Politik

Bundespolizei meldet verstärkte Flüchtlings-Bewegung nach Norden

Lesezeit: 1 min
07.07.2016 12:53
Die deutschen Behörden beobachten einen anstieg der Flüchtlingsbewegung auf der Balkan-Route. Erste Flüchtlinge wurden in Freilassing aufgegriffen. Die Behörden gluaben nicht, dass es sich um Einzelfälle handelt, sondern sehen einen Trend.
Bundespolizei meldet verstärkte Flüchtlings-Bewegung nach Norden

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Bundespolizei in Bayern stellt seit mehreren Tagen einen Anstieg von Schleusungen von Flüchtlingen über die eigentlich als geschlossen geltende Balkanroute fest. Es handle sich dabei wohl nicht um Ausreißer, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Freilassing am Donnerstag der AFP. Wie die Schleuser es wieder über die Balkanroute schafften, sei derzeit unklar.

Nach Angaben der Ermittler entdeckten sie am Mittwoch bei Teisendorf nahe der Grenze zu Österreich eine 15-köpfige Gruppe ohne Papiere sowie eine weitere elfköpfige Gruppe unerlaubt Eingereister bei Marzoll. Bereits einen Tag zuvor seien im Stadtgebiet des Grenzorts Freilassing etwa 50 Menschen aufgegriffen worden. Alle Migranten hätten ausgesagt, für mehrere tausend Euro pro Kopf nach Deutschland geschleust und ausgesetzt worden zu sein. Es handle sich um Menschen aus Syrien, Afghanistan, Pakistan, dem Iran und dem Irak.

Die Schleuser dieser Gruppen seien unerkannt entkommen. Zum Teil scheinen sie dem Sprecher zufolge die Flüchtlinge bereits in Österreich an der Grenze ausgesetzt und sie zu Fuß nach Deutschland geschickt zu haben. Zum Teil hätten sie sie wohl unerkannt nach Deutschland gebracht.

Dem Sprecher der Bundespolizei zufolge wird derzeit etwa jeden zweiten Tag an den Kontrollstellen an der Grenze ein mutmaßlicher Schleuser gefasst. Auch dies bedeute wieder einen Anstieg und sei verwunderlich, weil den Schleusern eigentlich bekannt sei, dass an den Grenzen kontrolliert werde.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Zweitgrößter Weizen-Produzent der Welt stoppt den Export

Der zweitgrößte Weizenproduzent der Welt stellt die Ausfuhren ein - mit weitreichenden Folgewirkungen.

DWN
Deutschland
Deutschland Brüssel startet totale Kontrolle: Ab 6. Juli wird Geschwindigkeits-Überwachung in Autos Pflicht

Das Zeitalter der totalen Überwachung im Auto hat begonnen: Ab 6. Juli 2022 wird die Tempo-Überwachung ISA in allen neuen Autos zur...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Kunstmarkt: Berlin und München konkurrieren um Spitzenposition

Ein starker Mittelstand: Die deutschen Auktionshäuser kommen gut über die Corona-Pandemie hinweg, während sich das Interesse der Käufer...

DWN
Finanzen
Finanzen Bärenmarkt voraus: Was Anleger derzeit von professionellen Tradern lernen können

Investoren und Trader betrachten Märkte aus geradezu gegensätzlichen Perspektiven, die beide Erfolg haben können. Doch in einem...

DWN
Politik
Politik Moskau nennt Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands „schwerwiegenden Fehler“

Die russische Regierung warnt vor einem Beitritt Schwedens und Finnlands zur Nato. Die Aussagen eines Ministers haben es in sich.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russischer Gas-Transit durch die Ukraine geht weiter zurück

Das Volumen russischen Gases, das durch die Ukraine in die EU gepumpt wird, sinkt weiter.

DWN
Politik
Politik NRW: Wahlbeteiligung sackt deutlich ab

Die niedrige Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wirft Fragen auf.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Neueste Daten zeigen Abkühlung der Konjunktur in China

Infolge strenger Corona-Lockdowns hat sich die wirtschaftliche Dynamik in China deutlich abgekühlt.