Politik

Tumblr führt Live-Streaming ein

Lesezeit: 1 min
22.06.2016 09:54
Der zum Yahoo-Konzern gehörende Microblogging-Dienst Tumblr springt auf den Live-Video-Zug auf. Er bietet nun ebenfalls eine Streaming-Funktion für seine User an. Damit folgt Tumblr auf Twitter und Facebook.
Tumblr führt Live-Streaming ein

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der zum Verkauf stehende Internet-Pionier Yahoo will seine Blog-Plattform Tumblr mit Live-Streaming attraktiver machen. Von Dienstag ab sollen dort Direktübertragungen eingebunden werden können, wie Yahoo am Dienstag ankündigte. Dabei führt das Unternehmen im Gegensatz zu Twitter und Facebook keine eigene App zum Live-Streaming ein, sondern unterstützt Videos anderer Dienste wie YouNow, Kanvas, Upclose und Googles YouTube. Die Livestreams werden gespeichert und können wieder abgespielt und geteilt werden.

Die Möglichkeit zum Live-Streaming vom Smartphone aus gibt es schon länger, aber vor gut einem Jahr lösten die App „Merkat“ sowie der von Twitter gestartete dienst Periscope einen neuen Boom aus. Zuletzt verstärkt Twitter den Fokus auf Video und kauft ein Start-up, das unscharfe Bilder mit Hilfe künstlicher Intelligenz verbessern kann. Facebook setzt insgesamt massiv auf Video und ist mit dem Service Facebook Live auch auf diesem Feld aktiv.

Ende Mai hieß es, dass Yahoo die mit vielen Hoffnungen verbundene Übernahme der Blogging-Plattform Tumblr womöglich komplett abschreiben werde. Es sei denkbar, dass der Tumblr-Firmenwert in Teilen oder in Gänze korrigiert werden müsse, gab der strauchelnde Internet-Pionier in einer Mitteilung an die Aufsichtsbehörden bekannt. Früheren Angaben zufolge wurden bereits 230 Millionen Dollar im Zusammenhang mit Tumblr abgeschrieben.

Die Übernahme hatte sich Yahoo vor mehr als zwei Jahren 1,1 Milliarden Dollar kosten lassen. Sie sollte die Wende bringen – brachte dann zwar zusätzliche Nutzer, nicht aber die erhofften Einnahmen aus Online-Werbung. Investoren bemängelten immer wieder, der Kaufpreis sei zu hoch gewesen.

Mittlerweile werden für das Internet-Kerngeschäft von Yahoo strategische Alternativen wie etwa ein Verkauf geprüft. Zudem werden nach dem jüngsten Milliardenverlust 15 Prozent der Stellen abgebaut.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Panorama
Panorama Globale Lebensmittelkrise treibt Millionen Menschen in die Hungersnot

Die Welt steht vor einer globalen Lebensmittelkrise. Der Krieg in der Ukraine ist dabei nur der Auslöser einer ohnehin instabilen globalen...

DWN
Deutschland
Deutschland Studie: So abhängig ist Deutschland von Rohstoff-Importen

Deutschland ist in Bezug auf Rohstoffe nicht nur völlig abhängig, sondern auch sehr anfällig. Eine Studie des Münchner ifo-Instituts...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Papierindustrie schlägt wegen Gaskrise Alarm

Die energieintensive Papierindustrie in Deutschland warnt vor dem Hintergrund der Gaskrise vor einem Produktionsstopp. Dabei geht es um die...

DWN
Politik
Politik Die EU: Große Zukunft oder baldiger Zerfall?

Die EU – beziehungsweise die Reihe von Organisationen, aus denen sie hervorgegangen ist – besteht seit nunmehr 71 Jahren. Für viele...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt eine neue Weltordnung – und wie können Anleger reagieren?

Mit China und Russland bildet sich ein neuer Gegenpol zu den USA. Anleger können sich gegen die geopolitischen Risiken nicht bloß durch...

DWN
Politik
Politik Der weltweite Einfluss von Bill Gates auf die Medien  

Microsoft-Gründer Bill Gates war während der Pandemie in vielen Medien präsent. Weniger bekannt sind seine zahlreichen Spenden an...

DWN
Finanzen
Finanzen Abkopplung vom Dollar: Indischer Großkonzern kauft russische Kohle mit chinesischem Yuan

Die Instrumentalisierung des Dollars zu geopolitischen Zwecken führt verstärkt zu Gegenmaßnahmen.

DWN
Finanzen
Finanzen Starker Rubel: Russland zieht Kauf von Devisen befreundeter Länder in Betracht

Weil der Rubel immer teurer wird, setzt Russland auf Fremdwährungen. Die Moskauer Börse hat in dieser Woche den Handel bereits...