirtschaftsminister, die vereinbarten Abstandsregeln für Windräder zu kippen.

DWN
Finanzen
Finanzen Bärenmarkt voraus: Was Anleger derzeit von professionellen Tradern lernen können

Investoren und Trader betrachten Märkte aus geradezu gegensätzlichen Perspektiven, die beide Erfolg haben können. Doch in einem...

DWN
Finanzen
Finanzen IWF erhöht Anteil von Dollar und Yuan bei Sonderziehungsrechten

Während Dollar und Yuan an Gewicht zulegen, verlieren die drei anderen im Korb der Sonderziehungsrechte vertretenen Währungen an...

DWN
Deutschland
Deutschland Dax-Konzerne melden Rekordquartal, doch die Aussichten sind mies

Viele deutsche Börsenschwergewichte präsentierten zu Jahresbeginn Bestmarken bei Umsatz und Gewinn. Doch die Aussichten haben sich...

DWN
Deutschland
Deutschland Impfpflicht weiter auf dem Tisch: Drei Bundesländer geben nicht auf

Die Länder Baden-Württemberg, Hessen und Bayern dringen auf einen Neuanlauf im Bundestag für eine Impfpflicht ab 60 Jahren.

DWN
Deutschland
Deutschland Daimler Truck steigert Gewinn mit dickem Auftragsbuch

Auch dank höherer Preise hat Daimler Truck einen deutlichen Umsatzsprung geschafft. Der Auftragseingang stieg auf ein Rekordhoch. Die...