Finanzen

Zahl der Urlaubsreisen in die Türkei stark rückläufig

Lesezeit: 1 min
31.07.2016 21:57
Die Zahl der Touristen in der Türkei ist im Juni fast um die Hälfte gesunken. Bereits im Mai hatte das Land deutliche Rückgänge verzeichnet. Die zahlreichen Anschläge und der Putschversuch haben viele Reisende offenbar verunsichert. Südeuropäische Destinationen profitieren von der angespannten Lage.
Zahl der Urlaubsreisen in die Türkei stark rückläufig

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Türkei  

Immer mehr Urlauber machen wegen der angespannten Sicherheitslage einen Bogen um die Türkei. Im Juni kamen nach Angaben des Tourismusministeriums fast 41 Prozent weniger Besucher aus dem Ausland. Das ist der stärkste Rückgang seit mindestens 22 Jahren. Es kamen den Angaben vom Donnerstag zufolge nur noch 2,44 Millionen Gäste in dem Monat. Die Daten gehen nur zurück bis 1994. Im Mai hatte das Minus knapp 35 Prozent betragen.

Auch Urlauber waren dieses Jahr bereits Opfer von Anschlägen, so etwa Deutsche in Istanbul. Ende Juni starben zudem 45 Menschen bei Angriffen auf den Hauptflughafen der türkischen Metropole. Im Juli kamen dann beim Putschversuch von Teilen des Militärs Hunderte Menschen ums Leben. Seitdem gilt der Ausnahmezustand, und die Regierung geht mit Härte gegen Kritiker vor.

Die Folgen des Putschversuchs machen zum Beispiel dem Reisekonzern Thomas Cook einen Strich durch die Rechnung. Wie das in Deutschland unter den Marken Neckermann und Öger bekannte Unternehmen mitteilte, wird der operative Gewinn im bis Ende September laufenden Geschäftsjahr nur noch 300 Millionen Pfund (357 Millionen Euro) erreichen. Bislang waren bis zu 335 Millionen Pfund in Aussicht gestellt worden.

Außerdem ist das Verhältnis der Türkei mit Russland weiterhin angespannt. Von dort kamen in den ersten sechs Monaten 87 Prozent weniger Reisende in die Türkei. Allerdings deutet sich eine Entspannung der türkisch-russischen Beziehungen an, was sich auch positiv auf den türkischen Tourismussektor auswirken dürfte.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Technologie
Technologie KI und Hightech: Ist die Bundeswehr für die Zukunft gerüstet?
20.02.2024

Die Kriege der Zukunft (und der Gegenwart) werden auch auf dem technologischen Schlachtfeld entschieden. In Deutschland wird an...

DWN
Unternehmen
Unternehmen DB Cargo: Güterverkehr soll auf die Schiene - trotz mieser Zahlen
20.02.2024

Der Güterverkehr soll auf die Schiene verlagert werden. Das ist das Ziel der Politik. Doch DB Cargo macht Probleme, das Unternehmen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Beim Hamburger Hafen brechen die Gewinne ein
20.02.2024

Der Hamburger Hafen- und Logistikkonzern Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat im vergangenen Jahr einen dramatischen Gewinneinbruch...

DWN
Politik
Politik Bundes-Wippe auf der Kippe: Das Einheits-Denkmal wird und wird nicht fertig
20.02.2024

Das geplante Denkmal zur Deutschen Einheit, einst von prominenten Politikern des Deutsches Bundestages durchgesetzt, steht einfach unter...

DWN
Politik
Politik Liefert Deutschland bald Taurus an die Ukraine? Antrag zu Waffen für Kiew geplant
20.02.2024

Mit Taurus-Marschflugkörpern soll die Ukraine auch militärische Ziele hinter der Frontlinie angreifen können, so heißt es im...

DWN
Immobilien
Immobilien Shopping-Center in Deutschland: Talsohle verlassen und im Aufschwung
20.02.2024

KaDeWe in Berlin und Galeria Karstadt Kaufhof sind ins Unglück geraten und haben Insolvenz gemeldet. Doch andere deutsche Einkaufszentren...

DWN
Immobilien
Immobilien KfW wieder flüssig: Bauministerin Geywitz verlängert Förderprogramme fürs Klima
20.02.2024

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist wieder flüssig und soll ab sofort mit Fördergeldern den Neubau in Deutschland anschieben....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lufthansa-Streik: Hunderte Flüge fallen aus
20.02.2024

Nach der Bahn und den Bauern nun die Lufthansa: Ein Warnstreik bei der Airline führt seit Montagabend zu zahlreichen Flugstreichungen....